Kapitel 18

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"Gut das du da bist Lu! Das ist Henry. Henry, Lu. Du zeigst ihm den Laden und dann die arbeit die du auch gemacht hast.. machst. Und ich bin eben kurz bei meinem Mann!" sagte sie hektisch und verschwand schon aus dem Laden. Sie hat ein Mann? Wie alt ist sie denn eigentlich?
"Hört sich an ob der Mann gleich ein Kind gebärt." lachte ich zu mir selber, und hörte dann das lachen von diesem Henry. Henry war ein nicht wirklich groß gewachsener Junge, er war so ungefähr so groß wie ich, seine blonden Haare war zu einem Undercut geschnitten. "Arbeit oder Praktikum?"
"Erstmal Praktikant." lächelte er mir zu. Das erste was ich tat war das ich ihm den kompletten Laden zeigte, und dann machten wir meine Arbeit zu zweit.
"Lust auf Musik?" fragte ich als ich bemerkte das heute keine Musik lief. Er nickte aufgeregt und ich legte Black Veil Brides rein. Die CD's wurden noch nicht so gut verkauft, leider sie waren wirklich gut..
"Wow das hört sich echt gut an! Wie heißt die Band?" tippte Henry seine Fußsohlen im Takt der Musik.
"Black Veil Brides." strahlte ich unkontrolliert. "Ich kenne sie Persönlich, deswegen hab ich die Chefin dazu gebracht sie hier zu verkaufen." gab ich an.
"Ich hab auch so gesagt eine Band." lachte er.
"Das bedeutet?"
"Eine ein-Mann-Band." grinste er über sich. Ich applaudierte ihn und schon kam Amy reinstolziert und klatschte langsam mit und fragte dann warum ich klatsche.


"Bis morgen." verabschiedete ich mich und wunk Amy und Henry zum Abschied.
"Und wie war die Arbeit?" wartete Andy wie fast nach jedem Arbeitstag an der Mauer vor der Kreuzung.
"Nett. Wir haben einen Praktikant..." starrte ich in die leere und überlegte. "Ich kann immer noch nicht fassen das du Scout bis Freitag zappeln lässt." fing ich an.
"Ich weiß nicht... Ich muss langsam versuchen zu verstehen was ich für das andere Mädchen empfinde."
"Da kann ich nicht weiterhelfen, sorry." hob ich die Hände zur Kapitulation. Und innerlich wünschte ich mir ich wäre dieses Mädchen. Aber dann wieder auch nicht. Die Beziehung zwischen Scout und Andy ist so perfekt wie in einem Buch. 
"Und wie gehts dir so?" durchbrach Andy die stille, und ich ließ einen tiefen Seufzer aus. "Anscheinend nicht so gut." versuchte er mit einem Baby Ton mich aufzumuntern.
"Du wirst am Ende des Jahre verstehen warum es mir so scheiße geht." starrte ich in die Leere, dachte daran das ich endlich wieder meine Beste Freundin Mila und meine Eltern sehen würde, und dann wieder daran was ich alles hier zurücklassen werde. 
"Soll ich dich aufmuntern?"
"Du bist schwanger?" beantwortete ich gespielt hoffnungsvoll.
"Es ist deins." gespielt heulend umarmte er mich.
"Du bist doof." befreite ich mich lachend.
"Und genau deswegen magst du mich." mit einem 'Ja ist klar' gingen wir wieder schweigend nebeneinander her.

"Gute Nacht Mademoiselle." verabschiedete sich Andy mit einem Handkuss vor meiner Haustür.
"Was wir treffen uns doch noch am Fenster?"
"Du musst auch alles kaputt machen." stampfte Andy davon, um ihn dann schon vor meinem Fenster vorzufinden.
"Na Feuerzeug alle?" bemerkte ich als er an seinem Feuerzeug zippte und umher drückte aber es nicht Ansprung. Mit einem Grummeln bat er mich seine Zigarette anzuzünden.  
"Ok und was ist am Ende des Jahre... Gott machst du mich nervös.. Ich kann keine 2 Monate warte!" hippelte Andy rum.
"Ok..." seufzte ich. "Da kommt euer größter Fan zu Besuch." lügte ich und versuchte überraschend zu sein. Und er kaufte es mir ab mit einem 'Cool'.
"Lass Batman gucken." zuckte er die Schultern und stieg in mein Zimmer.
"Nee. Du ich muss morgen früh raus." wimmelte ich ihn ab.
"Ich auch und?"
"Findest du es nicht scheiße wegen Scout das wir zusammen einen Film gucken?"
"Wieso wir sind doch nur Freunde."  stolzierte er zu meinem Fernseher. Ich weiß nicht warum, oder was daran weh tat. Aber es tat sau weh.
"Na dann." schluckte ich es herunter. "Ich hasse Batman." erschrocken drehte er sich zu mir um.
"Dann schauen wir es solange du es magst." grinste er dann nur noch seufzend, wickelte ich mich in meine Bettdecke, und versuchte einzuschlafen.
"Hey nicht schlafen, gucken!" stupste mich Andy und kam auch unter meine Decke. Seine Nähe strahlte so warm wie die Sonne, an einem wunderschönen Sommertag. Und es machte mir Angst, mich daran zu verbrennen. Es ist nicht fair gegenüber Scout so über Andy zu denken. 
Ohne über noch etwas nachzudenken schlief ich ein und hörte nichts mehr von 'Nicht schlafen!' oder 'Du guckst ja gar nicht.'


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