Müde stand die 17- Jährige auf. Sie hatte das Fenster nicht geschlossen und wurde somit früh morgens von dem Straßenlärm geweckt. Da Charlotte sowieso keinen Schlaf mehr finden würde, huschte sie ins Bad und genehmigte sich eine lange und ausgiebige Dusche. Danach schlüpfte sie in ein paar Jeans, einen dunkel blauen Pulli und ihre weißen Chucks.
Während sie durch den Innenhof schlenderte fiel ihr die unangenehme Stille auf. Langsam drehte sie sich um sich selbst. Nichts. Kein Mucks. Kein Geräusch. Charlotte runzelte verwirrt die Stirn. Kopfschüttelnd machte sie sich auf den Weg in die Küche. Als sie den hell erleuchteten Raum betrat, erblickte sie sofort Hope, Kol und Freya. „Morgen", murmelte die 17- Jährige. Alle nuschelten ein unverständliches Guten Morgen zurück und Charlotte nickte unmerklich. Leicht Lächelnd ging sie auf die Kaffee Maschine zu und ließ ein bisschen von der braunen Flüssigkeit in eine Tasse tröpfeln.
Plötzlich betraten Hayley und Elijah die Küche und ließen sich ebenfalls auf einen Sessel fallen. Charlotte suchte sich langsam einen Platz und rieb sich verschlafen die Augen. Als Freya aufstand ließ sie die Zeitung liegen. Langsam griff die 17- Jährigen nach ihr und ihr Blick fiel sofort auf die Schlagzeile.
Autounfall, Überlebt?! Überrascht überflog sie den Text. Gestern kam es auf der Tower Bridge zu einem tragischen Unfall. Ethan P. ist mit dem Fahrer eines Lkws kollidiert. Der LKW-Fahrer ist tot. Ethan P. schwebt derzeit noch in Lebensgefahr wegen zahlreicher Kopfverletzungen und mehreren gebrochenen Rippen.
Fassungslos ließ die 17- Jährige die Zeitung fallen. Die Tower Bridge war ein stetiger Weg den ihr Onkel hatte zurücklegen müssen als er immer zur Arbeit musste. Laut stand Charlotte auf und rannte mit wässrigen Augen aus der Küche.
Als sie in ihrem Zimmer ankam, schmiss sie die Türe zu und schlüpfte sofort weinend unter ihre Decke. Sie sollte jetzt bei ihm sein. Ihm Kraft schenken und mit ihm das Beste hoffen. Und was tat sie. Garnichts. Sie war auf einem anderen Kontinent und konnte nicht zu ihm. Leise schniefend wendete sie der Türe den Rücken zu und blickte aus dem Fenster. Wenn sie jetzt bei Ethan wäre könnte sie ihn heilen. Er würde nicht mehr um sein Leben bangen müssen. „Aber er kann sich nicht mehr an dich erinnern...", nuschelte die 17- Jährige. Plötzlich fiel ihr wieder ein, wie oft sie schon Vampire gesehen hatte, die jemanden manipulierten. Klaus hatte ihr einmal erklärt, dass sie jemanden manipulieren konnten um etwas zu vergessen. Langsam setzte sie die 17- Jährige auf. Sie begriff nun endlich was damals in New York zwischen ihrem Onkel und ihr passiert war. „Deshalb konnte sich Ethan plötzlich nicht mehr an mich erinnern", sagte Charlotte fassungslos. Ich könnte jetzt bei ihm sein. Aber er würde sich nicht einmal mehr an mich erinnern, dachte sich die 17- Jährige stand auf und verließ wütend ihr Zimmer.
Mit Tränen in den Augen stolperte sie die Treppen in den Innenhof hinunter. Klaus hatte ihr den Rücken zugewandt. Ihr war klar, dass er sie schon gehört haben musste, als sie aus ihrem Zimmer gestürmt war. Aber das kümmerte sie herzlich wenig. Vor Klaus auf der Bank saß Elijah. Als die 17- Jährige bei den beiden ankam, drehte sich der Urhybrid um und schenkte ihr ein verschmitztes Lächeln.
„Wie kann ich dir helfen? ...", wollte er wissen doch ehe er weitersprechen konnte, verpasste sie ihm eine Ohrfeige. Überrascht drehte er seinen Kopf zurück. Charlotte wusste, dass es ihm nicht weh getan hatte, aber es war auch nur so zusagende Vorarbeit. „Du", begann sie und bohrte ihren Zeigefinger in seine Brust. „Du bist schuld, dass ich Ethan nicht helfen kann. Dass ich nicht bei ihm sein kann!". Charlotte redete sich so in Rage, dass immer mehr Tränen über die Wagen rannen. „Wieso? Ich weiß, dass du oder Isaac ihn manipuliert habt. Wir hätten es ihm erklären können und er hätte verstanden, dass ich euch helfen muss", sagte sie kraftlos und wich einige Schritte zurück. Als Klaus ansetzten wollte um es ihr zu erklären, schüttelte sie fertig den Kopf und verließ mit schnellen Schritten das Anwesen.
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Fürchte dich vor der Angst 2
Fanfiction2.Teil von Fürchte dich vor der Angst. WICHTIG: Den ersten Teil sollte man gelesen haben! Es waren zwei Monate vergangen. Charlotte lebte noch bei den Urvampiren in New Orleans. Chris und sie sahen sich fast jeden Tag. Charlotte empfand immer mehr...
