Es dauerte einige Stunden bis sie am Meer ankamen und Yanara war etwas erschöpft. Gleichgewicht auf dem Tier zu halten war doch ziemlich anstrengend.
Kurz vor einem kleinen fischerdorf verschwand es dann wieder im Sand und Yanara blieb allein und etwas Planlos zurück. Selket hatte gesagt ein Schiff würde auf sie warten also ging zu zum Meer. Dort gab es zwar nur einen kleinen Hafen aber dennoch in etwa zwanzig Boote. Welches davon war das was die Göttin gemeint hatte?
Ihr blieb wohl nichts übrig als alle zu überprüfen.
Ohne viel Ahnung lief sie auf den stegen entlang und las sich die Namen der Schiffe durch. Ungefähr die Hälfte war nach irgendwelchen Frauen benannt und die schloss sie einfacv mal aus. Weitere waren ein Fach zu klein für eine Fahrt weit auf das offene Meer. Nachdem sie also einige ausgeschlossen hatte blieben noch fünf übrig.
Das Nielkrokodiel war ein mittelgroßes motorboot, doch weit und breit war kein Fahrer zu sehen also schloss sie das ebenfals aus.
Das Marino war ein ziemlich klappriger Fischkutter und auch das passte für sie nicht zu dem Boot was eine Göttin auswählen würde.
Blieben also nur noch 3 in etwa gleich große Segelboote. Sie waren gerade groß genug um auf dem Meer zu bestehen und Yanara las sich ihre Namen noch einmal durch.
Adventure of the See, Ägyptens Perle und die Sonnenbarke. Es hätte ihr schon beim ersten mal auf allen müssen. Ein Schiff das nach der Sonnenbarke des Ra benannt war musste das sein was die Göttin gemeint hatte.
Yanara hatte den Mythos immer faszinierend gefunden doch nun da sie wusste das götter tatsächlich exisirirten war es fast beängstigend. Die Vorstellung das Ra jeden Tag in seiner Barke über den Himmel und nachts über den Fluss der Totenwelt fuhr und dabei immer wieder von Apophis attakirt wurde hätte jeden einen Schauer über den Rücken gejagt. Und irgendwie hatte sie auch mitleid mit Ra der jeden Tag gegen dieses Urchaos in Gestalt einer Schlange antreten musste und nicht ein einziges mal verlieren durfte.
Zögernd ging sie auf das Boot zu bis sie einen jungen Mann darauf endeckte. Er war ca 20 und gerade dabei das Segel zu setzten.
Als er Yanara bemerkte drehte er sich um und mussterte sie von oben bis unten. Seine Augen waren unnatürlich grün und die pupilken so klein das sie fast schlitzartig erschienen und Yanara sofort an ein Krokodiel erinnerten. "Du bist also die kleine Sphinx"
Ja sie war hier wohl richtig.
"Ich heiße Yanara"
Der Mann streckte ihr die Hand hin und sie konnte an einigen Stellen die Andeutung von Schuppen erkennen.
Als er ihren Blick bemerkte grinste er "Endlich mal jemand dem ich nicht erzählen muss ich hätte Neurodermitis. Aber steig erstmal ein alles weitere erklär ich dir wenn wir auf dem Meer sind"
Yanara nickte auch sie wollte möglichst bald weg von Sand und Wüste also stieg sie auf das Boot.
Der Mann löste es vom Steg und der Wind trug sie hinaus auf den Ozean.
"Also ich bin Soma. Du hast schon bemerkt das ich nicht ganz wie ein Mensch aussehe."
Sie nickte und er fuhr for "Also du kennst sicher die Geschichte von Griechischen Halbgöttern Perseus und all diese"
Wieder nickte Yanara und er schmunzelte "Logischerweise gab es das aber nicht nur bei den Grichen. Und nicht nur in der Antike"
Yanara starte ihn perplex an als ihr bewusst wurde worauf er hinaus wollte. Der junge Mann mit den dunklen locken sollte tatsächlich ein halbgott sein? "Wer sind deine Eltern?"
"Meine Mutter ist ein Mensch aber mein Vater ist Sobek. Wie du dir vorstellen kannst ist ein Gott der Fruchtbarkeit nicht gerade zurückhaltend was Frauen betritt. Obwohl er gerne mal Leute mit seinem Krokodilkopf erschreckt"
Yanara musste lachen. Sie konnte es sich vorstellen. Selbst wenn er sie nicht erschrecken wollte musste er spätestens wenn eine Frau schwanger war erwähnen das er eigentlich ein Gott ist und das dann auch irgendwie beweisen. Da war es natürlich das einfachste in seiner Halbtierischen Form aufzutreten die so viele Ägyptische Götter hatten.
Die Tür die unter Deck führte öffnete sich und eine junge Frau kam heraus "Du hättest mich ruhig rufen können wenn wir los fahren" sie sah zu Yanara und lächelte "Ich bin übrigens Haria. Soma hat dich sicher schon aufgeklärt. Ich bin die Tochter von Haroeris."
Yanara lächelte "da fühl ich mich doch gleich viel sicherer"
Haria lachte auf " Danke, tatsächlich hat mir mein Vater das Segeln beigebracht"
"Das muss intressant gewesen sein"
"Ja. Immerhin kann nicht jeder behauptet mit einem Gott zu Segeln"
Yanara nickte. Sie wünschte sich ihr Vater hätte ihr auch etwas über ihre Kräfte beigebracht dann wäre sie jetzt nicht so hilflos.
Haria bemerkte ihren Blick und seuftze "dass alles wird dich noch etwas überfordern, oder?"
Yanara nickte und die halbgöttin lächelte aufmunternd "Man gewöhnt sich daran. Ich hab es auch erst mit 12 erfahren. Vorher ist es einfach zu riskant. Jedenfalls denken das die meisten Götter. Soma wusste es immer aber dafür hat er auch im Kindergarten erzählt das sein Papa ein Krokodil ist"
Er lachte "so schlimm war das nicht Kinder glauben schließlich auch an den Weihnachtsmann"
Haria schüttelte nur den Kopf und Yanara bemerkte die federohringe die bisher von ihrem langen dunklen haar verdeckt waren. Sicher waren es Falkenfedern.
"Also muss ich mich eigentlich auf weitere Halbgötter einstellen oder sind wir nur zu dritt?"
"Tatsächlich schläft unten noch Baniti"
"Er ist im übrigen der Sohn von Bastet" warf Soma ein und Yanara war ein wenig beeindruckt. Das hieß er war der einzige von den dreien der tatsächlich von einer Göttin geboren worden war.
"Und dürfen wir dieses Mysteriöse Kästchen mal sehen ?" Fragte Haria und Yanara reichte ihr den Rucksack "von mir aus könnt ihr es sogar gerne behalten. Ich hätte am liebsten nichts mit all dem zu tun"
Haria nahm das Kästchen raus und be trachtete es kurz "Hmm kein schloss. Wie geht das auf?"
"Wenn ich das wüsste wäre ich nicht hier. Ich schätze Mann muss etwas auf dem Deckel platzieren"
Haria betrachtete den Deckel nochmal "Das siht aus wie der Sternenhimmel"
"Ja das dachte ich auch schon "
"Das ist orion oder"
DU LIEST GERADE
Mystic Creaturs
FantasyKurzbeschreibung: Yanara lebt mit ihren Eltern in Luxor. Ihre Mutter ist Professorin und arbeitet oft als Archäologin. Ihr Vater ist eher der Hausmann und stammt im Gegensatz zu ihrer Mutter wirklich aus Ägypten. Sie selbst ist sehr wissbegierig...
