10 Jahre später

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Die Sonne schien durch die großen halbgeöffneten Fenster unseres Schlafzimmers. Weise Gardinen wehten im lauen Morgenwind. Ich blinzelte gegen die grelle Sonne. Von hinten schlang sich ein Arm um meinen Bauch. Ich malte kleine Kreise auf seine Hand. "Guten Morgen mein Schatz" flüsterte er in mein Ohr. Ich liebte so aufzuwachen. Ich drehte mich zu ihm um und sah in seine wunderschönen blauen Augen. "Guten Morgen" flüsterte ich mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich küsste ihn sanft auf die Lippen. Plötzlich wurden wir von einem kleinem Wesen angesprungen. "Guten Morgen Mami, guten Morgen Papi" quietschte sie mit ihrer kleinen Stimme. Leonie, unsere 4 Jahre alte Tochter, liebte es uns so zu wecken. Und dann kam auch noch Lu. Sie sprang aufs Bett und kuschelte sich mit Leonie zwischen uns.
"Und Schatz bist du bereit?"
"Bereit mich für immer auf dich einzulassen?"
"Gibs zu du bist doch verrückt nach mir!"
"Ja stimmt du hast mich durchschaut" ich musste lachen.
Jason schnappte sich Leonie und ging mir ihr die Treppe runter in die Küche. Er kitzelte sie die ganze Zeit und sie lachte und kreischte was das Zeug hielt. Ich sprang aus dem Bett, nahm Lu auf den Arm und ging auch runter. Jason hatte Leonie schon auf ihren Platz gesetzt und stand am Kühlschrank. Ich setzte Lu ab und schmiegte mich von hinten an Jason an.
"Was gibt es denn zum Frühstück Schatz?" fragte ich liebevoll.
"Was möchtet ihr denn meine zwei Lieblinge?"
Wie aus einem Mund riefen Leonie und ich: "Pfannkuchen!".
Jason fing herzhaft an zu lachen. Ich musste nur grinsen. Das hatte sie von ihrem Dad. Er steht auch total auf Pfannkuchen. Ich gab Jason die Zutaten aus den Schränken und beschäftigte dann Leonie während Jason das Frühstück machte. Ich setzte Kaffee auf und deckte den Tisch. Dann stellte ich Lu ihren gefüllten Napf neben Leonie's Platz. Sie wich Leonie nie von der Seite. Die beiden liebten sich abgöttisch und waren unzertrennlich. Jason stapelte einen Haufen Pfannkuchen auf einen Teller und stellte ihn in die Mitte des Tisches. Leonie langte schnell zu. Sie wusste das ihr Dad Pfannkuchen genauso mochte wie sie und sie auch genauso schnell aß. Doch heute ließ er sich Zeit. Er beobachtete mich die ganze Zeit. Ich genoss meinen Kaffee und beobachtete meine Tochter und meinen Verlobten. Heute war der Tag. Heute würde ich Jason endlich heiraten.
"Wir müssen und fertig machen. Tamie kommt gleich um mir dabei zu helfen."
Also räumten wir den Tisch ab und zogen uns ein paar lockere Sachen an. Kurz darauf klingelte es auch schon an der Haustür. Ich rannte fröhlich die Treppe runter und öffnete die Tür.
"Hey allerliebste Schwester" sagte ich grinsend. Wir umarmten uns lange.
"Komm doch rein. Ich brauche dringend deine Hilfe beim Kleid."
"Na deswegen bin ich doch hier oder?" Sie grinste. Sie umarmte Jason und Leonie die gerade die Treppe runter kamen.
"Hallo Tante Tamie, hilfst du uns etwa?" fragte Leonie. Sie klammerte sich an Tamie's Bein.
"Ja meine süße."
"So mein Schatz du gehst jetzt zu Adam und ziehst du um. Wir treffen uns dann vorm Altar."
"Aber ich will nicht gehen.." schmollte Jason.
"Du weißt doch es bringt Unglück die Braut vor der Trauung zu sehen" ich küsste Jason noch einmal leidenschaftlich und schob ihn dann zur Tür hinaus.
"Ich liebe dich Schatz"
"Ich dich auch" grummelte Jason.
Ich ging ins Schlafzimmer wo Tamie schon auf mich wartete.
"So dann wollen wir dich mal in dein Kleid bekommen"
Als Tamie mir mit dem Kleid geholfen, mein Make-up und meine Haare gemacht hatte kümmerte sie auch um Leonie. Sie hatte nun ein wunderschönes creme-farbenes Kleidchen an. Und genau dieses Kleid würde auch Tamie gleich anhaben. Sie flocht Leonie's Haare zu einem französisch Zopf. Dann zog sie sich selber um.

Jason's POV:
Sie hatte mich einfach rausgeschmissen. Aus unserem Haus. Ich fuhr mit meinem Jaguar zu meinem Kumpel und Arbeitskollegen Adam. Dieser war jetzt schon seit zwei Jahren mit Susan verheiratet. Er würde heute mein Trauzeuge sein. Als ich zehn Minuten später bei dem beiden ankam nahm ich meinen Anzug und lief durch den perfekten Garten zum Eingang ihres großen Hauses. Ich klingelte und Susan öffnete mir die Tür.
"Da ist ja endlich der Bräutigam. Lass mich raten du konntest nicht von ihr loskommen stimmts?" fragte sie lachend. Sie umarmte mich und bat mich dann herein. Dort saß Adam einfach so auf dem Sofa und sah Fern. Ich konnte es echt nicht fassen.
"Adam ist das dein Ernst? Ich bin hier voll nervös und du sitzt einfach so hier rum und guckst fern?"
Adam lachte lauthals los.
"Ey man ich hab das schon durch. Ich bin schon verheiratet, vergessen?"
"Wie könnte ich das vergessen? Ihr seid so ein tolles Paar. Und das zeigt ihr uns jedes mal wieder" schmunzelte ich. Wir gingen zusammen ins Gästezimmer und ich schlüpfte in meinen Anzug. Als ich fertig war und sich auch Susan und Adam umgezogen hatten fuhren wir los zur Kirche. Ich war wahnsinnig nervös und freute mich sehr auf meine wundervolle Braut.

Liliana's POV:
"Bist du soweit?" fragte mich Tamie. Ich sah mich ein letztes mal im Spiegel an und nickte. Dann nahm ich Leonie und Lu und ging hinaus in den Vorgarten. Wir wurden von einer weißen Kutsche empfangen die uns zur Kirche brachte. Dort parkte bereits Jason's Jaguar. Meine Aufregung wuchs ins unermessliche. Ich wollte endlich hinein gehen und Jason wiedersehen. Wir waren zwar nicht wirklich lange getrennt gewesen jedoch vermisste ich ihn trotzdem unheimlich doll. Tamie ging zuerst den langen Flur entlang. Dann lief Leonie los und streute Rosenblätter aus. Zum Schluss kam ich in die Kirche. Die Gäste, die links und rechts des Gangs saßen, drehten sich zu mir um als ich den Gang entlang schritt. Ich jedoch hatte nur noch Augen für den attraktivsten Mann dieser Erde. Jason sah einfach umwerfend aus in seinem Anzug.

Jason's POV:
Wir kamen an der Kirche an und begrüßten alle Gäste. Dann ließen wir sie auf ihren Plätzen platznehmen. Ich ging mit Adam auf meinen Platz vorne am Altar. Jetzt hieß es warten. Ich war nun so nervös, dass meine Hände zitterten.
"Ganz ruhig man es wird schon alles glatt gehen" Adam klopfte mir auf die Schulter.
Und dann fing die Musik an zu spielen. Zuerst betrat Tamie die Kirche. Sie lief zu uns nach vorne und stellte sich uns gegenüber auf. Dann kam Leonie. Meine kleine Prinzessin sah wunderschön aus. Ich strahlte sie an als sie den Gang entlang lief. Sie setzte sich vorne in die erste Reihe. Ich ging kurz zu ihr und drückte ihr einen Kuss auf den Scheitel. Dann stellte ich mich wieder auf meinen Platz. Und dann kam sie endlich. Ich drehte mich um, weil sich einfach jeder in der Kirche umgedreht hatte und mitverfolgte wie Liliana den Gang entlang schritt. Oh mein gott sie sah einfach wunderschön aus. Das Kleid stand ihr perfekt. Und ihre Augen strahlten förmlich. Sie kam auf mich zu und stellte sich neben Tamie. Sie stand weniger als einen halben Meter entfernt von mir. Ich wollte sie an mich reißen. Sie küssen.

Liliana's POV:
Als ich dort vorne stand hatte ich nur Augen für Jason. Er sah so heiß aus in seinem Anzug. Ich biss mir leicht auf die Lippe. Ich wollte Jason unbedingt küssen. Der Pfarrer redete die ganze Zeit doch ich konnte nicht richtig zuhören. Jedoch wurde ich bei "Ich erkläre sie hiermit zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut jetzt küssen." Na endlich. Jason trat an mich heran, nahm mein Gesicht in seine Hände und küsste mich leidenschaftlich. Oh mein gott ich liebe seine küsse. Seine Lippen passten perfekt auf meine. Wir lösten uns atemlos voneinander und alle klatschten. Dann gingen wir raus und jeder gratulierte uns. Nach einer dreiviertel Stunde ging es zum feiern in die Hochzeitslocation. Wir feierten in einem wunderschön begrünten Burghof.
Ich stand an der Burgmauer und guckte auf das Tal hinab. Die Natur hier ist wundervoll. Plötzlich wurde ich von zwei starken Armen umfasst. Ich schmiegte mich an Jason's harte Brust.
"Ich liebe dich Liliana. Du bist mein ein und alles. Ich möchte mein ganzes Leben mit dir verbringen"
"Ich liebe dich auch Jason. Ich bin so froh das wir jetzt endlich verheiratet sind. Unsere kleine Familie ist wundervoll!" Ich küsste ihn. Dann kam Leonie angerannt und schmiegte sich an uns. So sahen wir uns den Sonnenuntergang an.

Ende ❤

Hey meine lieben <3
Meine Geschichte ist hiermit zu Ende. Ich habe versucht es so gut wie möglich zu schreiben. Und ich hoffe euch hat die Geschichte gefallen. Für die Rechtschreibfehler möchte ich mich nochmal entschuldigen.
Ich hoffe euch gefällt auch das Ende. Und ich möchte mich für all die tollen Kommentare bedanken. Und ich bin stolz darauf wie viele Leute schon meine Geschichte gelesen haben. Das hat mich unheimlich glücklich gemacht.
Ich wünsche euch noch viel Spaß beim lesen!!!!!!!!!!!!

Liebe grüße ❤

The Badboy next doorWo Geschichten leben. Entdecke jetzt