Familie 2.0

622 33 3
                                        

Stefans Point of view

Elena sah mich mit ihren großen braunen Augen an und erwartete das ich ihr endlich das Messer aus ihrer Hand nahm um mir die Adern aufzuschneiden. "Willst du das wirklich Elena?", fragte ich sie noch einmal, wahrscheinlich schon zum vierten Mal. Doch sie blieb ganz ruhig, als hätte sie den Frieden mit sich ausgemacht. "Stefan ich tue das nicht nur für Laura und Klaus. Wenn Klaus stirbt werde ich dich und die anderen verlieren. Ich würde es nicht ertragen ohne euch zu sein. Außerdem vielleicht können Klaus und Laura und wir alle eine Familie sein. Dir ist aufgefallen das sich Klaus nichts sehnlicher wünscht als endlich nicht mehr allein zu sein." Ich verstand was sie meinte und doch war ich skeptisch. Klaus koonnte wie ein Tier sein. Brutal und mörderisch. Aber Elenas Augen ließen mich nachgeben. Schließlich musste ich zugeben das sich Frieden zwischen uns sehr verlockend anhörte. Außerdem musste ich mir ebenfalls zugestehen mit Elena auf ewig verbunden zu sein, machte mich schwach und so nahm ich ihr das Messer aus der Hand und ritze die Adern an. Elena nahm sanft meine Hand und leckte das Blut von meinem Handgelenk. Dann nahm sie mir das Messer aus der Hand. "Wenn du möchtest musst du das nicht mitansehen. Ich würde das verstehen.", sagte sie. Es würde mir zwar ewig in Gedanken bleiben, wie Elena sich selbst erstach, doch ich wollte sie nicht allein lassen, also schüttelte ich nur mit dem Kopf. 

Lauras Point of view

Ich rannte durch die Stadt ohne Rücksicht darauf zu nehmen ob mich vielleicht jemand sehen würde. Schnell erreichte ich das Anwesen der Salvatores, mein Zuhause und riss fast die Tür aus den Angeln als ich in das Haus stürmte "Elena!", schrie ich aus vollem Halse und fand sie im Wohnzimmer. Das Blut von Stefan erfüllte den Raum. Gerade in diesem Moment rammte sich Elena das Messer in den Bauch. "Nein!", keuchte ich und fing sie auf als sie zusammenklappte. Sie lächelte mich an "Es ist ein Geschenk, zerstöre es nicht.", sagte sie noch bevor sie die Augen schloss. "Nein, nein, nein, diese Bürde ist zuviel", stotterte ich und bis in mein Handgelenk um sie am sterben zu hindern. Doch Stefan hielt mich auf. "Wieso tust du das?", fragte ich ihn gequält "Weil es ihr Wunsch war.", antwortete er schlicht, auch wenn ich merkte das es ihm nicht ganz so recht war. Ich hörte wie ihr Herz aufhörte zu schlagen und Stefan zog das Messer aus Elenas Körper. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Nie hätte ich ein solches Opfer erwartet. Lange blieb es ruhig. Damon kam mit Bonnie, Klaus und Sam ins Haus. Als Klaus Elena am Boden liegen sah, sah er mich erschrocken an. Dann öffnete sie ihre Augen. Sie rieb sich den Kopf vor Schmerzen, den nun nahm sie ihre Umgebung viel stärker war. "Ist sie...", setzte Klaus an. "Ein Vampir.", beendete Damon für ihn den Satz "Du hast deine Unsterblichkeit wieder...", antwortete ich ihm und erwartete das er mit einem gehässigen Grinsen verschwinden würde. Doch Klaus überraschte mich. Er ging vor Elena in die Knie, nahm ihr Gesicht in beide Hände und lächelte sie freundlich, fast schon liebevoll an "Danke Elena Gilbert." Elena lächelte schwach und nahm seine Hände in ihre "Familie Klaus. Auch wenn es uns allen noch etwas schwer fallen wird, möchte ich das du ein Teil unserer Familie wirst." Damon lachte laut auf "Er und Familie? Er kann doch nichts anderes töten.", schnaubte er. Ich sah ihn mahnend an "Du warst eine Zeit lang nicht besser Damon! Vielleicht findet er eines Tages auch die Frau die ihn zu einem besseren Vampir macht." Für Damon würde es besonders schwer werden Vertrauen zu Klaus zu fassen, was auch berechtigt war. Er hatte viel Leid über uns gebracht. "Ich sollte zurück zu meinen Geschwistern...", meinte Klaus. "Sie werden Antworten brauchen.", fügte er hinzu. Ich nickte "Soll ich dich begleiten?", schlug ich vor. Klaus jedoch schüttelte den Kopf "Da muss ich jetzt allein durch.", erklärte er und ging auf mich zu um mir etwas in die Hand zu drücken "Das hatte Faye gehört, ich dachte du möchtest vielleicht etwas haben, das dich an dein Familie erinnert.", sagte er und legte ein Amulett in meine Hand. Dann verschwand er aus dem Haus und ich drückte das Amullett gegen meine Brust. Damon kam um mich in den Arm zu nehmen und ich weinte mich an seiner Schulter aus. Gab es jetzt wirklich Frieden? Elena seufzte "Leute ich habe schrecklichen Hunger." Alle lachte ein wenig und Stefan ging in den Keller um ihr eine Blutkonserve zu besorgen. Als er wieder kam schüttelte sie den Kopf "Lass mich erstmal deine Kost ausprobieren.", meinte sie und grinste leicht. Damon rollte die Augen "Im Ernst? Du willst freiwillig Tierblut trinken?", er verzog angeekelt das Gesicht und ich musste lachen. 

Klaus Point of view

Auf leisen Sohlen betrat ich wieder mein Haus und ging die Treppe nach oben, wo meine Geschwister scheinbar in einer hitzigen Diskussion verwickelt waren.  "Die Sterblichkeit ist wieder aufgehoben." Mit diesen Worten trat ich in das Zimmer ein. Meine Geschwister sahen mich überrascht an "Wie das?", fragte Rebekah. "Sie hat ihre Sterblichkeit geopfert.", erklärte ich. "Sie ist tot?", hakte Rebekah nach. Ich schüttelte den Kopf "Sie ist ein Vampir.", erahnte Elijah. Und ich nickte zustimmtend. "Und was machen wir jetzt?", fragte Kol und deutete auf die zwei Leichen die mittlerweile in Särge verpackt waren. "Auf jeden Fall müssen wir den Körper von Mutter verbrennen...", begann ich. "Spinnst du? Sie ist immerhin noch unsere Mutter!", beschwerte sich Rebekah. "Und wenn sie noch einmal zurückkommt um uns zu töten?", vertrat Elijah meine Meinung. Rebekah wusste das er Recht hatte, doch es war ihre Mutter und sie konnte ihre Mutter verstehen. "Dann lasst sie uns eben verbrennen...", gab sie nach. "Und danach verschwinden wir aus dieser Stadt.", meinte Kol. Ich schüttelte den Kopf und auch Rebekah verneinte "Ich will hier bleiben.", meinte sie. "Ich werde auch hier bleiben.", meinte Klaus. Elijah schien sich noch keine Meinung zur Zukunft gebildet habe und zuckte mit der Schulter. "Bringen wir erst Mal das eine hinter uns." "Sollen wir Finn auch verbrennen?", fragte Rebekah. Klaus sah in das tote Gesicht seines ältesten Bruders. Früher hatte er unter ihm sehr gelitten. Er schluckte und nickte schwach. "Was sollen wir sonst mit ihm machen Schwesterlein?", fragte Kol und Rebekah hob vielsagend die Hände "Keine Ahnung deshalb frage ich ja!" Gemeinsam brachten wir beide Särge hinunter in den Garten. Es war bereits dunkel geworden, als wir beide Särge mit Benzin getränkt hatten. Mit Fackeln standen wir alle um die zwei Särge herum. Rebekah weinte leise. Gemeinsam ließen wir die Fackeln sinken und die Särge flammten lichterloh auf. Rebekah sah mit glasigen Augen in die Flammen, genauso wie Elijah und Kol. Ich jedoch ging als die Flammen größer wurden. Es zog mich in den Wald, den ich suchte zumindest für den Moment die Einsamkeit. Ich musste nachdenken, über alles was geschehen war.

Ewig Leben (Vampire Diaries FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt