Abigails view
"Abby! Schön dich zu sehen! Noah ist oben in seinem Zimmer!", wurde ich von Amelie direkt begrüßt, als ich leise die Haustür ins Schloss fallen ließ.
Hatte er nicht geschrieben, dass er alleine ist?
Amelie ist die Schwester meines besten Freundes und somit auch eine Freundin von mir, auch wenn wir uns nicht soooooo nahe stehen.
Ich ging auf sie zu und machte Anstalten, sie zu umarmen.
"Sorry Abby, aber ich hab die Finger dreckig von den Tomaten und will die nicht an deinem T-Shirt abschmieren." lachte sie fröhlich und drückte ihre Wange an meine. Automatisch musste ich mitlachen. Amelie ist einfach super sympathisch und nett zu allen.
"Ach macht doch nichts!.. Du, ich geh hoch zu Noah."
"ja oki." sie widmete sich wieder den Tomaten und strich sich mit dem Handrücken eine blonde Strähne aus dem Gesicht.
Auf der ersten Stufe der Treppe siegte meine Neugier und ich hielt in der Bewegung inne. "Was kocht du da eigentlich?"
"Oh... Das wird ein Tomaten-Zucchini Auflauf. Wenn du willst, kannst du hier mitessen. Unsere Eltern sind eh nicht da."
"Danke, aber ich muss dann, nach Noah, wieder nach Hause und schonmal Koffer packen."
"Also fährst du wirklich nach Amerika? Is ja voll cool!"
"Bis jetzt ja. Aber das erzähle ich dir wann anders mal. Bis später!" ohne ihre Antwort abzuwarten nahm ich drei Stufen nach oben und ging dort den langen Gang nach ganz hinten und dann links.
Klopf klopf
"Herein"kam es gedämpft von innen. Ich öffnete die Tür, schmiss meine Tasche in die Ecke und setzte mich zu Noah auf den Boden.
"Hey."
"Hey. Bitte kein Smalltalk!"sagte er gleich und hob beide Arme hoch.
"Haha nein. Keine Sorge. Du ich muss dir was erzählen, bevor ich wieder weg bin. Willst du zuerst die gute oder die schlechte Naricht?"
"Die gute bitte!"seufzte er.
"Ich werde die Reise nach Amerika antreten. Wir haben gestern erfahren, dass ich meine Gasteltern zwei Töchter haben und die coolerweise auch Volleyball spielen."
"Das ist ja mal mega cool. Aber dir ist bewusst, dass du dann ein ganzes Jahr-"
"Jaja klar. Das finde ich ja auch nicht so schön. Auf der anderen Seite ist es eine neue Erfahrung. Außerdem muss ich mein Englisch eh mal wieder aufbessern."
"Du weißt schon, dass die Amis amerikanisches und kein britisches Englisch sprechen, oder?"
Jetzt macht der wieder einen auf Streber. Ich hätte es wissen müssen. Aber wie heißt es so schön? Hätte der Hund nicht geschissen, hätt' er die Katz gekriegt..
"Mann Noah! So blöd bin ich ja nun auch wieder nicht."augenverdrehend musste ich kurz auflachen.
" Und was ist die schlechte Naricht? "
"Naja, der Tag, an dem ich hin fliege und an dem ich zurückfliege ist immer mein Geburtstag. Dass heißt, dass wir nie an meinem Geburtstag feiern können."
"Jaja du bist lustig... warte was? Dass heißt, du fliegst schon in einer Woche?"
Ich musste lachen, da seine Augen riesig wurden und mich traurig anfunkelten.
"Ja. Leider. Aber andererseits freue ich mich auch drauf.... Ich muss jetzt wieder los, Noah. Bissl packen und so."
"Sehen wir uns noch mal vorher?"fragte er und zog mich in eine lange Umarmung.
"Klaro, du kommst doch mit auf den Flughafen oder?"
"Ich denke schon aber jetzt mach, dass du wegkommst!"lachte er und begleitete mich zur Tür.
Nach diesem kurzen Besuch bei Noah fuhr ich mit dem Bus nach Hause.
Er hatte tatsächlich Recht. Ich würde in einer Woche schon im Flieger sitzen. Im Flieger nach Amerika.
Meine Eltern liefen mir entgegen, als ich die Haustür öffnete.
"Lily Brown hat gerade angerufen. Ihre Mutter ist schwer erkrankt und sie kann somit leider keine Gastschüler aufnehmen. Auch wenn sie das gerne für dich getan hätte. Wäre schön gewesen. Allerdings... haben wir eine Empfehlung für eine gewisse Katerine Davies mit Mann und ... naja... ihrem Sohn erhalten. Wir-"sagte meine Mom und räumte meine Schuhe auf.
"WAS? Die haben einen Sohn? Ich will keinen Gastbruder! Der nervt nur oder will das." rief ich empört und verschränkte die Arme.
"Ja Maus, das ist uns bewusst. Jedoch sollen die sehr gut sein und haben finanziell mehr Land gewonnen, als Lily und der Rest. Außerdem bist du alt genug, um auf dich aufzupassen. Deshalb sind dein Vater und ich der Meinung, dass du zu den Davies gehen solltest. Eine zweite Chance wirst du wahrscheinlich nie wieder bekommen. Außerdem haben wir auch schon bei ihnen angerufen und uns nett unterhalten. Sie sind bereit, ein Mädchen für ein Jahr aufzunehmen. Sie werden auf dich aufpassen, keine Sorge. Ich bitte dich, zwinge mich nicht, dort anzurufen und abzusagen. Vielleicht wird es dir ja auch gefallen." Mom strich mir über die Haare und sah mich an. So denken sie also. Ich bin schon alt genug, um auf mich aufzupassen. Ich fass es nich!
An sich ist es mir egal, ob ich eine Gastschwester oder so bekomme, jedoch bin ich mir nicht sicher, da mein Gastbruder ja bestimmt mega hot und so ist. Am besten Frage ich morgen Sara, meine beste Freundin.
*
"Ja natürlich fliegst du da hin! Bist du von der Kett' lus? Das ist die Chance deinen Horizont zu erweitern! Komm schon, Abby. Bitte, tu mir den gefallen und flieg nach Amerika..." Sara blickte mich flehend an.
Wir waren in meinem Zimmer und wollten eigentlich meine Taschen und Koffer packen, aber da ich ja bis jetzt nicht fliegen wollte, waren dementsprechend auch schon so viele Sachen zusammengepackt.
"Sara, du musst da ja nicht hin. Du musst nicht ein ganzes Jahr mit irgend so nem Typen-"
"Jake Davies-!"unterbrach sie mich.
"-wahrscheinlich Tür an Tür wohnen!"unterbrach ich sie wiederum.
"- ist nicht irgendein Typ! Er ist mega hot und beliebt! Seine Eltern gehören zu den reichsten Leuten aus den USA! Mann, Abby! Wie oft denn noch!"
"Ruhig, ruhig! Werd nicht gleich zu einem Drachen und frisst mich auf. Vielleicht-"schon wieder unterbrach sie mich:
"Du. Fliegst. Nach. Amerika. Punkt!"
"-wird es ja doch ganz schön und der Typ is wenigstens nett."
"Oh man, Abby. Das ist die beste Entscheidung deines Lebens, wenn du fliegst! Und glaub mir, in einem Jahr willst du nicht mehr heim, weil du mit ihm zusammen bist und wer weiß, vielleicht landest du ja mit ihm im Bett."
"Sara, du weißt wie viel ich davon halte. Außerdem habe ich keinen Bock, einer seiner 1234567890987654321 One-Night-Stands zu sein. Und dazu kommt, dass ich niemals, wirklich NIEMALS mit so jemand zusammenkommen will und werde! Der findet mich doch bestimmt eh hässlich und ich ihn übrigens auch."
Ok, dass stimmte nicht wirklich. Wir hatten ihn gegoogelt und er war wirklich echt attraktiv und aber dafür extrem abgehoben.
"Hmmm klar doch. Und morgen regnets weiße Mäuse... Ne jetzt mal ohne Scheiß: du hältst mich auf dem laufenden oke? Ich will alles wissen!"
Sara verabschiedete sich und ich begann Taschen zu packen, da sie mich letztenendes doch überredet hatte. Aber wollte ich das wirklich? So weit weg von zu Hause? Ohne jemanden, den ich kenne?
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Only an exchange student
Teen FictionLes doch einfach los, dann weißt du, worum es geht. Wobei der Titel alles aussagt... 😂 ••••••••••••••••• Alle Rechte liegen bei mir. Habe allerdings für keine/kaum Bilder o.ä. das Copyright. Gestartet am: 17. März 2019 Beendet am: 04. August 2...
