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Dieser Moment, wenn man versucht, einzelne Teile aus den vergangenen Kapiteln fett oder kursiv zu machen, und Wattpad, wie schon damals, einfach keinen Bock hat...

"How was your day, darling?", mein Freund drückt mir kurz einen Kuss auf die Stirn und zieht mich dann in eine weiche Umarmung. Ich atme den Duft seines Parfums ein. "Well, the only thing I did besides looking at the clock and waiting for the evening was...nothing. I was just waiting for the evening and to be with you", erzähle ich ihm von meinem nicht sehr ereignisreichen Tag. Nach einer kurzen Pause, in der wir uns einfach nur in die Augen sehen, frage ich: "And what about you day, Shawn?" Er grinst. "The same like yours. I just wanted to be by your side."

"And it worth the waiting", fährt er fort,"You look beautiful, (Y/N)." Ich spüre, wie sich meine Wangen rot verfärben und sehe an mir herunter. "I'm just an ordinary girl in an ordinary dress." - "Stop saying that. You're everything but ordinary. You're perfect. And if there is anyone telling you differently they're talking shit." Er ist mit seinem Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem entfernt und ich kann in seinen Augen sehen, dass er es mehr als nur ernst meint.

Und zum gefühlt tausendsten Mal frage ich mich, wie ich so einen perfekten Jungen verdient habe. Er unterbricht meine Gedanken indem er seine Lippen auf meine legt. Sofort steigt Wärme durch meinen ganzen Körper und die Schmetterlinge in meinem Bauch erwachen. Ich bin jedes Mal von diesem Gefühl überwältigt und auch davon, wie sanft er immer mit mir umgeht. Ich genieße seine Nähe und das Kribbeln, das er jedes Mal damit auslöst. Viel zu schnell löst er sich von mir, nimmt aber dafür meine Hand und führt mich in Richtung seines Jeeps. 

Er öffnet mir die Beifahrertür und ich steige mit einem Lächeln auf dem Gesicht ein. Shawn nimmt auf dem Fahrersitz Platz und startet den Motor. "Where are we going?", frage ich ihn. Ich habe eine minimale Hoffnung, dass er mir den Ort unseres Dates verrät. "You'll see", sagt er grinsend. Meine Erfahrungen der letzten Wochen haben gezeigt, dass nachfragen zwecklos ist. Also schließe ich die Augen, lausche der Musik aus dem Radio, zu der mein Freund leise mitsingt, und genieße die Vorfreude.

Ich öffne meine Augen wieder, als ich merke, dass er Wagen hält. Bevor ich auf die Idee kommen könnte, die Tür selbst zu öffnen, wird dies schon von Shawn übernommen. Ich dachte bis vor wenigen Wochen noch, dass ich nie so einen Gentleman meinen Freund nennen dürfte. Wieder nimmt er meine Hand, die durch Seine plötzlich ganz warm wird. Ich erwidere das Lächeln, das er mir zuwirft.

Wir laufen schweigend einige Meter zu Fuß und genießen die angenehme Stille und das knirschen des Kieses unter unseren Schuhen. Als wir um die Ecke biegen fällt mir wortwörtlich fast die Kinnlade auf den Boden. Vor mir erhebt sich eines dieser riesigen Nobelrestaurants. Eines, dessen Essen ich mir nie im Leben leisten könnte. Ich betrete mit Shawn die luxuriöse Eingangshalle und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. "I made a reservation", teilt mein Freund dem elegant gekleideten Ober mit, der uns entgegenkommt. "Welcome, Mr. Mendes. Follow me. I'll show you your seats", erklärt uns dieser. 

Als wir den riesigen Speisesaal betreten spüre ich sofort missbilligende Blicke auf mir. Denn als ich mich umsehe, wird mir auf einmal klar, wie underdressed ich hier stehe. Es fühlt sich so an, als würde jeder der edel gekleideten Gäste zu uns, beziehungsweise eher zu mir, sehen. Ich fühle mich einfach nur unwohl unter den misstrauischen und überheblichen Blicken. Langsam steigt die Panik in mir auf und meine Hände fangen an zu schwitzen.

"Hey, honey, what's the matter?", fragt mich Shawn leise und beruhigend. Mir fällt auf, dass ich auch noch stehen geblieben bin. Die Blicke der anwesenden Leute bohren sich wie Messer in meine Brust und meine Atmung wird schneller. Als ich nicht antworte, streicht mir mein Freund sanft und beruhigend über die Wange. Es hilft aber nicht viel. Die Blicke werden mir einfach zu viel. Ich habe mich noch nie so wertlos gefühlt. Beschämt schaue ich auf den Teppichboden. 

"Miss, are you okay?", versucht es nun auch der Ober. Aber alles bricht über mir zusammen, die Tränen sammeln sich in meinen Augen und ich kann einen Schluchzer nicht zurückhalten. Im nächsten Moment fahre ich mich in Gedanken an, dass ich doch nicht so eine Heulsuse sein sollte. Und, dass ich einfach viel zu emotional bin. 

Das nächste, was ich spüre, ist, dass Shawn mich sanft aber bestimmt in ein Nebenzimmer zieht. Die Tür schließt sich und die Messerstiche in meiner Brust hören augenblicklich auf. Mein Gesicht wird angehoben und ich schaue in Shawn's besorgte Augen. "I'm sorry, baby. I shouldn't have brought you here." Er wischt mit seiner Hand die Tränen von meinem Gesicht.

Ich setze mich an den einzigen Tisch in diesem Zimmer und sehe mich um, um mich abzulenken. Alles ist von kleinen Kerzen dekoriert. Ich bin fasziniert von der schönen Einrichtung. Aber dann wird mir plötzlich klar: Ich habe alles ruiniert. Ich habe unser romantisches Date im Kerzenschein ruiniert. Ich bin eine Heulsuse und einfach nur viel zu emotional.

Ich bin weniger traurig sondern eher sauer. Auf mich selbst. Ich blicke zu meinem Freund. "Don't say sorry. I have to say sorry. I ruined everything. I'm sorry, Shawn." Ich traue mich nicht aufzusehen.

"You didn't ruin anything, (Y/N). Look at me. This was my fault, okay? I should've known that this would be too much." Er streicht mir sanft über meinen Arm und ich beruhige mich langsam. Ich atme ein paar Mal tief durch. "Did you notice how they looked at me?", frage ich ihn nach einer kurzen, nicht sehr angenehmen Stille,"I just felt so worthless. It hurt so much. It felt like knife stabs." 

"Honey, you aren't worthless. You're unaffordable. If I have to, I'll tell you every time I see you. You're beautiful. Don't let them bring you down. It seems like their lifes aren't exciting enough. They need to bring others down. They're always searching for a new victim. You aren't underdressed. They're envious because they have to wear expensive designer clothes to look beautiful. You don't need that. You look gorgeous in everything. Remember that, darling."

Mir steigen erneut Tränen in die Augen. Aber nicht wegen vorhin, sondern weil mich seine Rede einfach nur umhaut. Freudentränen. "Thank you. For everything", bringe ich gerade so hervor. 

"We don't have to stay here, if you don't like. We could go somewhere else", macht mir mein Freund einen Vorschlag. "No", verneine ich,"You just told me not to let others bring be down. We'll stay." Shawn ist nur noch ein paar Zentimeter von meinem Gesicht entfernt und streicht mir über die Wange. "I love you, so much." - "I love you too", antworte ich ihm. Wir sehen uns noch einen kurzen Moment in die Augen, bevor Shawn den letzten Abstand zwischen unseren Gesichtern überbrückt um mich zu küssen...

Eigentlich habe ich jetzt Ferien. Genaugenommen schon seit vier Wochen. Und eigentlich hätte ich genügend Zeit zum Updaten. Aber ich bin zu beschäftigt... mit Nichtstun. Sorry. 

Shawn Mendes ImaginesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt