Als am nächsten Morgen mein Wecker klingelte, konnte ich mich nur schwer aus dem Bett kämpfen. Ich war todmüde und hatte heute eigentlich überhaupt keine Motivation für irgendwas. Ich holte mir frische Klamotten aus meinem Kleiderschrank und ging dann damit ins Badezimmer um zu duschen. Danach machte ich mir noch einen Kaffee für unterwegs und ging dann mit Kopfhörern in den Ohren zur Arbeit.
Als ich im Büro ankam, riss mich auf einmal irgendeine fremde Stimme aus meinen Gedanken. Ich schaute in die Richtung, aus der die Stimme kam und sah einen Mann, etwa in meinem Alter. "Was?", fragte ich ihn nachdem ich meine Kopfhörer aus meinen Ohren gezogen hatte. "Was hörst du denn?", wiederholte er seine Frage lachend. "K.I.Z, und du bist wer?", erwiderte ich ihm. "Lukas, ich hab neu hier angefangen. Heute ist mein erster Arbeitstag. Deine Lieblingsband?", sagte er lächelnd. "Ja." Ich grinste. "Bist du auch so ein verrücktes Fangirl, das fast ins Koma fällt, wen es einen von ihnen sieht?", wollte er lachend wissen. "Nein, ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal wirklich, wie die Bandmitglieder aussehen. Mir geht es nur um die Musik und bei Konzerten geh ich eher in der Menge ab, als dass ich die alle genau betrachte", gab ich lächelnd zurück.
Wir unterhielten uns den ganzen Tag noch ein bisschen über alles mögliche, da wir uns ja nun einen Arbeitsplatz teilten und als ich Feierabend hatte, stand Leon schon auf dem Parkplatz des Büros und holte mich ab. Wir gingen in unser Lieblingsrestaurant und quatschten ziemlich viel. Gegen 22 Uhr brachte mich Leon dann nach Hause und ich ging sofort schlafen.
Der Rest der Woche verging eigentlich ziemlich schnell und es passierte auch nichts interessantes.
Ich wollte gerade in die Küche gehen und mir eine Cola holen, als es an der Tür klingelte. "Es ist Samstag Abend, du weißt, was das bedeutet! Wir feiern deinen Geburtstag! Du bist jetzt 29!", schrie Leon mir voller Freude entgegen, als ich öffnete. Er trat herein und sagte, er müsste mir noch was mitteilen. Ich schaute ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an und er fing an zu reden. "Also, ich hab nen sehr guten Kumpel und der hat heute auch Geburtstag. Ich dachte eigentlich, er ist nicht zu Hause, aber er feiert heute doch. Ich dachte mir, dass das dann eh passt, weil uns zwei Hübschen sonst bestimmt langweilig wird alleine und deshalb habe ich zugesagt, dass wir kommen!", erklärte mir mein bester Freund grinsend. Ich schaute ihn immer noch an, aber holte dann meine Lederjacke und zog sie mir über, da ich wusste, es hat keinen Sinn mit ihm zu diskutieren.
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