St. Louis Kathedrale

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Wütend schmiss sie die Türe hinter sich zu und betrat sauer den Innenhof. „Kol. Wo bist du?", schrie sie. Wütend drehte sie sich einmal im Kreis. Plötzlich räusperte sich hinter ihr jemand. Langsam schloss sie die Augen und sammelte sich ehe sie sich umdrehte und in Kols verwirrtes Gesicht blickte.

„Wieso?", wollte sie wissen. „Wieso hast du sie manipuliert. Sie hätte es verstanden und auch wenn sie es nicht hätte, dann hätte sie es wenigstens akzeptiert. Und du. Du raubst ihr einfach alle Erinnerungen an mich", sagte sie und schenkte ihm einen verletzten Blick.

„Charlotte. Es... Es tut mir leid. Als du in der Küche gesessen bist und mir alles erzählt hast, hätte ich gedacht alles wäre geklärt. Und dann erzählst du plötzlich Chris von deinem Vorhaben. Ich... Ich wollte dich doch nur beschützen", stotterte er und ging langsam auf die 17- Jährige zu. Sofort hob sie abwehrend ihre Hand und wich einige Schritte zurück. Verletzt blieb er stehen. Charlotte schüttelte traurig und mit wässrigen Augen den Kopf ehe sie sich umdrehte und mit schnellen Schritten das Anwesen verließ.

Planlos lief sie durch die belebten Straßen von New Orleans. Als sie um eine Ecke bog, schlich sich plötzlich die große weiße Kirche in ihr Blickfeld. Nachdenklich blieb sie stehen. Die St. Louis Kathedrale gab ein wunderschönes Bild ab, während hinter der Kirche die Sonne unterging und ihre letzten warmen Strahlen das Gebäude beschienen. Lächelnd ging sie auf die Kirche zu, öffnete leise die Türe und verschwand in der kleinen Kathedrale. Langsam setzte sie einen Schritt vor den anderen während sie durch die Bankreihen ging.

Plötzlich hörte sie wie sich hinter ihr jemand räusperte. Überrascht fuchtelte sie herum. Hinter ihr auf der Galerie, standen Dana, Amalia und Lisa. Die drei Hexen die sie damals in der Kirche gefangen gehalten hatten. „Na hast du uns vermisst?", lachte Dana bedrohlich und Lisa und Amalia grinsten schelmisch.

Überrascht stolperte sie einige Schritte zurück. Sofort murmelte sie defendat semper. So konnten die drei Hexen ihr wenigstens nichts antun und sie müsste nicht unnötig zaubern um sich zu verteidigen. Plötzlich fühlte Charlotte einen unsagbar unerträglichen Schmerz in ihrem Kopf. Schreiend ging sie zu Boden. Wieso schütz der Zauber von vorher mich nicht, fragte sie sich in Gedanken, als sie versuchte wieder aufzustehen. Der Schmerz war verschwunden. Nun standen Amalia, Lisa und Dana vor der 17- Jährigen und musterten sie boshaft grinsend. „Falls du dich fragst warum du hier nicht zaubern kannst. Das hast du uns zu verdanken. Ich meine wir müssen schon gerecht bleiben", lachte Dana und legte den Kopf leicht schief. Das heißt ich muss nur die Kirche verlassen um mich verteidigen zu können, schlussfolgerte Charlotte in Gedanken und versucht andere Fluchtmöglichkeiten zu finden. „Was wollt ihr?“, wollte die 17- Jährige wissen. Sie musste die drei Hexen nur lange genug ablenken. Vielleicht würde sie es dann schaffen an eines der Mädchen vor ihr nah genug dran zu kommen um sie zu kanalysieren. Charlotte hatte in dem Buch ihrer Vorfahrin einen Zauberspruch gefunden, der es ermöglichte, anderen Hexen Magie „wegzunehmen" auch wenn man normalerweise eine Hexe seit der Geburt war. Als keiner der Mädchen antwortete, beschlich die 17- Jährige so eine Ahnung. Während Dana unentwegt auf ihr Handy starrte, Amalia immer wieder zu Türe sah und Lisa nervös von einem auf das andere Bein stieg wurde Charlotte den Gedanken nicht los, dass die drei Mädchen vor ihr sie nur hinhalten sollten, während sie auf jemanden warteten. Als Dana, Amalia und Lisa die 17- Jährige kurz nicht beachteten ergriff Charlotte ihre Chance. Sie rannte wie eine verrückte auf Dana zu, schnappte sich ihr Handgelenk und kanalysierte sie. Die anderen versuchten sie von Dana wegzuziehen aber Charlotte baute sofort mit der Magie der jungen Hexe ein Schutzschild um sie.

Kurze Zeit später wich sie einige Schritte zurück. Dana starrte sie ungläubig an. Sofort hob die
17- Jährige ihre Hand und die drei Mädchen kippten um. Zufrieden ließ Charlotte ihre Hand sinken und rannte auf eine der drei Türen zu. Ehe sie die Haupttüre erreichen konnte, wurde sie plötzlich nach hinten geschleudert. Fluchend stand sie auf. Die Türe vor ihr flog auf und Lucian, die Werwölfin und der Hybride traten ein. Zeitgleich sprangen die Türen rechts und links von ihr auf und der Vampir und die Hexe traten hindurch.

Fürchte dich vor der Angst 2Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt