Kap. 6: Smiling bright.

7.1K 223 5
                                        

He looked so hopefully up to me, that I just had to smile.

Even if I just tried to hide the devil inside of me.

Als Melissa am nächsten Morgen dann von Kate von einigen Wünschen ihrer Hochzeit betreffend belagert wurde, waren da nur noch wenige Dinge, die ihr durch den Kopf gingen. 1. Fragte sie sich, wie es sein konnte, dass Jason so tief durch sie durchgedrungen war, dass sie sich beinahe die ganze Nacht den Kopf über ihn zerbrochen hatte. Und zweitens, nun, war es unglaublich,  dass sie es ja beinahe immer noch tat. Dabei war sie sich klar, dass sie es nicht tun sollte. Denn drittens war ihr klar, dass sie unbedingt ihre äußere Schale aufrechterhalten musste. Oder besser gesagt, sie wieder errichten sollte. Sie hatte keine Ahnung, was an dem vorherigen Tag eigentlich in sie gefahren war, dass sie auf einmal so…weich gewesen war. So gefühlvoll. So… kotz. Nein, sie hatte sich ja beinahe selbst nicht wieder erkannt. Seit wann interessierte es sie denn, welche Art von Mensch dieser Jason wohl war? Seit wann zur Hölle interessierte sie sich überhaupt für irgendeinen Menschen? Das ging ja mal gar nicht. Allein wenn sie daran dachte, dass sie beinahe Tom den Eindruck hinterlassen hatte, dass sie…. Nein. Also nein. Das würde wirklich nicht… Nein. So funktionierte das nicht. So würde das nie funktionieren. Sie musste sich dringend wieder daran erinnern, weshalb sie überhaupt an diesen Tisch saß und zusammen mit Kate, Chris und Tom Frühstückte anstelle dass sie endlich mal die nicht endeten E – Mails beantwortete, die sich in ihrem e – Mail Fach gestaut hatten. Und dieser Grund war so was von simple, dass er sie eigentlich nicht mal annähernd überfordern sollte. Tat er scheinbar aber. Und dass musste aufhören. Und zwar so schnell wie möglich. Und egal, was dieser Jason ihr auch angetan hatte, es würde ganz einfach verschwinden. Wie fragt er euch? Nun, das war einfach. Denn es gab nichts, was Mademoiselle Diable mehr verabscheute als nicht maskuline Männer. Und wenn sie erst einmal ihre Krallen ausfahren würde und diesen Jason zu Brei verarbeiten würde… nun, ihrem Plan würde nichts mehr im Weg stehen. Absolut nichts mehr. Und dieses Ziel würde sie –dank Kate – heute vermutlich noch erreichen werden. Diese trug ihr nämlich weiterhin einige Dinge auf, die unbedingt am heutigen Tag erledigt werden müssten. Und Melissa hatte ja ganz, ganz dringend einige E – Mails zu beantworten.

„Also, ich würde wirklich gerne in diesem Saal feiern. Aber der ist wirklich schwer zu kriegen. Also ist es nicht so schlimm, wenn ihr dass nicht hinkriegt.“

Nun, für Kate wäre dies vermutlich nicht schlimm. Doch wenn Melissa in eins gut war, dann darin, Tatsachen zu verdrehen. Jason würde nämlich nur gesagt kriegen, dass es für keinen anderen Ort gab, an dem sie feiern möchte. Und Melissa würde ihm die Hölle solange unter dem Hintern heiß machen, bis er den Saal hatte. Selbst wenn sie seinen Hintern eigenhändig rösten müsste, sie würde es tun. In diesem Moment nickte sie Kate jedoch lächelnd zu und versuchte, ihre Gedanken nicht auch draußen zu kehren. Und Kates hoffnungsvoller Blick sagte ja geradezu aus, dass sie diesen Saal wirklich unbedingt wollte. Also wirklich unbedingt. Also würde sie Melissa verzeihen, dass sie den Teufel in ihr durch ihr Lächeln zu verstecken versuchte. Ja, sie wäre ihr vermutlich noch dankbar dafür. Aber wir wollen an dieser Stelle ja nicht übertreiben.

„Gut, ich werde das schon irgendwie mit Jason hinkriegen.“

„Jason?“, fragte Chris nun mir hochgezogener Augenbraue.

„Ja, er hat sich bereiterklärt, Melissa zu helfen. Ist das nicht freundlich?“, erwiderte Kate- über das gesamte Gesicht strahlend. Chris runzelte die Stirn.

„Jason hat  sich freiwillig dazu bereit erklärt, Melissa zu helfen?“

„Ist der lebensmüde?!“, stimmte Tom nun ein und zog die Stirn ebenfalls kraus.

Show me how to loveGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt