Niall P.O.V
„Nein! Nein... nein... komm schon... atme..." meine Stimme zitterte. Und meine Hände schwitzten. Drücken... beatmen...drücken... beatmen. Komm schon Niall du schaffst das. Drücken....beatmen... „Komm schon, Ash... bitte.... Komm zurück!" inzwischen war ich atemlos und meine Augen verschwommen. Die Geräusche von außen nahm ich nicht war. Drücken...beatmen...drücken...beatmen... Ich konnte nicht aufgeben. Ich schaffte das. Es würde wieder gut werden. Es würde... Es musste! „Bitte... bitte..." ein schluchzen entkam meinem Mund und ich presste meine Augen zu. Ich durfte jetzt nicht panisch werden. Ich musste ruhig bleiben. „Niall...Babe..." Die Stimme kam aus der Ferne, aber ich ignorierte sie. Jetzt musste ich mich darauf konzentrieren Ashton zurück zu holen. Beatmen...drücken...beatmen...drü-. Meine Hände wurden umklammert und ich konnte sie nicht mehr bewegen. Geschockt und wütend schaute ich auf. „Was zur Höl-." Begann ich. Doch ich sah direkt in die traurigen Augen von Zayn. Er hatte aufgegeben das sah ich jetzt. Einfach so. „Nein! Ich kann noch helfen!" protestierte ich. Vergeblich versuchte ich meine Hände zu befreien. Jemand umarmte mich von hinten. „Nialler, es ist vorbei.." Loui' Stimme war nah an meinem Ohr. Sie war krächzend und rau. Ich schüttelte meinen Kopf. „NEIN!" schluchzte ich raus. „Lasst es mich noch versuchen!" flehte ich. „Niall, du versuchst es jetzt schon bestimmt über eine Stunde. Und wie auf Befehl erschlaffte ich komplett.
Louis ließ mich los und Zayn fing mich auf, wo ich denn hemmungslos in seine Schulter weinte. Das konnte es doch nicht gewesen sein. Ich hörte wie eine Tür zugeschlagen wurde. „Jess!" rief Liam's Stimme hinterher und ein zweites Türknallen erklang. Mein Herz schlug gegen meine Brust und ich hatte das Gefühl nicht atmen zu können. Wir hatten gerade jemanden verloren. Jemand war gerade in meinen Händen gestorben. „Ist okay... du hast alles versucht was du konntest. Alles was du hättest tun können hast du getan." Flüsterte Zayn mir ins Ohr während er mir über den Rücken strich und mich gegen ihn presste. „Er ist vermutlich in einen Schock..." murmelte Louis.
Ich hörte wie jemand seinen Hals räusperte. „Kö-önnt i-i-ihr ... k-kann ich... b-bitte ei- ein-einen Moment... m-mit ihm h-ha-haben?" schluchzte Luke und ich versteifte mich sofort. Luke... Luke hatte gerade ... „Aber natürlich." Murmelte Harry. Ich wurde hochgehoben. Und wie ein ertrinkender klammerte ich mich an einem Anker. Zayn. Ich spürte wie er mich hoch zu unserem Zimmer trug. Vorsichtig legte er mich ins Bett und sofort vergrub ich mich. Ich wollte einfach schlafen. Zayn legte sich neben mich und umarmte mich. Keiner von uns sprach. Ich lag still und horchte nur dem leisem Atmen von ihm zu. Schloss meine Augen und ich weinte stille Tränen.
Als ich meine Augen wieder öffnete wusste ich nicht wie viel Zeit vergangen war. Leise lauschte ich um Geräusche wahrzunehmen. Aber ich nahm nur das immer noch gleichmäßige atmen von Zayn war. Er hielt mich fest in seinen Armen. Und ich fühlte mich geborgen. Wieder schloss ich meine Augen für einen kurzen Moment bevor ich sie wieder öffnete und mich langsam aus den Armen von Zayn windete. So leise wie möglich, ging ich die Treppe hinunter. Ein Kloß hatte sich in meinem Hals gebildet. Ich hoffte inständig das alles war ein böser Traum. Doch als ich um die Ecke blickte und Luke dort sitzen sah.. mit einem bleichen Ashton in den Armen wusste ich. Dies war die grausame Realität. Ich schluchzte auf und presste meine Hand gegen den Mund um das Geräusch zu dämmen. Doch es half nichts Luke hatte mich gehört und blickte mit roten kleinen Augen auf. Seine Arme um Ashton spannten sich an. Mit kleinen Schritten machte ich meinen Weg zu ihm rüber.
„Es... ich.. Luke es tu-." Versuchte ich unter Tränen zu sagen doch jedes Wort schien in meinen Hals stecken zu bleiben. „Ich.. weiß.. das A-." Luke holte tief Luft und schloss seine Augen. Man konnte sehen er rang um seine Worte und es bereitete mir Schmerzen es zu sehen. Er holte tief Luft. „Ich weiß... das du.. das du alles für Ash.. getan hast und.. danke!" stieß Luke raus und Tränen liefen ihm übers Gesicht. Ich setzte mich ganz nah neben ihm und legte meine Kopf auf seine Schulter hab die leicht zitterte vom Weinen. Und ich schluckte ich legte meine Hand auf die kalte von Ashton und weinte ebenfalls. „Ich.. weiß nicht. Ich weiß nicht was ich machen soll ohne ihn Niall. Diese ganze Welt. Sie ist am Ende, aber Ashton. Ashton hat einem das vergessen lassen. Und jetzt..." Luke's weinen hatte zugenommen und seine ganzer Körper schüttelte.
Ich stellte mir vor wie es wäre an seiner Stelle zu sein. Wenn es Zayn wäre statt Ashton. Und es fühlte sich an wie ein Schlag in den Bauch. Als hätte man mir die Luft zum Atmen genommen. Jeden Grund um zu Leben. Und ich versuchte diese Gedanken zu verdrängen. Wir saßen gemeinsam auf den Boden und ließen einfach die Tränen fließen. Ich weiß das als ich runter ging es dunkel war. Aber jetzt, jetzt war es hell. Schritte hallten im Haus wieder und an der Tür standen Liam mit einer blassen Jess. Ihre Augen flogen flüchtig über Ashton bevor sie sich weg drehte und raus ging. Mit traurigen Augen starrte Liam uns an bevor er ihr wortlos folgte.
„Es ist gut.. das Jess ihn hat. Er wird sie auffangen." Wisperte Luke. Doch es kam mir vor, als ob er dies zu Ashton wisperte und nicht zu mir. Es dauerte auch nicht lang und ich vernahm wie Lärm von der Küche kam. Leises Getuschel was nach Harry und Louis klang. Vermutlich kochten sie etwas um sich abzulenken. Luke's Blick hatte sich inzwischen verändert. Er war abwesend und starrte regungslos in die Ecke. Seine Arme waren immer noch um Ashton. Lautes Poltern war zu hören und jemand stürmte die Treppe runter. „Niall?!" rief Zayn und lief ins Wohnzimmer. Seine Miene erhellte sich erleichtert für einen Moment doch verschwand bei meinem Anblick.... Er setzte sich neben mich und sagte kein Wort.
~Stunden später~
Inzwischen hatten wir gegessen. Aber es wurde so wenig wie möglich gesprochen. Als Jess das Schweigen brach. „Wir müssen ihn beerdigen."
Luke hatte Essen verweigert und saß wie zuvor an derselben Stelle. Doch man sah deutlich wie er sich versteifte und anspannte. Jess versuchte sich merklich zusammen zu reißen und schluckte. „Wir müssen! Er.. er muss.. es ist.. und.." versuchte sie. Als Liam seinen Arm umlegte verstummte sie und er nickte. „Machen wir, werden wir." Und so war es beschlossen. Luke's Augen blieben emotionslos und starrten in die Ferne.
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Bisschen kürzer als sonst aber ja hier ist es :)
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Survive for Me (Ziall)
FanfictionEs sollte nur ein Urlaub mit seinem Bruder werden und jetzt waren sie hier und auf sich allein gestellt... Niall und Louis wollten einfach nur Niall's Abschluss feiern. In Los Angeles... niemals hätten sie damit gerechnet das ein Erdbeben und ein Ts...
