PoV Amy
Neuer Tag, neues Glück, sagt man so, oder? Naja, vielleicht ertrinke ich heute zur Abwechslung ja mal nicht fast. Okay, ich weiß, darüber macht man keine Scherze, aber kommt, was will mir mein Schicksal damit sagen, fast ein zweites Mal in wenigen Tagen ertrunken zu sein?
Um wieder zurück auf mein neues Glück zu kommen, wenn man mit Rückenschmerzen auf der Couch aufwacht, bezweifle ich, dass der Tag so mega berauschend wird. Wenn man aber gleich beim Aufstehen schon wieder höllische Schmerzen am Bauch hat und sich dann auch noch am Küchentisch den kleinen Zeh stößt, dann meint es das Schicksal echt nicht gut mit dir!
Mit Rücken-, Bauch- und Zehschmerzen trotte ich also Sonntags, 9.00 Uhr morgens verschlafen in die Küche. Ich gehe geradewegs auf den Kühlschrank zu, gähne einmal laut und reisse dann die Kühlschranktür auf -wir hoffen einfach mal, dass die hart im Nehmen ist- was mich dort aber erwartet, lässt mich meine noch vom Schlafsand verklebten Augen groß werden lassen. Ich kneife meine Augen zu und öffne sie dann wieder, um dann wieder wie vor zwei Sekunden, auf den komplett leeren Kühlschrank zu starren.
Meine Augen werden groß, Kühlschrank leer? Essen leer? Ich bin den Tränen nah. Was ist denn verdammt nochmal mit mir los? Zwei starke Arme umschlingen mich von hinten und mit Tränen auf den Wangen drehe ich mich zu meinem großen Bruder um. Ethan reisst erschrocken die Augen auf, wie ich als ich den Kühlschrank gesehen habe, bloß dass es bei ihm mit meinem Tränen gefüllten Augen zu tun hat.
"Was ist denn passiert Babygirl?"
"Was passiert sein soll?! Siehst du es denn nicht, wir haben nichts zu Essen mehr!"
Erleichtert seufzt Ethan auf: "Ich dachte, es wäre etwas Schlimmes passiert..."
"Hallo Ethan? Lebst du in einem Paralleluniversum?! Ich glaube, du hast nicht richtig verstanden. Der Kühlschrank ist leer! Wir haben verdammt nochmal nichts mehr zu Essen! Wir werden alle sterben!"
"Übertreib mal nicht, wir können doch einkaufen"
"Ich übertreibe? Du verstehst mich doch gar nicht!" Ein kleiner Schluchzer entflieht mir.
Ich glaube, ich kriege meine Tage...
Ethan zieht mich wieder an sich und ich werde an seine starke Brust gedrückt. "Es ist alles okay Babygirl. Wir beiden Hübschen werden jetzt einkaufen gehen und du kriegst alles,was du möchtest, aber dafür weinst du nicht mehr, ja? Ich ertrage es nicht, dich so zu sehen".
Ich trockne meine Tränen und ein Strahlen erhellt mein Gesicht. Wie ein Kleinkind klatsche ich freudig in die Hände. Fuck, was ist dem Badgirl passiert?!
"Aber du meinst wohl, du darfst die Hübsche begleiten, denn ich sehe weit und breit nur eine einzige Schönheit und die bin ich!" gespielt hochnäsig schaue ich ihn an. Ich breche in Lachen aus und auch Ethan kann sich nicht mehr halten. Dann schlage ich erschrocken die Hand vor den Mund und lege meine andere Hand vor den Mund von Ethan, der mich darauf nur verwirrt anschaut.
"Ethan, psssssccccchhhhh!!!!!"
"Jaja, die Anderen..." Er verdreht die Augen.
***
"Eeeethaaaan!!! Halt! Das will ich auch" Ich halte meinem großem Bruder einen Schokoladenkuchen direkt unter die Nase. Dieser seufzt darauf und doch legt er den Kuchen neben mich in den Einkaufswagen. Jap, neben mich. Ich sitze im Wagen, Ethan schiebt mich durch die Gegend, besser bekannt als Supermarkt und ich habe das Sagen.
Nachdem wir uns fertig gemacht haben und die Jungs immer noch geschlafen haben, sind wir schnell ins Auto gestiegen und zum nächsten Supermarkt gefahren, nicht ohne dabei noch einen Zwischenstopp bei Starbucks einzulegen und mir einen Kaffee zu holen.
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My second identity
JugendliteraturHinter mir fliegt die Lagerhalle in die Luft, ein Grinsen breitet sich auf meinem Gesicht aus. Mission erfolgreich! - Amy Blake Black Angel So verschieden und doch so gleich 2 Identitäten und doch nur eine Person Amy Blake, ein Mädchen was nicht so...
