Ein bester Freund weiß es, wenn du lügst.
Frodo war gerade dabei gewesen das neue BTP zu schneiden, das er am Tag zuvor mit Flo gedreht hatte. Irgendwie war sein Kumpel an diesem Tag merkwürdig gewesen, etwas hatte ihm auf der Seele gelegen, doch er hatte es nicht gewagt seinen besten Freund danach zu fragen.
Es gab immer wieder solche Tage, an denen Flo diese ganz bestimmte Ausstrahlung hatte und niemand es wagte ihn anzusprechen. Den Tag darauf setzte er dann keinen Fuß aus seiner Wohnung, niemand wusste was er dort tat und vor allem, wie er an diese Verletzungen kam, aber wenn er wieder auftauchte war alles plötzlich alles wieder normal.
Eigentlich hatte Frodo nicht vor gehabt ihn heute zu stören, doch nachdem sein Rechner sich aufgehängt hatte war die Aufnahme unauffindbar gewesen. Wenn BTP noch pünktlich online gehen sollte, dann mussten sie heute noch alles neu aufnehmen.
Das war der Grund, weshalb Frodo jetzt vor LeFloids Wohnungstür stand. Am obersten Absatz des Treppenhauses, das vor einigen Monaten in einem widerlichen Grün gestrichen worden war, klopfe er vorsichtig an die dünne Tür aus dunklem Holz.
Nichts.
Er seufzte schwer und klingelte. Das Schrillen war noch außerhalb der Wohnung zu hören, doch wieder kam keine Reaktion.
„Flo! Mach auf! Wir müssen BTP neu aufnehmen! Mein Computer hat sich aufgehängt und die Komplette Aufnahme inklusiver der Sicherungsdatei sind unauffindbar.“
Er wartete kurz, lauschte in die Stille, doch wieder kam keine Reaktion.
„Flo, bist du da?“
Vielleicht traf er sich auch mit einem Mädchen? Wäre bei ihm mal was ganz außergewöhnliches, da keine Frau es wirklich lange in einer Beziehung mit ihm ausgehalten hatte. Es wirkte fast, als würde es schon eine Frau in seinem Leben geben, von der aber einfach niemand etwas wusste.
„Flo!“
Immer noch keine Antwort.
Normalerweise wäre Frodo jetzt umgedreht und hätte im Büro nach seinem Kumpel gesucht, doch heute hielt ihn etwas davon ab. Ein ungutes Pochen in seinem Hinterkopf befahl ihm den Ersatzschlüssel unter der Fußmatte hervor zu ziehen und die Tür zu Flos Wohnung zu öffnen. Vor Schreck ließ er die Tasche, die er in der Hand hatte, einfach auf den Boden fallen, denn auf dem hellen Laminatboden zog sich eine Blutspur von dem Abstellraum zum Schlafzimmer. Was war hier passiert?
„Flo!“ Jetzt schwang Panik in Frodos Stimme mit. Hastig lief er ins Schlafzimmer, nur um etwas zu sehen, was er nie vergessen würde. Flo war direkt neben seinem Bett zusammen gebrochen, die Schnitte auf seiner Haut waren zu viele, um sie zu zählen und sie alle bluteten. Das aller schlimmste jedoch war die riesige Wunde an seinem Bauch. Der überwältigende, klebrige Gestand von Blut stieg Frodo in die Nasen, als er sich vor seinen Kumpel kniete, der einfach nur starr da lag. Flo war leichenblass und die Schatten unter seinen geschlossenen Augen waren noch tiefer und dunkler, als sonst. Panisch wartete Frodo auf eine Bewegung, auf das zucken eines Fingers, ein Atmen, oder ein leichtes heben der Brust… Aber er konnte nichts erkennen.
Mit zitternden Händen zog er sein Handy aus der Hosentasche und wählte die Nummer des Notrufes. Ein Krankenwagen. Er musste einen Krankenwagen rufen! Sein bester Freund konnte einfach nicht tot sein! Das durfte einfach nicht passieren.
„Ich hätte ihn fragen sollen!“ Schoss es ihm durch den Kopf, als der Signalton des Handys durch die drückenden Stille schnitt. Ich hätte ihn fragen sollen, was los ist, was er vor hat! Dann wäre das hier vielleicht nie passiert… Vielleicht hätte ich es verhindern können, wenn ich nur für ihn da gewesen wäre.
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Make it Rain, Floid
FanfikceLeFloid erzählt also, dass die Narben an seinem rechten Arm von einer verpfuschten OP kommen. Er sagt er weiß nicht, warum er so schlecht schlafen kann und woher diese Liebe zu der Zahl 3 kommt. Er erzählt er wäre ein Einzelkind. Nun, er lügt. Er lü...
