Chapter 23
Zayn's P.o.V.
Kaum übertrat ich die Schwelle von dem Palast, stellte sich mir Shiloh bereits in den Weg. Wie immer trug er schwarze Klamotten, die sich elegant um seinen Körper schmiegten und ihn nur noch gut aussehender wirken ließen, jedoch war ich völlig unbeeindruckt von meinem Bruder. Weder sein gutes Aussehen, noch sein gespielter Charm zogen mich in seinen Bann, während er bei allen versuchten einen guten Eindruck zu hinterlassen, so konnte ich hinter seine Fassade blicken.
Natürlich waren wir alle auf die eine oder andere Art böse und blutrünstig, aber Shiloh überschritt die Grenze maßlos, er kannte keine Beherrschung. Er war eine reine Tötungsmaschine. Und da er genau wusste, dass er mich mit seinem ekelhaften Charm nicht täuschen konnte, hatte er es vor Jahren bereits aufgegeben so zu tun.
Ich brauchte nur einen kleinen Blick in seine Augen werfen und schon brodelte die heiße Wut in mir. Noch immer konnte ich meine Gefühle die ich gegen ihn hegte nicht zügeln, alles in mir schrie danach ihn zu töten. Wie von selbst ballten sich meine Hände zu Fäuste und in meinen Gedanken wurde das Szenario immer stärker und lebhafter, wie ich ihm einen Silberdolch durchs Herz rammte. Zu sagen sein Tod würde mich befriedigen, war eine Untertreibung. Wenn er endlich tot wäre, würde es mir so viel ersparen.
"Vater wünscht dich zu sprechen", sagte er kühl und wollte sich schon umdrehen, um wieder zu verschwinden, wand sich dann aber noch einmal grinsend zu mir herum. "Ach ja und bevor du es vergisst - nächste Woche ist das große Festmahl, Liam ist übrigens auch eingeladen."
Ein tiefes Grollen verließ meine Kehle und automatisch fletschte ich meine Zähne, ein eindeutiges Zeichen, dass Shiloh besser seine Klappe halten sollte. Jedoch lachte er nur und lief den Gang herunter, bevor er in sein Abteil abbog, drehte er sich um und winkte mir nochmal provokant mit seinen Fingerspitzen zu.
"Du kannst deine Zähne so viel fletschen wie du willst Tiger, du wirst schon noch sehen, dein Versuch mich zu töten wird noch ein Nachspiel haben."
Mit diesen Worten verschwand Shiloh um die Ecke und ich stieß ein wütendes Fauchen aus, was ich nicht zurückhalten konnte. Das starke Verlangen ihn umzubringen wuchs mit diesem Treffen nur noch mehr und ich biss meine Zähne zusammen. Ich konnte mich unmöglich jetzt auf ihn stürzen und umbringen - so gerne ich es auch tun würde, dass würde mir nur mehr Ärger als Zufriedenheit einbringen.
Tief atmete ich ein und machte mich dann mit gezielten und schnellen Schritten auf den Weg zu meinem Vater, schließlich wollte er mich sprechen. Ich fand meinen Vater wie immer in dem großen Saal, wo er mächtig auf seinen Thron saß und mit irgendjemanden redete. Ich konnte nur blonde kurze Locken erkennen und erkannte kurz darauf, dass es sich um Ashton handelte.
Die beiden bemerkten mich und während mein Vater mich zu sich winkte, nickte Ashton mir zu. Er kam mir entgegen und ich umfasste seinen Oberarm leicht, sodass er gezwungen war neben mir stehen zu bleiben.
"Wirfst du bitte ein Auge auf Liam?" Bat ich ihn und sofort nickte er, schließlich war das seine Aufgabe, er würde sich nicht widersetzen. "Und behalte Shiloh im Auge."
Ashton verschwand mit schnellen Schritten aus dem Saal und ich lief auf meinen Vater zu, der einen nachdenklichen Blick auf seinem Gesicht trug. Ich wusste nicht recht, ob das gut oder schlecht war.
"Du warst in letzter Zeit auf keinen Veranstaltungen Zayn, dir ist bewusst, dass du deinen Anschein nach außen hin weiter vertreten musst oder? Die Menschen fragen sich bereits, ob mit dir alles gut ist, da man dich die letzte Zeit nicht gesehen hatte", sagte er und in seiner Stimme schwang eine gewisse Schärfte und Strenge mit.
"Tut mir leid Vater, aber das Training hat mich in letzter Zeit ein wenig eingenommen, natürlich werde ich dafür sorgen, dass man mich so schnell es geht wieder auf Veranstaltungen sieht", sagte ich und unterdrückte ein genervtes Stöhnen, schließlich mied ich normalerweise so gut es ging die menschliche Gesellschaft. Sie waren anstregend und absolut langweilig. Außer Liam, er war eine Ausnahme.
"Übermorgen ist eine Spendenveranstaltung, da könntest du mein Kommen vertreten, du kannst auch gerne Luke oder Liam mitnehmen, wobei mir Liam fast lieber wäre, dann gewöhnt er sich schon einmal an die vielen Menschen und das alles", lachte mein Vater und sofort schlich sich ein Grinsen auf meine Lippen. Das konnte doch nur gut werden mit Liam als Begleitung.
"Ich werde es ausrichten, die näheren Details wirst du mir zukommen lassen?"
"Natürlich, sag Liam aber bitte noch rechtzeitig bescheid, schließlich brauch er noch eine ordentliche Garderobe."
Ein einfaches Nicken kam meinerseits aus und ich drehte mich sogleich um, damit ich den Raum verlassen konnte. Kaum befand ich mich draußen, machte ich mich auf den Weg in die Trainingshalle, da mir irgendetwas sagte, dass sich Liam noch dort aufhielt und nicht in seinem Zimmer.
Auf den Weg dorthin begegnete ich auch Ashton, der mir mitteilte, dass sich Liam dort aufhielt und er zwei Wachen vor der Tür positioniert hatte, er selbst musste eine Angelegenheit im oberen Stock klären. Ich bedankte mich kurz bei ihm und lief dann in Richtung des Trainingsraums, damit ich Liam von der Veranstaltung erzählen konnte.
Kurz begrüßte ich die beiden Wachen, die sich vor der Tür gestellt hatten und schlüpfte zwischen ihnen hindurch. Selbst durch die geschlossene Türe, vernahm ich Liams schnellen Herzschlag wahr und seinen stark ausgeprägten Duft, eine Mischung aus Minze und Schweiß.
Kaum hatte ich die Tür aufgestoßen, sah ich bereits das Liam trainierte und zwar nicht wie gewöhnlich mit seinem Schwert, sondern mit einem dicken Holzstab. Schnell schwang er diesen um seinen Körper und ich lehnte mich gegen die Wand und schaute ihm dabei zu. Anscheinend hatte er bis jetzt mein Kommen nicht mal bemerkt.
"Liam", sagte ich lachend nach einer Weile, da er mich immer noch nicht wahrgenommen hatte.
Erschrocken hielt er in seiner Bewegung inne und sah mich an, seine braunen Augen funkelten und irgendwas an seinem Blick ließ mich stutzen, die Art wie er mich ansah, war neu. Sein Herzschlag ging nach wie vor schnell und ein gewisser distanzierter Blick war auf seinem Gesicht zu erkennen.
"Shiloh war hier und wollte mit mir reden", sagte er und ich schloss meine Augen um nicht gänzlich meine Kontrolle zu verlieren.
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ich hoffe es gefällt euch :)
achja und als sidepairing - muke oder lashton?:D
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Dark King - Z.M. AU
FanfictionZayn Malik. Prinz von England und gleichzeitig Erbe der Dämonen. Die Jahrtausende weitergereichte Tradition hatte auch ihn zu einem Teufelsgeschöpft geschaffen. Wunderschön, sodass jeder Mensch sofort auf die Knie fallen würde, um ihm zu dienen. S...
