Ich erwachte mit schrecklichen Kopfschmerzen, die in meinem Kopf pochten. Das grelle Licht der Sonne, die durch das Fenster ins Zimmer schien, blendete mich, sodass ich ein paar Sekunden brauchte um zu erkennen, dass ich nicht zuhause war. Ich versuchte meine Umgebung irgendwie einzuordnen und realisierte, dass ich in Maxims Schlafzimmer war. Ich lag in seinem Bett und bemerkte, dass meine Klamotten von gestern auf dem Fußboden lagen. Schockiert guckte ich unter die Bettdecke und stellte fest, dass ich zum Glück wenigstens meine Unterwäsche noch trug. Ich hatte nur noch total vage Erinnerungen an den gestrigen Abend. Ich überlegte angestrengt und dann kamen so langsam nach und nach ein paar Bilder von gestern wieder. Wir hatten ziemlich viel getrunken und hatte echt viel Spaß mit Maxim. Maxim. Er hatte mich geküsst. Draußen auf dem Balkon hatten wir uns geküsst. Mir wurde wohlig warm ums Herz und mein ganzer Körper kribbelte wieder. Ich freute mich total, bis ich bemerkte, dass er sich wahrscheinlich eh nicht mehr daran erinnern kann, weil er so betrunken war. Vielleicht war es auch besser so. Vielleicht würde er das alles nur total bereuen, wenn er sich noch erinnern könnte, weil er mich bestimmt nicht gut fand. Nach diesem Gedanken wurde ich sofort wieder traurig. Apropos Maxim. Ich wollte mich umdrehen um zu schauen, ob er auch mit im Bett lag, doch ich stellte fest, dass ich mich kaum bewegen konnte, da Maxim seinen Arm um meinen nackten Bauch geschlungen hatte. Er lag neben mir und hatte auch nur noch Boxershorts an. Oh man, warum musste ich mich in ihn verlieben? Wenn ich ihn nicht lieben würde, wäre das jetzt alles kein Problem. Ich würde das alles locker sehen und mir nicht solche Gedanken machen, was er über gestern Abend dachte, wenn er es noch wusste. Ich erinnerte mich an unsere Küsse und bekam wieder Schmetterlinge im Bauch. Ich blieb noch ein bisschen liegen und beschloss dann zu versuchen mich langsam aus Maxims Armen zu lösen. Ich wollte nicht, dass er neben mir aufwachte, denn wenn er sich wirklich nicht mehr erinnern konnte, dann würde es ihm auch nicht auffallen. Mit viel Vorsicht schaffte ich es mich aus dem Bett zu kämpfen und zog mir leise meine Klamotten von gestern wieder an. Als ich auf dem Weg war das Zimmer zu verlassen, kam ich am Spiegel vorbei und sah, dass ich wirklich total fertig war. Und ich hatte auch noch einen Knutschfleck am Hals. Ich versuchte ihn ein bisschen mit meinen Haaren zu verdenken und hoffte keiner würde ihn bemerken. Ich öffnete ganz leise die Tür und versuchte sie auch unbemerkt wieder zu schließen. Als ich die Türklinke still wieder losließ, erschrak ich total, da mich jemand ansprach. "Na, gut geschlafen?", fragte Tarek, der am Esstisch saß und einen Kaffee trank, und grinste mich dabei wissend an, da ich aus Maxims Zimmer kam.
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