Kurzbeschreibung:
Yanara lebt mit ihren Eltern in Luxor.
Ihre Mutter ist Professorin und arbeitet oft als Archäologin. Ihr Vater ist eher der Hausmann und stammt im Gegensatz zu ihrer Mutter wirklich aus Ägypten.
Sie selbst ist sehr wissbegierig...
"Und was ist so wichtiges in diesem Kästchen das ein Gott es brauchen würde?" wollte Yanara wissen. Seth sah sie nur ernst an. "Das hat dich nicht zu interessieren, du als Sphinx bist uns Göttern zu Diensten verpflichtet ohne Fragen zu stellen." meinte er nur barsch. Wenn gerade er dieses, was auch immer es war, haben wollte konnte es nur etwas sehr mächtiges sein, dachte sich Yanara. Und sicherlich wäre es nicht gut es ihm zu geben. Wer wusste schon was er damit bezwecken wollte. "Ich bin überhaupt niemanden verpflichtet kapiert!" fauchte Yanara ihn an und Seth lächelte fast schon mitleidig, ganz als ob er einen kleinen Kind erklären würde das zwei mal zwei vier ergab und es das einfach nicht begriff. "Du willst doch sicher deine Eltern wieder sehen und nicht hier unten sterben." Yanara öffnete perplex den Mund um zu antworten, doch ihr viel nichts ein. Natürlich wollte sie wieder zurück Nachhause. Aber war das ein Grund dem Gott des Chaos und der Zerstörung zu helfen? "Sie kann es nicht öffnen, Seth!" mischte sich Nado ein. "Sie hat keine Ahnung von ihren Fähigkeiten. Das hab ich eingehend überprüft." "Und trotzdem hat sie das Kästchen gefunden. Das ist kein Zufall, das ist Schicksal." Behauptete er und Nado zog erneut an seinen Fesseln, allerdings erfolglos. "Unsinn!" "Das werden wir ja sehen. Also Mädchen wie lautet deine Antwort?" wannte Seth sich wieder dem Mädchen zu und ignorierte Nado. Yanara überlegte eine Weile. "In Ordnung" sagte sie nach einer kurzen Bedenkzeit. "Ich werde es versuchen, aber ich kann nichts versprechen." "Du schaffst das schon." grinste Seth und sie konnte ihre Füße aus dem Sand ziehen. Yanara klopfte sich den Rest ab und folgte ihm anschließend. Das ganze hier schien eine Art unterirdischer Palast zu sein. Er führte sie durch lange steinerne Gänge.
Nado blieb allein zurück und konnte nur zusehen wie Yanara Seth folgte. "So ein verfluchter Bockmist!" schimpfte er. Er begann noch einen Versuch aus dem Sand zu entkommen doch auch dieser scheiterte kläglich und er lies mit einem Seufzen den Kopf hängen. "Das wird so doch niemals was, aber ich muss hier raus! Seth darf diese Schatulle unter gar keinen Umständen aufbekommen!" Während Nado darüber grübelte wie er am besten aus seiner misslichen Lage befreien konnte, wurde Yanara von Seth in eine Art Trohnsaal geführt. Mit leichtem Staunen sah das Mädchen sich um, sie waren definitiv noch unter dem Wüstensand das war sicher, dennoch war es hell wie bei Tageslicht. Sie konnte an den Säulen feine Hieroglyphen erkennen, doch am meisten fesselte der Anblick eines wunderschönen Vogels. Er saß neben dem Trohn auf einer Plattform, auf dieser war ein Nest aus Myrre gebaut worden in dem der Vogel zusammen gerollt saß. Er schlief anscheinend gerade. Seth ließ sich auf dem Trohn nieder, welcher aus schwarzem perfekt poliertem Granit bestand, und sah Yanara an. "So und nun?" wollte das Mädchen von dem Gott wissen. "Nun ... " begann Seth. "Wirst du dich darum kümmern diese Schatulle zu öffnen!" sprach barsch und etwas lauter weiter, was den Vogel neben ihm aufschreckte. Dieser hob den Kopf und sah das, für ihn unbekannte Mädchen an. Langsam erhob er sich aus seinem Nest und schüttelte sich und schlug mit den Flügeln, es sah fast so aus als ob er sich streckte um die Müdigkeit aus seinen Gliedern zu verscheuchen. Yanara beobachte es mit faszinierten Augen, ihr waren fast alle Götter oder göttlichen Wesen bekannt, aber das Seth in Begleitung eines so schönen Vogels ist war ihr absolut neu. Vielleicht gehört er Nephtis dachte sie sich, als der Vogel sich plötzlich erhob und auf das Mädchen zu flog. Er landete vor ihren Füßen und sah zu ihr auf. Yanara wiederum sah zu ihm hinab. "Was ist das für ein Vogel." sprach sie vor sich hin. "Das ist ein Benu." antwortete Seth von seinem Trohn aus. "Allerdings noch ein Jungtier deswegen ist er noch so klein." sprach er dann weiter. Benu? Am Rande ihrer Erinnerungen kam ihr dieses Wort dann doch bekannt vor. Plötzlich flammte ein Bild vor ihr auf. Ein Vogel, wie dieser vor ihren Füßen nur viel größer, flog durch den Himmel hinweg zu einer goldenen Barke auf der ein Sarg lag. Am Himmel schien die goldene Sonne doch der Fluss auf dem die Barke schwamm war von einem helleren rot.
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Als das Bild wieder verschwand sah sie den Vogel noch verblüffter an. "Du bist ein Totenbegleiter." brach es aus ihr heraus und der Benu senkte leicht den Kopf wie bei einem zustimmenden Nicken. Yanara sah dann zu Seth. "Und du hältst ihn hier gefangen!" ihre Stimme klang wütend was sie selbst überraschte. Seth hingegen begann kurz herzhaft zu lachen. "Er ist auch eine Art göttlicher Berater." grinste Seth das Mädchen an, welche ihn aber weiterhin mit wütendem Blick ansah. "Aber genug jetzt von diesem Vogel! Du hast wichtigeres zutun wenn du zu deinen Eltern zurück willst meinst du nicht?" Dagegen konnte Yanara leider nichts einwenden, Seth hatte sie fest in der Hand. Sie wollte hier raus, so schnell wie möglich, aber wirklich helfen wollte sie dem Chaos Gott auch nicht. "Da brauche ich aber erst mal das Kästchen dazu." entgegnete sie ihm. Ohne ihr zu antworten wies Seth mit einer leichten Kopfbewegung hinter sie. Yanara drehte sich um und hinter ihr stand ein kleiner Schakal der sie eindringlich ansah und dann aus dem Raum lief. "Er bringt dich hin." meinte Seth gelassen. "Aber versuch nicht mal hier zu verschwinden du würdest in diesem Labyrinth wahrscheinlich eher umkommen bevor du den Ausweg findest." fügte er noch mit einem triumphirenden Unterton hinzu, bevor Yanara dem Schakal ohne Widerwort folgte.