„Was hat das mit dir gemacht? Als du bemerkt hast, du stehst nicht mehr im Rampenlicht?"
„Ist halt ein scheiß Gefühl"
Alara zieht nach ihrem letzten Semester im Psychologiestudium nach Turin, um ein Auslandsjahr zu absolvieren aufgrund privater Pro...
Die Helligkeit des Morgens ließen mich nicht weiterschlafen. Ich zögerte etwas und öffnete die Augen. Ich war noch immer in seinem Zimmer. Die Gedanken von gestern Abend waren noch immer da. Ich blickte kurz auf die Seite und erwartete einen schlafenden Kenan neben mir, doch nur ich lag im Bett. War er etwa schon aufgewacht? Meine Beine fühlten sich etwas taub an, aber ich hatte die Kraft aufzustehen und auf mein Zimmer zu gehen.
Ich ging erstmal duschen und machte mich fertig für die Arbeit. Als ich nach unten lief suchte ich Kenan und rief einige male nach ihm. Er war schon weg. Vielleicht musste er früher zum Training. Ich dachte mir nichts dabei und zog meine Jacke über.
Als ich auf der Arbeit ankam, war alles sehr still, die Jungs waren noch nicht auf dem Feld und ich hatte einiges im Büro zutun. Ich hatte heute vier Fußballer in der Therapie und einer von den vieren war Kenan. Ich war etwas aufgeregt nach der letzten Nacht aber freute mich auch auf ihn. Irgendwie brauche ich Aylin. Sie fehlt mir mega. Ich entschied mich dafür, sie anzurufen.
„Hey Maus wie geht's dir?" sprach sie. „Ganz gut bisschen müde, und dir?" „Hörst dich etwas bedrückt an, ist alles okay Schatz?", fragte sie. „Ja Maus nur bisschen kaputt von der Arbeit. Was machst du? Wie gehts dir?" Wir sprachen eine Weile, bis sie sich für die Uni fertig machen musste.
Es vergingen Stunden und ich hatte bereits zwei der Fußballer in der Therapie, jetzt war Kenan dran. Es klopfte an der Tür und der Trainer kam rein. „Ms Altintas, I wanted to inform you, that Yildiz won't be able to be at therapy today" Das war jetzt komisch. „Why is at? May i ask?", fragte ich. „He said he didn't need it today."
Erst war er früh am Morgen weg und jetzt will er nicht zur Therapie. Habe ich etwas falsch gemacht? Meine Gedanken hielten mich richtig auf und ich fing an alles, was letzte Nacht war zu bereuen. Wieso war er auf einmal so? Ich packte meine Tasche und lief zum Feld, da die Gruppe jetzt im Training war. Als ich auf den Trainer zulief, war Kenan am Tor und blickte etwas verwirrt zu mir. „I'm done with my therapies today and my work is all done. I'm going home now." „That's fine Ms. Altintas, you may leave now." Ich verabschiedete mich von ihm und blickte noch ein letztes mal zu Kenan, bevor ich den Rasen verließ.
Als ich Zuhause ankam, schlüpfte ich in etwas gemütlichere Klamotten und fing an etwas zu Kochen. Nebenbei lief etwas Musik und ich lüftete durch das Haus. Ich wurde unterbrochen durch das Klingeln an der Tür. Kenan hat wahrscheinlich seine Schlüssel vergessen. Ich hatte mich dafür entschieden, ihn beim Abendessen zur Rede zu stellen. Doch als ich die Tür öffnete war stand eine ganz andere Person vor mir. „AYLIN?!" schrie ich und ich sah meine beste Freundin vor mir. Unsere Augen füllten sich mit Tränen und wir schlossen uns sofort in eine Umarmung. „WIESO HAST DU NICHT GESAGT DASS DU KOMMST MAN ICH HÄTTE DICH ABGEHOLT." „Mit welchem Auto du Idiot." antwortete sie und haute leicht auf mein Hinterkopf, da wir noch in einer Umarmung waren.
Als wir uns lösten, half ich ihr, ihre Koffer in das Haus zu bringen und sie zog ihre Jacke aus. Und jetzt fiel es mir ein, scheiße. Sie weiß von nichts Bescheid. „Wusstest du dass ich kommst, oder wieso liegen zwei Teller auf dem Esstisch." , sagte sie, als sie in das Wohnzimmer lief. „Scheiße Aylin ich muss dir etwas sagen." antwortete ich und in dem Moment öffnete dich die Haustür. Das war sowasvon der falsche Zeitpunkt. Kenan kam rein und wir guckten uns alle still an. „Alara?", fragte Aylin verwirrt. „Kenan das ist Alara, meine beste Freundin. Sie hat mich überrascht." „Ah", antwortete er. „ah?", fragte ich ihn und imitierte. „Ich penn heute bei nem Kollegen." „Willst du nichts anderes sagen?" „Willkommen Alara. Ich hol mir meine Klamotten von oben." antwortete er und guckte mir dabei ins Gesicht.
Arschloch.
Er lief nach oben und Aylin guckte mich sehr vewirrt an. „Alara?" „Aylin warte kurz, ich erkläre dir gleich alles." antwortete ich und rannte nach oben in Kenans Zimmer. „Kenan was machst du?" frage ich, während er seine Klamotten in die Tasche packt. „Packen?" antwortet er. „Was ist los mit dir? Du warst heute früh nicht da, bist nicht zur Therapie gekommen und jetzt bist du-„ er unterbrach mich. „Alter Alara, du bist sowieso nicht alleine, du hast deine Freundin, meine Abwesenheit wirst du wohl nicht so stark spüren." sagte er, verschloss seine Tasche und verließ das Haus.
„Willst du mir jetzt sagen warum DER Kenan Yildiz in deinem Haus ist?", fragte mich Aylin, als ich wieder im Wohnzimmer war. „Lass auf die Terasse, ich mach uns kurz Kaffee. Nimm noch die zwei Decken auf dem Sofa mit."
Ich machte uns einen Kaffee und wir setzten uns auf die Terasse
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„JUNGE WIE KANNST DU SOWAS VON MIR VERHEIMLICHEN?", fragte sie. „ALSO LASS MICH KURZ ZUSAMMENFASSEN. Ihr teilt euch ein Zuhause, weil so ein komischer Markler einen Fehler gemacht hat. DU bist SEINE Therapeutin, DU hast SEINE Mutter kennengelernt UND DU BIST DANK IHM SEIT GESTERN ABEND KEINE JUNGFRAU MEHR UND ER IST HEUTE AUF EINMAL SO?!" „Joa ich glaub das alles lässt sich so gut zusammenfassen bro." antwortete ich. „DIGGA WAS LABERST DU. DAS IST SO KRANK GRAD ICH WEISS NICHT OB ICH ES FEIER ODER ABSOLUT WÜTEND BIN." „Ich hab keine Ahnung ob ich es bereue oder nicht. Ich weiß nicht was auf einmal los ist mit ihm. Weil gestern Abend nach der ganzen Sache war er noch voll süß zu mir. Wir hatten noch gekuschelt." „Vielleicht ist er auch überfordert? Ich weiß nicht, schließlich war es auch sein erstes Mal. Hast du ihn garnicht gefragt?", fragte Aylin. „Ja wie denn? Du hast doch gesehen, wie er war. Er hat dich nicht einmal gescheit begrüßt, das war voll respektlos.", sagte ich. „Alara, findest du es respektlos, dass er mich nicht gescheit begrüßt hat, oder sagst du das gerade nur, weil du es eigentlich scheiße fandest, wie er gegenüber dir war?" fragte sie. Ich guckte Aylin mit einer überzogenen Augenbraue an. „Junge weißt du wie sehr ich dich eigentlich vermisst habe?", fragte ich sie und umarmte sie dabei. „War es groß?" Nach dieser Frage bekamen wir erst einmal ein rießen Lachanfall.