[Follow your heart. It knows the way.]
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„Wer bist du, Wölfin?" der Alpha vor mir sah mich neugierig an, während mir fast die Spucke wegblieb.
Was zur Hölle? Hatte unser Mate uns gerade ernsthaft nicht erkannt?
„Ich... Ich muss gehen, Alpha." flüsterte ich vor mich hin. Sofort drehte ich mich um und rannte davon, während ich die Blicke meines Mates in meinem Rücken spüren konnte.
Er hatte uns nicht erkannt.
Die Frage war, ob das gut oder schlecht war.
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Seit Tagen nun betete ich, dass ich Cayden wiedersehen würde. Ich und July vermissten ihn so sehr, dass ich nun seit ein paar Tagen nicht mehr in der Uni gewesen war. Alles was ich tat war in meinem Bett liegen und die Wand anstarren.
Was war, wenn er doch herausgefunden hatte, dass ich die weiß-blau gemusterte Wölfin gewesen war?
Ich warf die Bettdecke von mir und stand auf, nur um mich vor das Fenster zu setzen. Wie eine dieser älteren Leute setze ich mich nun also davor und schaute auf die Straße.
Es schneite schon den ganzen Tag und ich hatte das Gefühl, dass einfach alles in meinem Leben grau war. Schon immer gewesen ist.
Ich war allein, und nur aus diesem Grund erlaubte ich es mir eine Träne meine Wange herunterlaufen zu lassen.
Ich konnte einfach nicht mehr.
Ich war eine verstoßene Wölfin ohne Rudel. Meine Rasse an Wolf dürfte nicht existieren, ich hatte keine Familie und mein Mate... Ja, was war eigentlich mit ihm? Entweder er hatte es herausgefunden, oder ihm war eine ah bewusst geworden, dass ich... ich einfach nicht gut genug für ihn war.
Ob in seinen Augen Mensch oder verkorkster Werwolf- Ich war nichts wert. In keiner Hinsicht.
Plötzlich klingelte es an der Tür, was mich zusammenzucken lies. Schnell wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht und sprintete zu meiner Wohnungstür, welche ich vielleicht ein wenig zu enthusiastisch aufriss.
„Heilige Scheiße!" rutschte es mir raus, als ich sah, wer da vor meiner Tür stand. Denn es war kein Anderer als Cayden. Er stand da perfekt gestylt vor meiner Wohnungstür während ich in meinem alten Einhornschlafanzug neben ihm aussah, wie ein Obdachloser neben einem Fernsehstar- Also vollkommen hilflos und fehl am Platz.
Cayden grinste mich nur an und lachte leise, bis er mich geschockt ansah. „Ist alles okay, Bella?" er schob mich leicht rückwärts und schloss die Wohnungstür hinter sich. „Ja! Klar doch, mir geht's super. Aber sag mal, wie hast du herausgefunden wo ich wohne?" antworte ich.
„Lüg mich nicht an, und versuch' ja nicht deine Gefühle zu überspielen." knurrte er leise und strich mir über die Wange, woraufhin sich ein warmes Kribbeln an der Stelle, an welcher er mich berührt hatte auslöste. „Okay na gut. Eventuell, aber nur ganz eventuell hab' ich dich vielleicht, aber auch nur vielleicht vermisst..." ich wurde am Ende meines Satzes immer leiser und schaute beschämt auf den Boden. Auf einmal fing mein ganzer Körper an zu kribbeln und mir wurde warm. Meine Mate, Cayden umarmte mich.
„Oh wie sehr ich ihn doch liebe..."
„Mal ganz langsam, July."
Aber sie hatte ja irgendwie schon recht. Selbst wenn ich Cayden nur ein bisschen bis gar nicht kannte, liebte ich ihn jetzt schon. Verfluchte Matebindung.
Ich umarmte augenblicklich zurück und genoss das Gefühl der Wärme, das Cayden ausstrahlte.
„Ich liebe dich jetzt schon, mein Herzblatt." hörte ich ihn in einer Lautstärke murmeln, die nur Werwölfe verstehen konnten. Dieser Satz lies meinen Körper noch mehr kribbeln als er es vorher schon tat, und zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen.
Anscheinend war nicht nur ich von der Mateverbindung betroffen.
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Unnnndddddd was sagt ihr zu diesem Kapitel?
Habt ihr Vorstellungen, wie es weitergehen könnte?
~Nelly
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𝙼𝙰𝚃𝙴- 𝙱𝙻𝚄𝙴 𝙴𝚈𝙴𝚂
WerewolfIhre blauen Augen strahlten ihn regelrecht an. Sie waren so besonders. So wunderschön, und doch irgendwie gefährlich. In ihrem Blick lag Verwirrtheit. Würde sie ihn überhaupt akzeptieren? Bella war nun endlich dort angekommen, wo sie immer hinwollt...
