Denn alle Wunden, die nicht bluten, sind die tiefen.
~Kontra K
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Still bewegten sich meine nackten Füße über den kalten Waldboden, während ich nachdenklich zum Nachthimmel aufblickte.
Eine ganze Woche war es nun schon her, seit das fremde Rudel uns wegen ihrer Tochter angegriffen hatte. Eine Woche war es her, seit ein Teil unseres Rudels unter der Erde lag. Gewiss waren wir trotz dessen noch eines der größten Rudel- Das hatte sich nicht verändert, aber der Schmerz um die einzelnen Wölfe schlug stark im Rudel ein.
Erschöpft und müde seufzte ich und setzte mich an einen Baum. Mein weißes Nachthemd wurde sacht vom Wind angehaucht, und jeder, der mich hier beobachtete, müsste wohl denken, ich sei ein Geist, mit meinen weißen Haaren.
Plötzlich hörte ich Schritte näher kommen, blieb aber entspannt sitzen, da ich meinen Mate schon am Geruch erkennen konnte.
"Bella, mein Herz. Ist alles okay?" fragte Cayden fürsorglich, bückte sich zu mir herunter und strich mich über die Wange. Ich sah ich nur leicht lächelnd an und antwortete mit einem Ja. "Ich konnte bloß nicht schlafen-Aber mach dir keine Sorgen, ich komme auch gleich wieder rein. Geh ruhig schon vor." sanft legte ich meine Lippen auf seine und strich ihm liebevoll durch die Haare. "Okay." flüsterte mein Mate mir zu, lächelte mich an, und ging wieder ins Rudelhaus zurück.
Ich saß für weitere zehn Minuten draußen, auf dem Waldboden, bis ich aufstand und mich auf den Weg zurück ins Haus machte. Kurz vor Ende des Waldes jedoch hörte ich plötzlich Schritte hinter mir- Und diesen Geruch konnte ich diesmal nicht meinem Mate zuschreiben, und auch Keinem aus dem Rudel- Er roch bitter und säuerlich zugleich, fast schon beißend.
Hilfe, war das Einzige was ich noch denken konnte, bevor mir mit einem Schlag auf den Hinterkopf das Bewusstsein genommen wurde.
Als ich aufwachte stieg mir der beißende Geruch von Essig in die Nase- Meine Entführer hatten damit bewirken wollen, dass ich, und vor allem falls mich jemand suchen würde, keinen Geruch mehr ordentlich wahrnehmen würden, da der Essig alles Andere für unsere Wolfsnasen verdeckte.
Ich öffnete meine Augen und sah- Nichts. Es war stockduster- Hatten sie etwa das Licht ausgeschaltet?
"Hallo?!" schrie ich in den Raum.
"Schrei nicht so, Weib. Bringt dir nichts. Sehen kannste eh nichts und finden wird dich auch Keiner." hörte ich eine tiefe Männerstimme genervt brummen.
Was hatte das alles zu bedeuten?!
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𝙼𝙰𝚃𝙴- 𝙱𝙻𝚄𝙴 𝙴𝚈𝙴𝚂
WerewolfIhre blauen Augen strahlten ihn regelrecht an. Sie waren so besonders. So wunderschön, und doch irgendwie gefährlich. In ihrem Blick lag Verwirrtheit. Würde sie ihn überhaupt akzeptieren? Bella war nun endlich dort angekommen, wo sie immer hinwollt...
