Vier Handlanger

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Fassungslos stand Charlotte vor dem Altar. Gegenüber von ihr stand Lucian und grinste sie, wie immer, boshaft an. „Was willst du?", wollte sie wissen. „Na na na. Wir wollen ja nicht gleich ungeduldig werden", lachte er und musterte die 17- Jährige vor ihm neugierig. Skeptisch zog sie eine Augenbraue nach oben. Plötzlich klingelte ein Handy. Grinsend zog Lucian das kleine Elektronische Gerät aus seiner Jackentasche, ehe er dem Vampir und der Hexe zu nickte. Augenblicklich verschwanden sie und Lucian ließ sein Handy beruhigt in seine Hosentasche fallen. Charlotte sah sich unmerklich etwas um. Egal was Lucian geplant hatte, die 17- Jährige hatte sicher keine Lust im unfreiwilliger Weise helfen zu müssen. „Du brauchst dich gar nicht nach einer Fluchtmöglichkeit umsehen. Es ist alles...", er stoppte kurz und streckte je einer der beiden Nebentüren die Handfläche entgegen. Es klackte laut und Charlotte riss erschrocken die Augen auf. „... Verschlossen", beendete er seinen theatralischen Satz.

„Ich frage ungern nochmal. Was willst du, Lucian?", wollte sie wissen und versuchte den Teil der Kraft, die sie von Dana kanalysiert hatte, zu bündeln. „Ach Charlotte. Du versuchst immer alles unter Kontrolle zu haben. Du wirst erst dann wissen was ich von dir will, wenn ich es für den richtigen Zeitpunkt halte", erwiderte er, grinste hinterhältig und ging einige Schritte auf Charlotte zu. Sofort wich sie zurück. Wenn Lucian ihr wieder ein bisschen Magie aussaugen würde, würde die 17- Jährige sich nicht wehren können und niemand könnte ihr helfen. Lachend blieb er stehen. Plötzlich wendete er sich an die Werwölfin und den Hybriden. „Noah, Harper. Ihr wisst was zu tun ist", sagte er und die beiden nickten, ehe sie mit schnellen Schritten die Kirche verließen.

„Nette kleine Handlanger hast du dir da gesucht. Hast du sie manipuliert oder warum bleiben sie freiwillig bei dir?", lachte sie mutig und schenkte ihm ein kurzes übertrieben nettes Grinsen. „Was mit auch sehr überrascht. Wie hast du es geschafft dir von jeder Fraktion einen Sklaven zu holen?", begann sie. „Ich mein ja nur. Ein Werwolf, einen Hybriden, eine Hexe und einen Vampir so zu kontrollieren, dass sie wirklich alles tun ist nicht einfach". Sie wusste das sie Lucian mit ihren Aussagen reizte. Aber sie wusste auch, dass wenn der Heretiker wütend war, er bei Auseinandersetzungen vorhersehbar wurde. Und genau das wollte sie erreichen. Boshaft grinsend musterte er die 17- Jährige. „Vielleicht würde ich auch alles so witzig finden, wenn ich nicht wissen würde, was Noah, Harper, Elois und Blake jetzt tun", antwortete er und ging noch einige Schritte auf Charlotte zu. Entweder er will mich verunsichern oder seine vier Handlanger führen gerade etwas im Schilde, dachte sich die 17- Jährige. Als ihr Blick plötzlich auf die Haupttüre fiel, erinnerte sie sich wieder als Noah und Harper die Kirche ganz entspannt verlassen hatten. Das heißt ich muss nur zur Haupttüre, dann kann ich fliehen und mich wieder mit meinen Kräften verteidigen, dachte sich Charlotte. Sofort murmelte sie Clamor Semper. Lucian ging augenblicklich zu Boden und die 17- Jährige ergriff ihre Chance. So schnell sie konnte rannte sie auf die Haupttüre zu, riss sie auf und verließ die Kirche. Während sie die Straße vor der Kirche laufend überquerte, hörte sie hinter sich plötzlich Lucian Lachen. Ohne sich umzudrehen, rannte sie weiter. Sie musste unbedingt zum Anwesen. Als sie gerade durch die Royal Street hechtete, tauchte plötzlich Lucian vor ihr auf. Geschockt blieb sie stehen. Sofort hob sie die Hand und flüsterte immer wieder Clamor Semper. Aber Lucian grinste sie nur an. „Scheiße“ , fluchte sie, drehte sich um und rannte durch die tanzenden Mengen.

Fürchte dich vor der Angst 2Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt