Chapter 27
Zayn's P.o.V.
"Verdammte Scheiße", fauchte ich und warf das nächste Buch auf den Boden, während hinter mir das amüsierte Lachen von Luke ertönte. "Wenn du noch einmal lachst Hemmings, schwöre ich dir, stopf ich dir dein Maul."
"Ich könnte dir ja helfen", schlug Luke vor und mit gefletschten Zähnen drehte ich mich zu ihm herum, da meine Geduld wirklich strapaziert war. "Wenn du mich auch lassen würdest, aber nein. Du willst mir ja nicht einmal erzählen, was du in dieser riesigen Bibliothek suchst, ich meine, viel Spaß jedes Buch durchzusuchen, das dauert, aber hey, du bist unsterblich, deswegen lass dir Zeit."
"Luke", sagte ich langsam und bemühte mich wirklich, dass ich nicht auf ihn springen würde und ihm seine Kehle heraus reißen würde.
Ich hatte mich letztendlich anders entschieden, ich würde vorerst alleine probieren ob ich etwas heraus fand und falls das nicht klappte, würde ich ihn um Hilfe bitten, nicht vorher. Ich wollte mir gar nicht ausmalen, welche blöden Witze und Sprüche von seiner Seite aus kommen würden.
Ich verdrehte meine Augen, drehte mich wieder um und zog das nächste Buch aus dem Regal, was über die alten Römer war, weswegen ich es direkt wieder zurückstellte und frustriert knurrte.
"Verdammte Scheiße Zayn was suchst du denn?" Fragte Luke und zog mich vom Regal weg, damit er mich ansehen konnte. "Ich hab noch andere Sachen zu tun, also bitte sag mir einfach, wobei du meine Hilfe brauchst."
Seufzend lehnte ich mich gegen das alte Regal und hoffte inständig, dass es nicht zusammenfiel, weil es schon so alt war. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, wie ich das meinen Vater erklären sollte.
"Ich hab menschliche Gefühle", murmelte ich. "Die ich nicht haben sollte, im Ernst, sowas habe ich noch nie gefühlt und dann hab ich immer so ein komisches Gefühl bei Liam, ich fühl mich zu ihm hingezogen und verdammte Scheiße, solche Gefühle haben nur Menschen und ich bin ganz und gar kein Mensch, ich bin das abgrundtiefe Gegenteil, wieso also hab ich das und wieso fühl ich sowas?!"
Eigentlich hätte ich gedacht, dass Luke in schallendes Lachen ausgebrochen wäre und mich damit aufgezogen hätte, aber er schien nur interessiert daran zu sein und sein Gesicht nahm einen nachdenklichen Ausdruck an. Ich hatte ihn nicht nur um Hilfe gebeten, weil er mein bester Freund war, sondern auch weil er mehr Zeit in dieser Bibliothek verbracht hatte als sonst jemand hier.
"Das ist interessant", sagte er und schritt schon durch die Gänge, während ich ihm folgte. "Ich hatte die ganze Zeit schon eine Vermutung, aber das bestätigt es mir fast."
"Welche Vermutung?" Fragte ich leise und wäre am liebsten wieder zurück gegangen, schließlich wusste ich nicht, ob ich es wirklich wissen wollte. "Bitte sag mir nicht, dass ich zu einem Menschen werde, dann werde ich mich selber mit einem Silberdolch erstechen."
Lukes schallendes Lachen hallte durch die Gänge, während ich nur leise grummelte, da mir wirklich gar nicht zu Lachen zumute war. Das war ein ernstes Thema und meine Bedenken waren berechtigt, schließlich wollte ich unter keinen Umständen ein Mensch werden, ich würde damit nicht einmal zurechtkommen.
"Du wirst kein Mensch", kicherte Luke und ich schloss kurz meine Augen, bevor mir ein 'fuck, danke' über die Lippen rutschte. "Aber ich weiß nicht ob dir das andere gefällt, ich such das Buch gerade."
Wir blieben endlich im hinteren Teil der Bibliothek stehen, wo ich persönlich noch nie war und auch nicht vorhatte hinzugehen. Jedoch schien Luke hiermit vertraut zu sein, denn er gleitete durch die verschiedenen Abteilen und nach kurzen Suchen, fand er letztendlich ein altes, eingestaubtes Buch. Es war schwarz eingebunden und erweckte keinesfalls meine Aufmerksamkeit, es hatte nicht einmal einen Titel.
Luke nahm das Buch in die Hand und führte mich zu einem Tisch, wo wir uns hinsetzten. Erwartungsvoll sah ich ihn an, aber er sah mich nur ausdruckslos an, weswegen ich fast seinen Kopf nahm und diesen auf den Tisch knallte, jedoch machte er endlich seinen Mund auf.
"Wie gesagt, ich weiß nicht ob dir das gefällt, was ich dir jetzt erzähle, aber bevor ich dir das Buch unter die Nase schiebe, will ich dir erzählen, worum es grob geht."
Ich nickte, damit er fortfuhr, denn langsam machte sich die Neugierde breit und ich wollte unbedingt wissen, was das war.
"Ab und zu, aber wirklich eher selten, kann es passieren, das zwei Leute eine besondere Verbindung zueinander haben, eine Bindung miteinander, es ist gleichgesehen mit Seelenverwandtschaft, was für uns kein gebräuchlicher Begriff ist, wegen den Seelen halt. Jedoch kann es gut sein, dass zwei Dämonen so eine Bindung zueinander fühlen, was heißt, dass sie füreinander bestimmt sind, das hatte man früher dafür genutzt, um die Paare zu bestimmen, aber nachdem sich irgendwann der eigenen Wille durchgesetzt hat, ist es in Vergessenheit geraten. Das jedoch ein Dämon und ein Mensch eine solche Bindung zueinander spüren, ist wirklich selten, schließlich sind Menschen keine Begleiter Unseresgleichen. Aber dadurch, dass Menschen so verletzlich und zerbrechlich sind, sind in solchen Situationen die Beschützerinstinkte und die Eifersucht besonders stark, deswegen verspürst du auch so eine Wut gegen Shiloh, nicht nur weil Liam dein Diener ist und man sich ja um einen neuen kümmern müsste. Diese Bindung kann nicht zerstört werden, selbst nach den Tod einer der beiden, spürt der andere es noch. Außerdem kann es durchaus sein, dass man den Schmerz des anderen spürt, aber erst wenn volles Vertrauen aufgebaut ist und man viel Übung hat. Die menschlichen Gefühle sind also auf diese Person bezogen, völlig normal. Das war so ungefähr die Kurzfassung, die wirklich kurz ist, aber alles grundlegende beinhaltete."
Ein Moment der Stille herrschte, in der ich versuchte, dass Gesagte zu verarbeiten, was eindeutig schwieriger war, als man glauben sollte. Mir fehlten wirklich die Worte und um das zu erreichen brauchte es einiges.
"Soll ich es Liam sagen?" Brachte ich endlich heraus und sah Luke erwartend an.
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ich hoffe es gefällt euch xx
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Dark King - Z.M. AU
FanfictionZayn Malik. Prinz von England und gleichzeitig Erbe der Dämonen. Die Jahrtausende weitergereichte Tradition hatte auch ihn zu einem Teufelsgeschöpft geschaffen. Wunderschön, sodass jeder Mensch sofort auf die Knie fallen würde, um ihm zu dienen. S...
