Kapitel 28
Zayn's P.o.V.
Ein leicht unsicherer Ausdruck legte sich auf Lukes Gesicht und er fuhr sich durch seine blonden Haare. Nach einigen Minuten der Stille, die mich beinahe wahnsinnig werden ließen, schüttelte er schließlich den Kopf.
„Das ist keine gute Idee", sagte er schließlich und ich fauchte wütend. „Beruhig dich verdammt nochmal."
„Ach?" Spottete ich sarkastisch und merkte wie alles in mir zum brodeln begann. Es war so leicht die Kontrolle zu verlieren, wenn man sich nicht konzentrierte. Alles was in letzter Zeit passiert ist trieb mich beinahe in den Wahnsinn und zu gerne würde ich einfach meine Augen schließen und mich dem hingeben, was ich wirklich war, aber ich konnte nicht. Die Folgen wären viel zu fatal.
„Hör auf mit deinem sarkastischen Gehabe", knurrte Luke nicht weniger wütend. „Ich versuche dir hier zu helfen okay? Was willst du bitte zu Liam sagen? ‚Oh hey, übrigens hab ich dir verschwiegen dass ich ein Dämon bin. Somit bin ich verdammt und habe zudem eigentlich keine menschlichen Gefühle – mit anderen Worten bin ich ein kaltblütiges Monster, was Menschen tötet, aber hey! Irgendwie finde ich dich echt anziehend, was nur daran liegt, dass wir höchstwahrscheinlich seelenverwandt sind. Ich wollte dir das Ganze nur mal kurz mitteilen.' Kommt bestimmt gut, er wird dir hundertprozentig zu Füßen liegen."
Und das war der Moment wo ich schwarz sah. Ohne das ich es kontrollieren konnte flimmerten meine Augen schwarz auf und umhüllten sie schließlich komplett. Ein animalisches, absolut unmenschliches Knurren entfuhr mir. Meine Sinne waren bis zum zerreißen verschärft und alles was ich wahrnehmen konnte war Luke. Am Rand verschwamm meine Sicht und sie wurde rötlich, glühend rot wurde jedoch Luke.
Mit einem eleganten Sprung hatte ich den Abstand zwischen uns beiden verringert und landete meinen ersten Hieb gegen sein Kinn. Durch die Wucht des Schlages und dem Überraschungseffekt verlor er sein Gleichgewicht und drohte auf den Boden zu fallen. Rechtzeitig bekam ich ihn noch an seinem Shirt zu fassen und schleuderte ihn durch den Gang der Bücherei. Stöhnend prallte er gegen ein Regal was drohte umzufallen, aber blitzschnell kam er wieder auf die Beine und brachte das Regal zum Stillstand.
Lukes Augen richteten sich auf mich und auch sie waren komplett in Dunkelheit gehüllt. Normalerweise wandte ich ungern Gewalt gegenüber meinen besten Freund an, aber ich konnte meine Handlungen nicht beeinflussen. Die Wut die in mir herrschte vermischte sich mit meiner dämonischen Seite und fackelte diese weiter an.
„Verdammte Scheiße Zayn jetzt beruhig dich mal. Du bist nicht sauer auf mich, du suchst nur einen Grund um deine Wut raus lassen zu können."
Ein völlig verzerrtes und fremdes Grinsen legte sich um meine Lippen. Blitzschnell griff ich nach einem Stuhl und brach ein Bein davon ab. Langsam ließ ich es in meinen Händen umher wandern und Luke stieß ein lautes Fauchen aus.
„Willst du das wirklich tun?" Als Antwort darauf warf ich das Stück Holz mit einer unmenschlichen Geschwindigkeit auf ihn und es blieb in seinem Oberschenkel stecken. „Oh du bist so was von tot Malik."
Mit einer geschmeidigen Bewegung zog er das Holz aus seinem Bein und verzog dabei nicht einmal sein Gesicht. Blut hing daran und floss auch aus seinem Oberschenkel, jedoch schloss die Wunde sich bereits. Achtlos warf er das Stück weg und rannte auf mich zu. Da meine Sinne allesamt geschärft waren und auch meine Reflexe schneller waren, konnte ich ihn rechtzeitig am Arm packen und ihn in den nächsten Gang schleudern.
Ohne Zeit zu verlieren kam er direkt wieder auf die Beine und starrte mich aus seinen schwarzen Augen an. Er trat einige Schritte zurück, bis er schließlich in der Dunkelheit stand und sein Körper verschwamm plötzlich. Oh ganz miese Aktion. Er verschmolz mit der Dunkelheit und war verschwunden. Wahrscheinlich hätte ich ihn nicht gefunden, aber da meine dämonische Seite an der Oberhand war, ging das super.
Schleichend, wie ein Raubtier, lief ich die Gänge ab und suchte in den Schatten nach etwas das nicht passte. Zwar hatten wir Dämonen die Fähigkeit mit der Dunkelheit zu verschmelzen, aber niemals ganz, es gab immer etwas was uns verriet.
Ich griff noch einmal nach einem Stuhl und brach auch dieses Mal das Bein ab. Mit dem Stück Holz bewaffnet, lief ich durch die Gänge und suchte nach Luke.
„Komm raus", sagte ich mit einer fremden Stimme, die viel zu dunkel für mich klang. „Ich werde dich sowieso finden und dann werde ich dir dein Herz heraus reißen."
Ich wollte gerade weiter schlendern, als ich einen weißen Fleck im Gang sah. Lachend trat ich zurück und warf das spitze Stück. Es landete in Lukes Bauch und sein Körper wurde flimmernd wieder sichtbar. Ein siegesgewisses Grinsen schlich sich auf meine Lippen und die dämonische Seite schwoll noch mehr an. Ich wusste dass ich im Inbegriff war meinen besten Freund zu töten, aber es machte mir nichts aus. Meine Handlungen wurden nicht mehr von mir gesteuert. Genau so etwas passierte, wenn man sich nicht kontrollieren konnte.
„Ich habe doch gesagt ich werde dich finden und jetzt werde ich dich töten." Um meine Drohung, die bald ein Versprechen sein würde, zu unterstreichen enthüllte ich ein Silberdolch, der unseresgleichen sehr gefährlich werden konnte.
„Und du solltest mittlerweile wissen, dass ich dir in den meisten Fällen einen Schritt voraus bin Zayn."
Bevor ich handeln konnte, hatte er bereits einen Gegenstand geworfen und ich war so überrascht, dass ich nicht ausweichen konnte. Brennend heiß versenkte es sich in meiner Brust und röchelt ließ ich meine Waffe fallen. Schmerzerfüllt ließ ich mich auf meine Knie fallen und versuchte den Gegenstand aus meinem Bauch zu ziehen, aber sobald ich es anfasste schien meine Hand in Flammen zu stehen. Silber.
Keuchend krallte ich mich in meine Seiten, während mein Atem immer hektischer ging. Der Schmerz schien kein Ende zu haben und fraß sich tief in meinen Körper hinein. Silber war die tödlichste Waffe die es für Dämonen gab und es waren Höllenqualen damit in Berührung zu kommen. Das Silber verbrannte einen alles und der Schmerz war unbeschreiblich.
Luke trat auf mich zu und ich blinzelte einige Male, bis meine Sicht nicht länger rötlich war und ich die Oberhand über mich wieder bekam. Meine Augen klärten sich komplett und ein tiefes Stöhnen verließ meine Lippen.
Mit einer fließenden Bewegung zog Luke das Messer heraus, natürlich war seine Hand in einem Handschuh gehüllt. Gott weiß woher er diesen hatte.
Obwohl sich das Silber nicht länger in meinem Körper befand, ebbte der Schmerz noch immer nach und es würde länger als normal dauern bis sich die Wunde schließen würde.
„Nur zur Erinnerung", sagte Luke und streckte mir seine Hand entgegen, damit er mich hochziehen konnte. Ich war ein wenig wacklig auf den Beinen und in meinem Bauch herrschte ein komisches Gefühl, aber sonst ging es. „Schmerz hält dich menschlich."
Benommen nickte ich und musste heftig schlucken, als ich daran dachte zu was ich fähig gewesen wäre. Ich hätte ihn umbringen können, ohne mit der Wimper zu zucken, weil ich mich nicht unter Kontrolle hatte.
Luke stützte mich, da ich noch immer nicht ganz fit war und ich war froh darum. Früher oder später musste ich mich bei ihm entschuldigen, aber noch nicht jetzt, das kratzte viel zu sehr an meinem Ego.
Kurz bevor wir an der Tür angekommen waren, sprang diese schon auf und ein gehetzter Ashton betrat den Raum. Sofort versteifte ich mich und bevor er die Worte aussprach, wusste ich es bereits.
„Wir haben ein Problem", stammelte er. „Liam ist weg."
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TAAAAADAAA!! das erste kapitel was noch niemand kennt hehe :D ich hoffe es gefällt euch, es wird suuuuper gut werden, ich hab n paar mega nice ideen, ich hoffe ihr freut euch so sehr wie ich mich! xx
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Dark King - Z.M. AU
Hayran KurguZayn Malik. Prinz von England und gleichzeitig Erbe der Dämonen. Die Jahrtausende weitergereichte Tradition hatte auch ihn zu einem Teufelsgeschöpft geschaffen. Wunderschön, sodass jeder Mensch sofort auf die Knie fallen würde, um ihm zu dienen. S...
