25. Apfel

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Überraschung noch ein Kapitel, ich hoffe ihr freut euch ❤️🙏

"Abbyyyyyyyyyyyyy, naaaaaa?" Meine Tür flog auf und Mia, Josy und Elena platzten herein und warfen vier riesige, prall gefüllte Taschen in mein Zimmer. Was zur Hölle??
"Hiiiiiiii ÄÄÄBBIIIII!"kreischte Josy und umarmte mich. Was geht denn jetzt ab? Auch Mia und Elena umarmten mich, die einfach nur in Schockstarre im Zimmer stand.

"Was macht ihr denn hier? Und wozu die Taschen?" Insgeheim ahnte ich schon, wozu das hier führen wird, wollte es mir nur nicht eingestehen. Niemals im Leben gehe ich heute auf irgendeine beschissene Party! Wobei, vielleicht könnte ich so auf andere Gedanken kommen und nicht 24 Stunden an den Kuss von Jake denken oder mich von dem Autounfall beeinflussen lassen.

"Wir gehen nachher auf eine PARTY WOHOOOO!" Josy schwang die Arme in die Luft und kreischte wild herum. Mia stimmte mit ein und zusammen sangen sie Physical von Dua Lipa.

Okay, okay.

"Du kommst bitte bitte bitte mit, Abby?!" bettelte Elena, kniete sich vor mich und faltete ihre Hände zusammen. Wow okay.
"Komm bitte mit!"

Nein.

"Ja!"sagte ich und hätte mich augenblicklich dafür ohrfeigen können. Na toll, so ein Mist.
"Super! Etwas Ablenkung ist genau richtig für dich! Jake kommt auch mit."
Vielleicht hat sie Recht.

Moment was? Auf keinen Fall!
Ich stürmte aus dem Zimmer und direkt nach unten. Im Wohnzimmer lag Jake immernoch auf der Couch und sah fern.
"Du gehst auf keinen Fall auf diese Party!" sagte ich zu ihm und hob meinen Zeigefinger.
"Du bist nicht meine Mom. Natürlich gehe ich da hin, jeder geht da hin. Caleb und die anderen gehen schließlich auch hin!"
"Mag sein, aber die hatten keinen schweren Autounfall, so wie du. Du bleibst definitiv zu Hause! Ich telefoniere gleich mit Kate!" Ich griff schon nach meinem Handy, um meine Aussage zu verstärken.
"Ich muss mit, damit du nicht wieder vergewaltigst wirst." Jake stand vom Sofa auf und streckte sich.

Okay, nicht sabbern...

"Jake, du gehst da nicht hin, ich komme bestens allein zurecht, außerdem sind die Mädels ja noch mit."
"Hmmm klar. Spätestens nach zwei Sekunden sind die Mädels weg und lassen dich allein. Und dann nimmt dich noch jemand mit. Vergiss es, Abby! Ohne mich gehst du nicht auf diese Party!" Jake verließ das Wohnzimmer und ging an mir vorbei, die Treppe hoch.

Ich rufe Kate lieber nicht an, sonst muss ich wirklich hier bleiben und Jake darf gehen. Das wäre mega unfair, denn mittlerweile hab ich mega Lust auf die Party.

Wütend stapfte ich die Treppe hoch und in mein Zimmer zurück. Wobei, es war eher mehr ein Schlachthaufen. Überall lagen Kleider von den Mädels rum, dazwischen lagen ganze Koffer, die bis oben hin mit Schminke gefüllt waren.

"Da bist du ja! Mensch, du musst dich doch fertig machen! Hier, probier das mal an." Elena drückte mir ein schwarzes Kleid, dass bis zum Bauch eng anlag und dann locker bis zu den Knien fiel.

Es war trägerlos und passte perfekt.

Plötzlich ging die Tür auf und Jake kam herein. Er sah mich als erstes, da ich direkt im Winkel stand. Jake riss die Augen auf und schüttelte den Kopf, "SO, gehst du nicht."

"Ach Jake, komm schon. Sie sieht traumhaft aus, in dem Kleid! Einfach PERFEKT!" Mia klatschte in die Hände und drehte mich.
Jake kam herein, schloss die Tür und fischte aus dem Kleidersalat in meinem Zimmer eine schwarze Jeans und ein dunkelgrünes Oberteil.

Seriously?

"Hier, das kannst du anziehen." Er reichte mir die zwei Teile und sah mich auffordernd an.
"Hopp, raus, Jackilein. Abby muss sich umziehen." sagte Mia und versuchte ihn aus dem Zimmer zu schieben. Weit kam sie nicht, denn zum Einen war Jake nicht grade leicht zu verschieben und die Tür war zu.

"Abby kann sich auch so hier umziehen. Ich hab schon so viele Mädchen in Unterwäschd gesehen, jetzt macht mal halblang. Außerdem ist das wie ein Bikini." Jake zog einen Apfel aus seiner Hosentasche, lehnte sich an die Tür und biss auffordernd hinein. Als wir uns immernoch nicht bewegten, verdrehte der die Augen."Losch jetscht!"

"Ganz ehrlich, beiß doch nochmal ab, dann versteht man dich vielleicht besser."sagte Mia sarkastisch und verschränkte die Arme.

Ich zuckte mit den Schultern, öffnete den seitlichen Reißverschluss und zog das Kleid vom Körper. Im Augenwinkel konnte ich sehen, dass Jake nicht mehr kaute und sich generell nicht regte, sondern mich abcheckte.

Blitzschnell hatte ich mich umgezogen und Jake nickte zufrieden. Er verließ das Zimmer und wir machten uns noch soweit fertig.

Nach einer dreiviertel Stunde waren wir soweit und gingen nach unten in die Garage. Jake saß schon im Wagen und ließ uns ebenso einsteigen.

Wir quatschten über Gott und die Welt und schon waren wir an einem großen Haus angekommen. Die Einfahrt war voll mit Menschen, die sich zum Teil in den schönen Rasem übergaben. Bahhhh.

"Sooo Leudieees, it's Partytime!!!" rief Josy und stürmte mit Mia nach drinnen.

Only an exchange studentWo Geschichten leben. Entdecke jetzt