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Durch eine Hand, die sanft über meine Haare fährt, werde ich wach. Blinzelnd öffne ich meine Augen. Die Sonne geht langsam auf und taucht die Skyline Torontos in ein orangenes Licht. "Morning, baby", raunt mir mein Freund ins Ohr. Als ich mich umdrehe und ihm zuwende, werde ich in eine warme Umarmung gezogen und bekomme einen Kuss auf die Stirn gedrückt. "Morning, Shawn", antworte ich ihm mit einem Lächeln, das er erwidert. 

Wir verharren einige Minuten in der Umarmung und genießen die Wärme und die Nähe des Anderen. "I love you", nuschelt Shawn in meine Haare und drückt mir einen Kuss auf den Scheitel, "I really do." Beim zweiten Satz sieht er mir direkt in die Augen, was mir eine Gänsehaut beschert. Ich kann sehen, wie ehrlich er es meint.

"I love you too", antworte ich also, genauso ehrlich. "Are you cold?", fragt Shawn besorgt, als er die Gänsehaut an meinen Armen bemerkt. Bevor ich antworten kann, zieht er mich noch näher zu sich. Er strahlt unglaubliche Wärme aus und so kuschele ich meinen Kopf auf seine trainierte Brust. Es entsteht eine angenehme Stimme, während ich seinen Duft einatme. 

 Shawn fängt an leise zu summen. Ich lausche und fühle die Vibration seines Brustkorbs. Seine Hand streicht sanft über meine Haare. Irgendwie fühlt sich das surreal an. Fast schon zu perfekt. Wenn ich nicht wüsste, dass das gerade wirklich passiert, würde ich glauben, dass ich träume. Aber ich spüre den warmen Körper meines Freundes unter mir. 

Auf einmal ist seine Hand nicht mehr da, wo sie gerade eben noch war. Sofort fühlt es sich anders an. Blind, da ich immer noch mit dem Kopf voran auf Shawn liege, taste ich nach seinem Arm und seiner Hand, die ich dann wieder auf meinem Kopf plaziere. Ich kann schon fast spüren, wie er grinst. 

Ich hebe meinen Kopf, um auf seine Augenhöhe zu kommen. Wir sind uns so nah, dass sich unsere Nasenspitzen berühren und ich seinen Atem spüren kann. Synchron fangen wir beide an zu grinsen. "I'm so lucky to have you here", flüstert Shawn ganz leise, als wollte er die Stimmung zwischen uns nicht zerstören.

"Breakfast?", erkundigt er sich. Bevor ich antworten kann, grummelt mein Magen. "Definitely breakfast", lacht Shawn, der mich kurz darauf sanft von sich schiebt um aufzustehen. "Don't move, I'll be right back." Er küsst mich auf die Stirn und verschwindet in die Küche, mich mit einem Lächeln auf dem Gesicht allein lassend.

Ich lege mich auf die Stelle, auf der er gerade noch gelegen ist, was man an der Wärme noch deutlich spüren kann, und vergrabe mich unter der Decke, um möglichst viel seiner Wärme zu speichern. 

Als mir ein angenehmer Duft in die Nase steigt, luge ich dann doch aus der Deckenhöhle. Wie zur Bestätigung grummelt mein Magen ein zweites Mal. Im selben Augenblick kommt Shawn mit einem Tablett, das er auf das Bett legt, wieder ins Schlafzimmer. "Maple Leaf Sirup or Nutella? Or both?", fragt er, nachdem er sich wieder neben mich gelegt und zu sich gezogen hat. Mein Grinsen wird breiter. Shawn grinst nun ebenfalls und fängt an, die Pancakes zu beschmieren. "You know me so well", lache ich.

Ich umarme meinen Freund und kuschele mich an ihn, während ich gebannt zusehe, wie er die Pancakes jeweils abwechselnd mit Sirup und Nutella bestreicht. Besonders betrachte ich dabei seine Tattoos, die ihm mehr als nur gut stehen. Er hält mir einen der Pancakes hin und wir essen schweigend. Genießen die Ruhe, die leckeren Pancakes und die grandiose Aussicht.

"Are you still hungry, honey?", fragt Shawn, nachdem ich gefühlte Berge an Pancakes gegessen habe. "No, I'm full. Thank you." - "You don't have to thank me. I love you. And I love to see you happy." Shawn schaut mir intensiv in die Augen. Ich erwische mich, wie sich meine Wangen rot färben, und ich, den Blickkontakt nicht standhaltend, auf meine Hände sehe.

Als ich aufsehe ist das Tablett zusammen mit meinem Freund verschwunden. Ich raffe mich auf und folge ihm in die Küche. Er spült das Geschirr kurz ab und stellt es summend in die Spülmaschine. Ich lehne mich an den Türrahmen und beobachte ihn unauffällig, wie er seine Locken, die ihm immer wieder ins Gesicht fallen, wegstreicht. 

"I know you're watching", werde ich aus meinen Gedanken gerissen. Shawn stellt den letzten Löffel in die Spülmaschine, dreht sich um und kommt mit einem Lächeln auf mich zu. Er nimmt meine Hände und lehnt seine Stirn an Meine. Entspannt schließe ich die Augen, die ich aber sofort wieder aufreiße, als ich einen Finger in den Bauch gepickst bekomme. Ich bin unglaublich kitzelig und mein Freund weis das. 

Leicht panisch versuche ich den Kitzelattacken von Shawn zu entkommen und sprinte in den Flur, aber meine Kondition macht mir einen Strich durch die Rechnung. Schon nach wenigen Sekunden hat er mich eingeholt und fest an sich gezogen. Jetzt bin ich quasi wehrlos. Halb lachend, halb kreischend schlage ich mit meinen Armen um mich. Shawn hält mich aber zu sehr fest, als dass ich mich losreißen könnte. Ich schnappe nach Luft und mein Bauch fängt langsam an, weh zu tun. Meine Versuche, seine Hände festzuhalten, bleiben erfolglos.

Nach gefühlten Stunden hat mein Freund Erbarmen und lässt von mir ab. Und ich atme erstmal tief durch und versuche, mich zu beruhigen. 

Shawn lacht amüsiert, während ich mir die Lachtränen aus dem Gesicht wische. Wieder zieht er mich zu sich. Als keine weitere Kitzelattacke folgt, atme ich tief durch und schließe entspannt die Augen. Shawn stützt seinen Kopf auf Meinen und ich lausche seinem regelmäßigen Herzschlag. 

"Please don't go, Y/N", murmelt Shawn ganz leise, aber dennoch so laut, dass ich es verstehe. "I won't", antworte ich ehrlich, "Never." 

"I love you so much, I can't tell. You're my everything, Y/N." Shawn drückt mir einen Kuss auf den Scheitel und zieht mich noch näher an sich. "I love you too", nuschele ich in seine Brust.

Man war ich wieder unproduktiv die letzte Zeit...

Shawn Mendes ImaginesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt