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Chapter 16
Zayn's P.o.V.

Es dauerte einen Moment bis ich wieder zur Besinnung kam, da ich nicht ganz verstand, wieso ich mich doch unter Kontrolle hatte, vielleicht half das Training mit Luke ja wirklich. Ich schüttelte schnell den Kopf, damit ich nicht weiter von meinen erstmal unwichtigen Gedanken abgelenkt war.

Ich rappelte mich vollends auf und folgte Liam, da er ein wenig Vorsprung hatte, lief ich ausnahmsweise schneller als normale Menschen und bekam ihn an der Treppe zu fassen. Ich hörte seinen schnellen und unruhigen Herzschlag, der mir nur bestätigte, das ihn irgendwas belastete. Ich umfasste sanft seinen Arm, aber er riss sich nur los und huschte den Gang entlang.

Ich unterdrückte ein Seufzen und beschleunigte meine Schritte ein weiteres Mal und überholte ihn, sodass er gegen meine Brust lief. Er stöhnte leise und rieb sich die Stirn, bevor er sauer zu mir hoch sah. In seinen Augen spiegelte sich sehr große Wut, aber ich erkannte auch die Trauer dahinter, die er so stark versuchte zu verstecken. Es wäre so leicht herauszufinden was ihn bedrückte, aber ich wollte nun wirklich nicht so vorgehen.

"Lass mich los!" Rief er wütend und versuchte mich von sich zu stoßen, aber kurzer Hand schnappte ich mir seine beiden Handgelenke und drückte sie an mich, sodass er keine Chance hatte sich los zu reißen. "Ich mein es ernst, ich hau dir noch eine runter."

"Beruhig dich mein Tiger", sagte ich und hätte ihn fast angegrinst, aber wahrscheinlich war dass das letzte was er gerade wollte. Etwas völlig fremdes strömte durch meinen Körper. Gewissens Bisse? Doch nicht ernsthaft. Ich schüttelte den Kopf und versuchte meine Gedanken zu ordnen. "Es tut mir leid wirklich, ich hätte dich nicht provozieren dürfen. Das liegt nur ein wenig in meiner Natur und ich bin es nicht gewohnt, dass ich mich an irgendwelche Anweisungen halten muss. Und ja verdammt ich werde versuchen Respekt vor dem Schwert zu haben, auch wenn ich keine Ahnung habe, wozu das gut ist. Aber jetzt etwas anderes; Was ist los?"

Etwas funkelte in Liams Augen auf und ehe ich mich versah, hatte er sich grob von mir gerissen und stampfte an mir vorbei. Verdammt wieso waren diese Menschen immer so stur und eigen. Fast hätte ich ein weiteres Mal in kürzester Zeit meine Kontrolle verloren, jedoch unterdrückte ich ein Fauchen, was normalerweise immer zum Ausdruck brachte wie verdammt wütend und rücksichtslos ich war.

Ich schloss kurz meine Augen und spielte mit dem Gedanken, ihn einfach zu manipulieren und somit mir die ganze Arbeit zu erleichtern, aber schon wieder knabberte irgendwas an meinem Gewissen und erinnerte mich daran, dass das nicht richtig war. Egal was Liam beschäftigte, ich hatte nicht das Recht es unfreiwillig von ihm zu erfahren. Halt stop - Apropos Gewissen - Seit wann besaß ich so etwas überhaupt?!

Sichtlich verwirrt und auch ein wenig überfordert mit diesen menschlichen Gefühlen, schüttelte ich nur ein weiteres Mal meinen Kopf und lief nochmal auf Liam zu, in der Hoffnung ihn wenigstens zum Stehenbleiben zu bewegen, aber er verschwand nur geschickt in seinem Zimmer und schmiss die Tür direkt hinter sich zu, sodass ich fast dagegen lief.

Ich schloss kurz die Augen und lief direkt weiter in Richtung meines Zimmers, da es jetzt nichts bringen würde ihn weiterhin zu belästigen. Er war so geladen vor Wut, dass ich ihn nur noch mehr verärgern würde.

Sobald ich mich in meinen geliebten vier Wänden befand, ließ ich mich auf mein großes Bett fallen und schloss direkt meine Augen, während ich mir übers Gesicht fuhr. Was war das bloß für ein Tag, dabei hatten wir es noch so früh. Ich musste jedoch dringend mit Luke sprechen, damit er mir erklären konnte, warum ich plötzlich menschliche Züge aufwies, denn das war mir wirklich sehr suspekt.

Ich spielte mit dem Gedanken Luke direkt anzurufen, aber angesichts seines verletzen Stolzes, wollte ich ihn nicht so früh aus dem Bett klingeln, denn sonst würde er mir nie verzeihen. Seine Niederlage beim Sex hatte er wirklich gar nicht verkraftet, es hatte mich gewundert, dass er mir geholfen hatte in das Archiv einzubrechen und -

Das Archiv! Natürlich, ich hatte völlig vergessen, dass sich Liams Mappen noch hier befand! Ich setzte mich direkt aufrecht hin und schritt auf meinen Schreibtisch zu. Aus meiner Schatulle, die völlig unbeachtet in der Ecke stand, entnahm ich den Schlüssel für die einen Schrank, wo ich die Mappen von ihm verstaut hatte. Drei dicke Akten, die mir hoffentlich alles verrieten, was ich wissen wollte und das Geheimnis um Liam endlich lüfteten.

Ich steckte den kleinen Metallschlüssel in das dafür vorhergesehene Schloss und öffnete die Tür mit einem quietschenden Geräusch. Ich holte den Karton heraus und trug ihn in mein Bett, damit ich ihn Ruhe alles durchlesen konnte.

Im Prinzip war das auch eine miese Methode an Informationen heranzukommen, da das ganze genauso unfreiwillig ablief, wie als wenn ich ihn manipulieren würde, aber hiermit verletzte ich ihn nicht psychisch und deswegen konnte ich damit auch leben. Er musste ja nicht erfahren, dass ich ein wenig herum geschnüffelt hatte, schließlich konnte ich ihm auch nicht erklären, dass ich ins Archiv eingebrochen war und die Wachen manipuliert hatte. Das würde ihn nur unnötig verstören und verängstigen.

Ich setzte mich mit den drei Mappen auf mein Bett und breitete diese vor mir auf, ich hoffte wirklich, ich würde ein zufriedenstellendes Ergebnis bekommen. Aber drei dicke Mappen, die sich nur um Liam drehten, waren ein wenig zu viel. Entweder hatte er ein langes Strafregister, was ich nicht vermutete, oder es war einiges in seinem Leben passiert. Die Akten waren nicht zufällig bei bei den Sonderfällen untergebracht, also muss irgendwas passiert sein.

Ich fuhr mir ein letztes Mal übers Gesicht, bevor ich die erste Mappe nahm und diese aufschlug. Als erstes kam so etwas wie ein Deckblatt zum Vorschein, wo die wichtigsten Daten oder Ereignisse vermerkt waren.

'Liam Payne, geboren am 29. August 1993 in Wolverhampton...

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Dark King - Z.M. AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt