Chapter 15

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 Zayn P.O.V

Die Sonne schien und brannte auf meiner Haut. Wir mussten dringend irgendwo in den Schatten. Ich sah zu Niall rüber. Auf seiner Stirn glitzerten ebenfalls Schweißperlen. Seine blasse Haut und der Schweiß reflektieren das Licht in einer schönen Mischung. Er funkelte dadurch im Sonnenschein. Aber ich machte mir Sorgen. Keine großartige neue Nachricht, aber ich machte mir Sorgen dass er zusammenbrechen würde. Ohne Frage machte ihn das Wetter zu schaffen. Seine Atmung war flach. Und seine Augen müde halb geschlossen.

Ich blieb stehen, schaute Niall eindringlich an, bevor ich einen Kuss auf seiner Stirn platzierte. Die, wie ich bemerkte, leicht salzig schmeckte durch den Schweiß. Aber ich würde mich nicht beschweren. Ich nahm das was ich bekam und genoss es. Und somit auch das. Ich ließ meine Lippen für länger auf seiner Stirn. Ich schlang meine Hand um seinen Körper und wir blieben einfach so in der Bewegung. Niall schlang ebenfalls seine Arme um mich. Langsam nahm ich meinen Kopf zurück. Doch ehe ich reagieren konnte hatte, er seine Lippen auf meine gepresst und wir küssten uns. Ich nutzte die Gelegenheit, in dem ich ihm am Po packte und hochnahm direkt in meine Arme. Wie aus einem Reflex klammerte er sich mit seinen Beinen um meine Taille fest. Und auch Niall's Arme hatten einen festen Griff um meinen Nacken. Ohne den Kuss zu unterbrechen ging ich weiter. Aber natürlich hatte Niall längst meinen Plan durchschaut und unterbrach den Kuss schmunzelnd.

,,Nuh uh Zaynie. Lass mich runter. Wir hätten eine Abmachung. Kein Tragen für heute." Niall's Lippen verzogen sich zu einem Schmollen. Seine Augenbrauen runzelten sich und seine Augen blitzten. ,,Aber, Babe! Meinem Bein geht es gut. Das Wetter mach dir zu schaffen, das weiß ich und du hast noch deine Kopfwunde u-" ,,Zaynie, Lass mich runter. Versprochen ist versprochen!" Mir blieb nichts anderes übrig als zu seufzen und ihn Runter zu lassen. Grinsend und mehr als zufrieden nahm er meine Hand in seine. Seine Finger verschränkten sich perfekt und wie geschaffen mit meinen. ,,Sieh mal da vorne können wir uns ausruhen!" Er zog mich hinter sich her zu einem schattigen Platz.

Ich machte es uns gerade "Ausruh-Gerecht" während Niall mich so beobachtete. ,,Zaynie?" ich hummte ihn zu damit er wusste, dass ich ihn zuhörte bevor er denn weiter fuhr. ,,Wohin gehen... Ich mein mehr... Was ist jetzt der Plan? Suchen wir uns einen Ort und bleiben da? Oder suchen wir nach... Hilfe?" Niall's Stimme war tief und verwirrt. Ich stoppte in meiner Bewegung und schaute stattdessen jetzt zu ihm herüber. Auch er sah mich jetzt mit seinen tiefblauen Augen an. Und ich merkte in dem Moment wie sehr ich Niall wie wirklich liebte. Und wie weit ich gehen würde für ihn.

,,Alles was dich glücklich macht, Niall. Wenn du weiter nach Hilfe suchen willst, werden wir weitergehen. Wenn nicht bin ich damit auch einverstanden." teilte ich ihn ehrlich mit. Lange studierte Niall mein Gesicht. Also fügte ich noch hinzu. ,,Niall, diese Katastrophe ist schon Monate her und ehrlich ich glaube jetzt heißt es jeder kämpft  für sich. Wenn du aber noch daran, glaubst denn können wir es gerne probieren!" Er schien jetzt nachzudenken. Denn Niall öffnete einige Male seinen Mund bevor er ihn denn doch wieder schloss. Ich zog ihn jetzt auf meinen Schoß und hatte meine Arme um seinen Bauch geschlungen. Mein Kinn lag auf seine Schulter und ich wartete geduldig, darauf was er zu sagen hatte. ,,Ich... Ich will ein Zuhause finden!" am Ende des Satzes hörte man seinen festen Entschluss raus. ,,Gut, denn finden wir eines!" Niall lehnte sich weiter zurück und presste sich gegen meine Brust. ,,Zayn, wovor hast DU am meisten Angst?" Langsam ließ ich die Frage in mich rein sinken und überlegte. Wovor hatte ich am meisten Angst? Ich hatte vor so vielem Angst.

,,Ich hab Angst..., davor dass du dir plötzlich bewusst wird das ich nicht genug bin. Dass du zurück zu deinen Bruder willst und mich verlässt." Ich hörte wie Niall neben mir erschrocken aufkeuchte und denn sich auf meinen Schoß drehte. ,,Davor hast du Angst?" er schaute mir in die Augen, aber in dem Moment konnte ich dem Blick nicht standhalten und ich schaute beschämt weg. ,,Oh mein Gott.. Du hast davor WIRKLICH Angst! Zayn, ich weiß was ich tue...." Er ließ sich einige Minuten Zeit bevor er fort fuhr. ,,Natürlich vermiss ich Louis, er ist mein Bruder und wird es immer bleiben. Aber ich weiß, er ist gegen dich und das heißt auch er ist gegen Mich. Und wenn es heißt ihn zurück zu lassen für dich, denn tu ich das. Ich werde dich nicht verlassen. Und Louis hat jetzt Harry... und Liam. Er braucht mich nicht und hat es auch noch nie... ich glaube ich war der einzige der aneinander gebraucht hat. Aber damit bin ich fertig. Ich will ein Zuhause. Mit dir!"

Survive for Me  (Ziall)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt