Kapitel 2

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PoV Amy
Von meinen Brüdern bekomme ich unter Anderem eine wunderschöne Kette, an der ein kleines Herzchen baumelt. Wenn man dieses dann noch umdreht erblickt man ganz klein ein paar Inschriften, nämlich die Anfangsbuchstaben meiner Brüder.
Als ich diese sehe, bin ich den Tränen nahe, selbst Aidens Buchstaben haben sie nicht vergessen. Sie wissen, wie viel er mir noch bedeutet. Ich liebe meine Familie einfach über alles. "Danke, sie ist so wunderschön!" schluchze ich, ein paar Tränen haben sich ein doch selbstständig gemacht. "Nicht weinen" Jake kommt zu mir, wischt sanft die Tränen ab und drückt mich fest an sich.

Nach dieser kurzen, aber trotzdem liebevollen Umarmung nehme ich Emmas Geschenk entgegen und packte es aus, es ist ein großer Bilderrahmen mit ganz vielen Fotos von uns und vielen süßen Sprüchen. Dazu hält sie mir noch einen Gutschein hin.
"Wow, den Bilderrahmen hänge ich über mein Bett, du hast wirklich unsere schönsten Fotos raus gesucht!" lächle ich und versinken in Gedanken, von all unseren wunderschönen gemeinsamen Momenten.
Emma lächelt mich ebenfalls an und sagt dann: "Wir haben so viele schöne Fotos zusammen, ich konnte mich kaum entscheiden, welche ich nehme...". Wo sie Recht hat, hat sie Recht.

"Stimmt, obwohl wir an verschiedenen Schulen sind, bist du die Freundin mit der ich mich am meisten Zeit verbringe und die schönsten Fotos habe" antworte ich. Eins muss man von mir wissen, meine Ach-so-tollen-Brüder schicken mich seit der vierten Klasse auf eine Mädchen-Privatschule, weil sie Angst haben, dass Jungs mich sehen, oder sogar mit mir reden könnten... Was ein Weltuntergang, wir könnten alle sterben! *Vorsicht Ironie*

Echt, deren Beschützerinstinkt nervt mega. Mein allergrößter Wunsch ist nämlich einfach nur mit Emma zusammen an eine normale Schule zu gehen. Schlagartig fangen meine Bff und meine Brüder an zu grinsen, ich schaue sie darauf verdattert an und sie übergeben mir einen süßen Teddy, der einen Umschlag in seinen Pfoten hält, mit den Worten: "Zum Schluss das Beste".

Verwundert öffne ich den Umschlag und mir fällt ein zusammengefalteter Brief in die Hände. Verblüfft fange ich an zu lesen: "Sehr geehrte Ms Blake, wir freuen uns sehr ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir sie an unserer Schule herzlich Willkommen heißen können und...", weiter lese ich gar nicht erst und schreie drauf los: "WAS??!! OMG, ich darf an eure Schule?! Ich muss nicht mehr an diese scheiß Mädchen-Schule?!".
Lachend nicken sie, wobei sie wohl ausnahmsweise nicht meine Sprachweise korrigieren. Sie mögen es nicht wirklich, wenn ich Kraftausdrücke verwende. Wenn sie bloß wüssten, wie oft ich diese und noch viel schlimmere benutze, wenn sie nicht dabei sind...

Ich falle meinem Bruder Bryan, der am nächsten steht, in die Arme, daraus entsteht dann bald eine Gruppen Umarmung. Tausend Danke später hat Emma dann keine Bock mehr und zieht mich lachend nach oben, "Genug bedankt, mach dich fertig, wir gehen jetzt shoppen!". Sie drückt mir einen Stapel Klamotten in die Hand.

Ich stehe noch leicht unter Schock. Meine Brüder haben mir meinen größten Wunsch erfüllt, obwohl sie immer dagegen waren und ich weiß ganz genau, dass Emma wohl ihre ganze Überredungskunst gebraucht hat, um sie davon zu überzeugen.
Ich gehe zu ihr und umarme sie fest, dabei flüsterte ich ihr leise "Danke" ins Ohr. Sie erwidert die Umarmung, denn sie weiß sofort, wofür ich mich bedanke.
Sie ist wie eine Schwester für mich und einer der wichtigsten Personen in meinem Leben.
Wir lösen uns von einander und sie schiebt mich sanft mit meinen Klamotten ins Bad. Ich dusche schnell, ziehe die Sachen an und man muss sagen sie kennt einfach meinen Geschmack.

Dann gehe ich wieder in mein Zimmer, wo ich Emma faul in meinem Bett rumliegend, antreffe.
Ich setze mich an meinen Schminktisch und will anfangen meine Haare zu kämmen, als Emma mir die Bürste aus der Hand reißt und sagt: "Entspann dich, ich mach jetzt deine Haare und dein Make-up und du wirst alle mit deiner Schönheit umhauen!".
20 Minuten später ist sie mit allem fertig und ich schaue das erste Mal in den Spiegel, ich staune, das hat sie echt gut hin bekommen.

Ich bedanke mich zum gefühlt tausendsten Mal an diesem Tag bevor wir gemeinsam hinunter gehen. Auf dem Sofa sitzen meine fünf Brüder und warten anscheinend auf mich.
Taylor kommt, sofort nachdem er mich gesehen hat, auf mich zu. "Prinzessin, du bist wunderhübsch, ich weiß jetzt schon, dass wir heute viel zu tun haben, die ganzen Blicke von Jungs auf dir, abzulenken. Ich schwöre, ich werde jeden verprügeln, der meiner Schwester hinterher starrt oder sogar noch ein Gespräch anfangen will oder schlimmsten Falls versucht dich anzufassen!". Ich haue Taylor leicht auf den Arm und sehe ihn warnend an, doch in diesem Fall bringt das rein gar nichts, denn meine Brüder haben die Meinung, sei müssten mich vor Allem und Jedem beschützen.

Nun kommen auch die anderen Jungs auf mich zu und nachdem sie mich mit Komplimenten überhäuft haben, geben sie Taylor Recht.
Da sie mir aber meinen größten Wunsch erfüllt haben, indem ich auf eine normale Schule darf, fange ich keinen Streit an und sage einfach nur: "So Jungs, ich will los, bei wem fahre ich mit?". Taylor zieht mich in seine Arme und sagt: "Du kannst bei mir mitfahren". Ich antworte: "Okay und Emma?".

Jakob schnappt sich Emma, hebt sie hoch und läuft mit den Worten: "Ich nehme sie mit" zu seinem Auto. Emma lacht und schreit uns zu: "Jetzt los, wir machen ein Wettrennen zum Einkaufszentrum!". Tay und ich sprinten zu seinem Porsche und beachten die Rufe und Proteste meiner restlichen Brüder gar nicht mehr. Jetzt geht's ums Gewinnen.

Tay fährt mit quietschenden Reifen los und bald holen wir Jakob und Emma ein. Sie haben absolut keine Chance gegen Tay und mich, denn wir sind das absolute DreamTeam.
Am Einkaufszentrum klatschen Tay und ich ein und bald treffen auch die anderen ein. Emma guckt mich mit verschränkten Armen an und sagt: "Nächstes Mal gewinnen wir!", ich weiß, sie ist mir nicht böse und tut nur so, also antworte ich: "Das glaubst aber auch nur du! Nie und nimmer, Tay und ich sind das absolute DreamTeam". Jetzt fängt sie wieder an zu lachen und ich stimme mit ein, obwohl ich nicht mal weiß, worüber wir lachen, doch ihr Lachen ist einfach ansteckend.

Bald haben alle einen Lachflash und nach einiger Zeit frage ich nun, noch nach Luft japsend: "Worüber lachen wir eigentlich?!", darauf lacht meine Seelenverwandte noch stärker und bringt ein: "Keine Ahnung..." raus. Wir kriegen den nächsten Lachflash und Umstehende müssen sicher denken, wir ersticken gleich, aber keine Sorge. Als wir uns wieder einigermaßen beruhigt haben, frage ich: "Wohin jetzt als erstes?", daraufhin zieht mich Emma direkt in den ersten Laden. Das wird ein langer Tag!

***

Vier Stunden später komme ich mit ungelogen sieben Tüten und einem neuen Rucksack für die Schule wieder. Zuhause machen wir erstmal Verschnaufpause, indem wir es uns auf der Couch bequem machen und einen Film anfangen zu gucken.
Nach einiger Zeit kommen auch die Jungs mit Chips, Popcorn, Schoki, anderem Süßem und Getränken.
Mitternacht bedanke ich mich bei den Jungs für den besten Geburtstag ever und ziehe Emma mit nach oben. Wir quatschen noch lange über die Schule, auf die ich gehen werde und Gott & die Welt. Irgendwann schlafen wird dann aber doch ein.

Absatz:Ich habe es endlich geschafft, ein Kapitel zu schreiben und hoch zu laden.Frohe Ostern und noch einen schönen Sonntag ♡

My second identityWo Geschichten leben. Entdecke jetzt