Chapter 15
Zayn's P.o.V.
Ich schleppte mich mit schweren Schritten in die Trainingshalle und wäre fast umgedreht und hätte mich wieder in mein Bett geschmissen. Ich war wirklich müde. Keine Ahnung woher diese verdammte Müdigkeit kam, aber sie sollte verschwinden, wenn sich die Menschen so ebenfalls fühlten, dann taten sie mir schon fast leid.
Auf den Weg dorthin begegnete ich einen Diener, der ein Tablett auf seiner Hand balancierte, geschickt entnahm ich ihm die Flasche Cola die dort drauf stand und lächelte ihn an. Wortlos lief er weiter, aber ich konnte es mir denken was er von mir dachte, jedoch interessierte es mich nicht.
Auf den Weg in die Trainingshalle leerte ich ohne Probleme die kleine Cola Flasche und warf sie in den kleinen Mülleimer, der vor der Tür stand. Ich stieß diese auf und sah das Liam bereits da war. Er stand mit dem Rücken zu mir und ließ das Schwert schnell schwingen, als ich genauer hinsah, erkannte ich, dass er das Schwert von links nach rechts wandern ließ, aber dadurch das es so schnell war, hab ich das als erstes gar nicht gesehen.
Ich räusperte mich, um meine Ankunft anzukündigen und Liam stoppte sofort in seinen Bewegungen und drehte sich um. Ein leichter Schweißfilm hatte sich auf seinen Körper gebildet und sein Shirt klebte ein wenig an seinen Oberkörper. Eindeutig sehr trainiert, er gefiel mir immer besser und besser.
Er sagte nichts, sondern deutete schweigend nur auf den Schrank, wo sich die Schwerter befanden. Oh da war ja jemand sehr gesprächig. Sobald ich das eiserne Schwert in der Hand hielt, stellte ich mich auf meinen Platz und konnte Liam nun unter die Lupe nehmen. Anscheinend hatte er die gesamte Nacht nicht geschlafen, denn dunkle Augenringe zierten sein Gesicht. Trotzdem lag das Schwert sicher in seiner Hand und ich hatte die Vermutung das er vollste Konzentration aufwies.
"Erstens, ich weiß du bist Prinz Zayn, aber - ich mag es nicht, wenn man sich verspätet also bitte bemühe dich wenigstens ein bisschen pünktlich zu kommen", sagte er seufzend und verdrehte seine Augen, weswegen ich meine Augenbraue hochzog. Er sollte aufpassen was er tat. "Und zweitens, ich hab dir beim letzten Mal schon die Startposition gezeigt, also bitte versuch doch wenigstens das Ganze ein wenig ernst zu nehmen. Wir machen das hier nicht zum Spaß."
Oh da war jemand aber gewaltig mit dem falschen Fuß aufgestanden, falls er überhaupt geschlafen hatte. Ausnahmsweise verbiss ich mir sämtliche Kommentare und nickte bloß brav und nahm die gewünschte Position ein. Liam tat es mir nicht nach, sondern kam auf mich zu und blieb ungefähr einen Meter von mir entfernt stehen.
"Schwert hoch", sagte er und legte sein Schwert an meins. "Du bist realisieren, dass das kein Spielzeug ist, das ist eine tödliche Waffe und ja ich hab bereits gemerkt, dass du keine Angst hast damit zu kämpfen, aber dir fehlt ein ganz entscheidender Punkt; du hast keinen Respekt davor."
Schnaubend lachte ich und zuckte mit meiner Schulter.
"Wieso sollte ich vor so einem Stück Metal was ein wenig scharf ist Angst haben?" Höhnte ich und sah ihm provokant in die Augen, während sich meine Lippen zu einem Grinsen verzogen.
Blitzschnell hatte er mir mein Schwert aus der Hand geschlagen und seins lag nun an meiner Kehle. Es war so überraschend passiert, das ich es nicht mal registriert hatte. Natürlich konnte ich ihn ohne Probleme seine Waffe abnehmen, aber ich wollte nicht offensichtlich auf meine dämonischen Kräfte zu greifen.
"Wieso du Respekt davor haben sollst?!" Blaffte er, sichtlich genervt von meinem unverschämten Benehmen. "Das ist wie gesagt kein Spielzeug, mit diesem Ding kannst du Menschen töten und es kann dich töten, ein wenig Respekt hier vor solltest du haben, weil sonst wird dein Übermut dich schnell ins Verderben stürzen."
"Ich kann mich gut verteidigen, ich brauch dafür keinen Respekt vor einer Waffe", sagte ich und verdrehte meine Augen.
Liam nahm die Waffe von meiner Kehle und drehte sich um. Meine dämonische Seite brodelte unter meiner Fassade und meine Lippen verzogen sich zu einem boshaften Lächeln. Ich hob mein Schwert auf, schritt schnell auf Liam zu und drückte ihm von hinten nun mein Schwert an den Hals. Sofort machte sich ein gewisser Sieg in mir breit und mein Grinsen würde breiter.
"Auch ohne Respekt schaff ich es dich in die Mangel zu nehmen", prahlte ich. "Ich komm ganz gut-"
Bevor ich weiter sprechen konnte, spürte ich wie Liam mir seinen Ellbogen in den Magen rammte und sich befreite. Ich war so geschockt, dass ich nicht mal handeln konnte, als er mir auch noch in den Magen tritt und schließlich mein Gesicht gegen sein Knie schmetterte. Ganz am Rande nahm ich wahr, dass sein Körper vor Wut zitterte, aber ich war mit etwas ganz anderem beschäftigt.
Der Schmerz der durch meinen Körper zog verflüchtigte sich so schnell, wie er gekommen war, aber stattdessen machte sich eine unglaubliche Wut in mir breit und ich spürte wie meine Augen vollkommen schwarz wurden. Mein Blick war noch auf den Boden gerichtet und ich wischte mir das dickflüssige Blut von meinem Gesicht. Auch meine Hände zitterten und ich rang mit mir selbst, wenn ich ihn jetzt angreifen würde, würde ich alles aufs Spiel setzen. Ich spürte wie die Dämonen in mir an meinem Verstand zogen und mir förmlich entgegen schrien, ich sollte mich auf ihn stürzen und ihn vor seinen Fehler bezahlen lassen, ihn solange leiden lassen, bis er mich kriechend anflehte ihm zu vergeben und ihn zu erlösen. Ich spürte den Drang ihm weh zu tun und ich wusste, dass ich diesen nicht länger stand halten konnte.
Jedoch geschah dann was total seltsames. Ich spürte Liams Hand auf meiner Schulter und sein Atem an meinem Ohr.
"Es tut mir leid wirklich!" Sagte er leise, mit brüchiger Stimme. "Du hast mich nur so wütend gemacht - du verstehst das nicht, das tut keiner."
Bevor ich nachfragen konnte, war er bereits abgehauen. Ich stellte mich wieder aufrecht hin und erhaschte einen kurzen Blick in den Spiegel; mein Gesicht war völlig unversehrt und alle Wunden waren geheilt. Und meine braunen Augen waren wieder zum Vorschein gekommen, sobald Liams reumütige und gebrochene Stimme erklang, war meine dämonische Seite direkt von mir gewichen.
---------------
ich hoffe es gefällt euch (:
DU LIEST GERADE
Dark King - Z.M. AU
FanficZayn Malik. Prinz von England und gleichzeitig Erbe der Dämonen. Die Jahrtausende weitergereichte Tradition hatte auch ihn zu einem Teufelsgeschöpft geschaffen. Wunderschön, sodass jeder Mensch sofort auf die Knie fallen würde, um ihm zu dienen. S...
