Die Hymne der Sonne

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Die Hymne der Sonne

Er spielte die Hymne der Sonne.

Offensichtlich wusste Ganondorf doch nicht genug über ihn, um ihn ernsthaft einschätzen zu können, denn die Ocarina auf der er spielte, war keine normales Musikinstrument.

Es war die ‚Ocarina of Time‘

Natürlich konnte er sich mit den paar Melodien nicht durch  Hyrule teleportieren, doch irgendetwas übernatürliches hatte es schon. Die Hymne der Sonne wechselte die Tageszeit, ließ die Sonne auf- und untergehen und zwar in einem Tempo, das nicht zu unterschätzen war. Flo betete, dass Ganondorf davon nichts wusste.

Die letzte Note verklang langsam in der Kälte des riesigen Raumes und machte einer erdrückenden Stille breit.

Es war ein Plan, doch er balancierte auf Messers Schneide herum.

„Also gut, großer Retter Hyrules…“ Das Licht, das durch die großen Fenster fiel begann langsam rot zu werden, doch Ganondorf schien es nicht zu bemerken. „…Du hast dein letztes Lied gespielt. Zeit zu sterben…“

In diesem Moment wurde es dunkel. Die Sonne war untergegangen und der Thronsaal war plötzlich gefüllt mit Schwärze. Ganondorf fluchte leise und diese Verwirrung nutzte Flo aus, um auf sein zerbrochenes Schwert zu zu kriechen.

Er spürte den Griff des Masterschwerts unter seiner Hand, schloss die Finger um seine letzte Chance diesen Tag zu überleben und kämpfte sich auf die Füße. Der Blutverlust machte ihn schwach, ließ ihn taumeln, doch bevor Ganondorf begriff und seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnen konnten stieß Floid mit dem Abgebrochen Masterschwert zu.

Er traf. Der tiefe, Schmerzensschrei bewies das, doch Ganondorf war nicht der Einzige, der Schrie. Ob es ein Reflex von Hyrules Herrscher war, oder einfach nur Pech von Floid war wusste er bis heute nicht, doch plötzlich spürte er einen stechenden Schmerz in der Brust.

Scharfes Metall hatte das Fleisch in seiner Brust zerschnitten und nur knapp sein Herz verfehlt.

„Vielleicht habe ich Hyrules Retter doch unterschätzt…“ zischte die tiefe Stimme direkt neben seinem Ohr und jagte ihm eine eisigen Schauer unter die Haut. „… aber wenn ich sterbe, dann stirbst du mit, LeFloid.“

Langsam begann Bewegung in den zunächst vor Schreck starren Thronsaal zu kommen, denn die 4 Gerudo Kriegerinnen begannen zu begreifen, was passiert war. Mit aller Kraft riss Flo sich los, taumelte von Ganondorf weg.

Die Welt vor seinen Augen begann immer dunkler zu werden, er spürte, wie er der Ohnmacht nahe war. Weg. Durch das Gemälde, bevor die Gerudo Kriegerinnen ihm den Rest geben konnten.

„Tötet ihn!“ Ganondorfs Stimme hallte merkwürdig in seinem Kopf nach, als er sich über die kalten Steine schleppte.

Warmes Blut lief ihm über seinen Bauch. Er hustete, schnappte nach Luft, spuckte Blut.

 Es tat weh… So weh…

„Lauf weiter, Flo! Bleib nicht stehen! Wenn du stehen bleibst stirbst du hier! Du darfst hier nicht sterben…“

„Tötet ihn! Jetzt macht schon!“

Die Dunkelheit waberte durch seine Sinne. Die Stimme klang so weit weg…. So weit entfernt… Als würde gar keine Gefahr mehr von ihm ausgehen…

„Lauf, Flo! Bleib nicht stehen! Lauf, verdammt!“

Es war ein Wunder, dass er das Gemälde fand, doch das nächste woran er sich erinnern konnte war, dass er über den Rand des Rahmens stolperte.

Der warme Laminat Boden seiner winzigen Wohnung schien ihm auf irgendeine Art tröstlich zu sein. Er würde überleben. Vielleicht…

Keuchend zog er sich das grüne Oberteil über den Kopf, das mit seinem Blut getränkt war, schob seinen Waffengürtel unter das Regal. Wenn man ihn finden sollte durfte nichts auf Hyrule hindeuten!

Die Erschöpfung kämpfte sich durch sein Bewusstsein, zog ihn hinüber in eine Dunkle Welt der Bewusstlosigkeit, doch er kämpfte, schleppte sich schließlich nur in Unterwäsche blutend aus dem Raum, den er immer so sorgfältig verschlossen hielt und brach schließlich in seinem Schlafzimmer zusammen.

Make it Rain, FloidGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt