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Gerade machte ich es mir auf dem Sofa bequem und wollte nach der Fernbedinung greifen.

'Wieso bist du nur soweit weg?'

dachte ich und streckte meine Hand nach ihr aus als mein Handy klingelte. Ich seuftze und griff nach dem nervigen Teil. Wer kam auch schon auf die Idee, mich um diese Uhrzeit anzurufen? Bitte nicht meine Mutter, hoffte ich und nahm ab. "Ja?" Ich hörte ein komisches Geräusch auf der anderen Seite der Leitung.

"Jungkook, brauche deine Hilfe mit nem' Auftrag." Flüsterte Yoongi in den Hörer. "Ernsthaft jetzt? Ich wollte gerade n' Film schauen." Meckerte ich. "Du bist mir was schuldig, Jeon." Ich seuftzte. "Schick mir die Adresse." Yoongi legte auf und kurz darauf erhielt ich auch schon eine Nachricht.

Schnell zog ich mich passend an und nahm die entsprechende Ausrüstung zur Hand bevor ich genervt die Wohnung verließ. Ausgerechnet heute hatte ich echt darkeinen Bock.

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"Was ist denn mit dir los?" Fragte mich Taehyung mit zusammengezogenen Augenbrauen als ich die Tür aufzog. "Nichts. Was soll sein?" Fragte ich mit müder Stimme während ich mir meine Schuhe und Jacke überzog. Tae deutete auf meine Augen.

"Du hast Augenringe." Schnell rückte ich mit der nächst besten Ausrede raus, welche mir einfiel. "Weil ich etwas längere Krank war musste ich ein bischen lernen. Das Thema hat sich als schwieriger herrausgestellt als gedacht." Taehyung nickte. "Schön dich wiederzusehen." Wechselte ich das Thema mit einem Lächeln und lief mit ihm zum Auto.

"Gleichfalls." Lächelte er und ließ sich auf den Beifahrersitz fallen während ich den Motor startete. "Danke, nochmal." Sagte ich mit einem kurzen Blick in seine Richtung. "Dass du das machst." Taehyung lachte. "Du brauchst dich nicht zu bedanken, ist echt kein Problem. Ich weiß, wie nervig Eltern sein können."

Es fiel mir schwer, meinen Blick auf der Straße zu hallten während Taehyung sprach.

"Außerdem hast du ganz bestimmt nicht vergessen, dass du mir beim Aufsatz hilfst." Grinnsend erlaubte ich mir dann doch einen Blick in seine Richtung. "Aber nur, wenn du heute ein guter Freund bist." Sagte ich und zwinkerte ihn an. Taehyung kommentierte dies zwar mit einem Lachen, doch seine geröteten Wangen waren mir nicht entgangen.

Die restliche Fahrt verbrachten wir damit, uns mit small talk etwas näher kennenzulernen, bis wir schließlich ankamen.

"Krass, irgendwie bin ich wirklich ein bischen nervös." Lachte Taehyung.

"Keine Sorge, Schatz. Das wird schon. Wenn meine Eltern dich nicht aktzeptieren werde ich mich natürlich immer für dich entscheiden."

Sagte ich überdramatisch und wir lachten beide bevor wir schließlich ausstiegen und zur Haustür liefen.

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Seid einigen Stunden waren wir nun schon bei meinen Eltern und wie sich herrausstellte schienen sich meine Eltern und Taehyung blendent zu verstehen während ich kurz vorm einschlafen war.

Der gestrige Auftrag war echt anstrengend. Wenn Yoongi mich um hilfe bat, war es nie ohne Grund.

"Und hier wurde Kookie von Jiminie angekotzt." Lachte meine Mutter. "Yahhh, lass das! Das ist echt peinlich." Beschwerte ich mich und zog meiner Mutter das Fotoalbum aus der Hand. Das waren alte Zeiten. Taehyung schien ganz still geworden zu sein.

"Sag mal, woher kennst du Jimin eigentlich, Kookie?" Fragte Tae plötzlich. "Waren in der selben Klasse." Sagte ich knapp und verbannte das Fotoalbum in die Hinterste Ecke unter dem Küchentisch. Taehyung blieb weiter auffällig Still.

"Keine Sorge, Taetae. Du musst nicht neidisch sein." Lachte ich um die Stimmung wieder aufzulockern und wuschelte ihm durch die Haare. "Sicher nicht?" Fragte er und obwohl wir ja so tun mussten als ob wir in einer Beziehung wären fühlte sich seine Frage so echt an.

"Natürlich nicht~" Lächelte ich und drückte einen Kuss auf seine Wange. Genau in diesem Moment hörte ich das Kniepsen einer Kamara. "Yahh! Mutter, wieso hast du ein Bild gemacht?" Beschwerte ich mich als ich sie mit der Kamera sah. "Ihr saht einfach so süß aus, da konnte ich mich wohl nicht beherschen." Kicherte sie wie ein verliebtes Mädchen.

Schnell warf ich Taehyung einen entschuldigenden Blick zu, welcher mir mit seinen Augen aber sagte, dass es nicht schlimm sei.

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"Danke, dass du mir heute geholfen hast. Du hast meine Eltern echt zu frieden gestellt." Sagte ich mit einem Lachen als ich bei Taehyungs Wohnungsblock stopte. Nachdem wir gegangen waren, hatte ich ihm angeboten, ihn nach Hause zu fahren. "Schon inordnung." Sagte er und öffnete die Beifahrertür. "Ach, und Tae?" "Hmm?" Er drehte sich nochmals zu mir um. "Wann soll ich dir denn mit deinem Aufsatz helfen?" Ein Lächeln umspielte seine Lippen. "Morgen, 9 Uhr in der Bibliothek der Uni?" Ich nickte. "Werde da sein." Mit diesen Worten schloss Tae die Beifahrertür und ich drückte auf's Gaß. Mein Herz schlug unregelmäßig und ein komisches Gefühl breitete sich in meinem Bauchbereich aus. Seuftzend umgriff ich das Lenkrad fester.

loving to kill // VkookWo Geschichten leben. Entdecke jetzt