Warum?

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Tja, da wären wir also wieder am Anfang.

Im ersten Kapitel und mit dieser einen, winzigen Frage, mit der das Alles hier begann.

Warum?

Heute würde ich auf diese Frage wohl eine ganz andere Antwort geben, als noch vor zweihundert Tagen.

Zweihundert...das klingt so unfassbar viel, dabei ist es nicht einmal ein Jahr. Nicht einmal sieben Monate. Heute ist der dritte Oktober, damals war der siebzehnte März.

Und obwohl es kein Jahr ist, bin ich dennoch ein Jahr älter geworden.

Bin offiziell erwachsen geworden, fühle mich aber nicht so.

Und ich denke, das ist die Hauptsache; dass ich zwar älter bin, es man mir vielleicht auch anmerkt, aber ich mich trotz allem nicht älter fühle.

So bleiben die Menschen jung.

Wie ich hier so oft versucht habe darzustellen, geht es nicht darum, wie andere dich sehen, sondern wie du selbst gesehen werden willst.

Es geht nicht darum, mit wem man dich vergleichen kann oder an wen du einen erinnerst, sondern darum, dass du deine Individualität unter Beweis stellst, damit man dich erst gar nicht vergleichen kann.

Ich muss zugeben, dass diese zweihundert Tage ganz unterschiedlich waren.

Nicht an jedem von ihnen hatte ich die nötige Motivation, etwas Gutes aus dem Hut zu zaubern und daraus mache ich auch keinen Elefanten - kein Mensch sprüht so vor Tatendrang, dass ihm jeden Tag zweihundert Wörter einfallen würden.

Aber ich denke, man hat gemerkt, wann ich ein Thema für mich entdeckt hatte und wann eher nicht.

Im Grunde genommen war alles hier drin etwas, womit ich mich gerne mal auseinandersetze. Es jedoch mit anderen zu teilen und meine Gedanken für andere sinnvoll darzulegen war eine ganz neue Erfahrung, die mir nicht immer leichtgefallen ist.

Aber wenigstens habe ich es versucht und darauf kommt es an, nicht wahr?

Jedes Thema ist dir sicher schon mal in irgendeiner Weise in deinem Leben begegnet. Und während dieses Zeitraums hier habe ich viel mehr darauf geachtet, was mir im Leben passiert.

Ich habe mein Leben nicht durch meine Augen, sondern durch die eines Fremden betrachtet und das ist es, was einem dabei hilft, komplett objektiv zu bleiben.

Vielleicht klingt das ja total möchtegernhaft, aber es war ein Selbstexperiment, meiner Meinung ein gelungenes, denn es hat mir jeden Tag für ein paar Minuten geholfen, den Kopf leerzubekommen, beziehungsweise ihn noch voller zu denken, als vorher schon.

Ich weiß, es ist alles andere als perfekt, aber wenigstens passt es auf diese Art und Weise zu mir.

Und ich hoffe, das Ganze hat nicht nur mir weitergeholfen, sondern auch euch - wer immer ihr seid - nicht kaltgelassen.

Und um dieses eine Warum abschließend nochmal zu beantworten: Mit diesem Werk wollte ich erreichen, dass man sich mehr Gedanken über sein Leben machen und nichts einfach so hinnehmen sollte.

Seid dankbar, wenn ihr das Bedürfnis dazu verspürt, seid traurig, wenn euch gerade danach ist und lacht, auch wenn die anderen Leute euch böse Blicke zuwerfen könnten.

Versucht, die Welt von nun an mit neuen Augen zu sehen und wenn ihr sie entdecken wollt - worauf wartet ihr dann noch?

Sind wir nicht alle in gewisser Maßen Schöpfer unseres Selbst?

Menschen, die auf der Reise zur Entdeckung der Welt ihr eigenes Ich kennengelernt haben?

World Explorers.

~Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.~

An dieser Stelle ein Dankeschön an jeden, der durch dieses Buch auch wenigstens nur einen Gedanken an sein Leben verschwendet hat. Danke.

03.10.2017  20:45 Uhr

World ExplorersWo Geschichten leben. Entdecke jetzt