„Wie lange?“
Zuerst waren es Stimmen, die sich in sein Bewusstsein schlichen. Ein Körperloser Klang, der ein Gefühl von Wärme und trügerischer Sicherheit in ihm heraufbeschwor. Langsam begannen diese Stimmen ein Gesicht zu bekommen. Gesichter und Namen.
Steve.
Jako.
Felix.
Marti.
Das waren sie. Doch etwas fehlte. Eine Sache war nicht da, wo sie sein sollte.
Leise Erinnerungen begannen ihre Stimme zu erheben, flüsterten mir gespaltenen Zungen, vergifteten seinen Geist. Etwas war passiert. Etwas schreckliches von dem niemand wusste, niemand wissen konnte, niemand wissen durfte.
Außer er.
„Also gut, Retter Hyrules… Zeit zu sterben…“
Die Erinnerung stach erneut mit dem Schwert auf ihn ein, spießte ihn auf und trachtete ihm nach dem Leben. Ganondorf… Er hatte gegen Ganondorf gekämpft und… überlebt!
„Frodo… was machst du hier?“
Nein. Das durfte nicht sein! Er war weg! Hyrule hatte seinen besten Freund verschlungen.
Jetzt formten sich aus den Stimmen um ihn herum langsam Worte… Wort, die er erst nicht verstand, doch plötzlich begannen sie einen Sinn zu ergeben.
„Denkt ihr er schafft es? Denkt ihr er kann es überleben?“
„Ich weiß es nicht. Aber ist die bessere Frage nicht, wo Flo diese Verletzungen immer her hat. Diese Tag, wo er plötzlich einfach so verschwindet und wenn er wieder auftaucht sieht er aus, als wäre er in einen Karton voller Messer gefallen!“
„Du kannst dir die Frage sparen, Steve. Er wird es dir nicht sagen, oder dir bleiben die Worte im Hals stecken. Wir alle kennen es doch! Es gibt einer Seite, die Flo vor uns geheim hält. Vor uns allen und wir können nichts dagegen tun, außer ihm Zeit zugeben.“
„Was soll diese Zeit denn nützen, Jako? Wir kennen ihn mittlerweile schon so lange, haben so viel mit ihm durchgestanden… Er wird es uns nicht sagen! Er wird es uns nie sagen! Du machst dir nur etwas vor, um dich nicht immer Fragen zu müssen warum er so wenig Vertrauen zu dir hat, um es dir nicht zu erzählen!“
Stille folgte. Niemand wagte etwas auf Martis Vortrag zu erwidern, weil sie insgeheim alle das Selbe empfanden.
Oh Gott, wie Flo diese Stille hasste. Jedes Mal fühlte er sich, als wäre er wieder 10 Jahre alt und würde alleine in dem Zimmer liegen, dass er eigentlich sein ganzes Leben mit jemandem geteilt hatte. Jede Nacht hatte er einfach nur auf die geschlossene Tür gestarrt und gehofft, dass sie sich leise öffnen würde und seine Schwester zu ihm schleichen würde. Auch wenn ihr Bett und alles andere, was zu ihr gehört hatte verschwunden war wünschte er sich so sehr, dass Joeleen einfach nur durch diese Tür schleichen würde, sich zu ihm ins Bett legen würde, wie sie es immer getan hatte, wenn sie einen Albtraum gehabt hatte und sie einfach nebeneinander einschlafen würden. Dann würde alles wieder gut werden.
Doch jede Nacht hatte Flo vergebens darauf gewartet. Jahre lang stille Nächte. Deshalb hatte er irgendwann begonnen diese Stille mit den Stimmen von Lets Playern zu füllen. Aus irgendeinem Grund machte es das irgendwie leichter.
Schließlich war er selbst es, der das Schweigen unfreiwillig brach, denn plötzlich war er wieder völlig bei Bewusstsein, wollte Luft holen, doch wurde von einem Plastikschlauch behindert, der in seiner Kehle steckte. Verzweifelt begann er zu husten, versuchte das Ding auszuspucken, was ihm aber erst mit der Hilfe einer Schwester gelang, die plötzlich neben seinem Bett stand.
„Flo! Flo, du bist wach!“
Steve war der erste, der neben ihm stand, doch Floid sah nur keuchend zu seinem Kumpel hoch und fragte
„Wie lange?“
Er erhielt keine Antwort. Die 4 Männer sahen sich gegenseitig einfach nur unsicher an.
„Wie lange?“
Wiederholte Flo mit einem scharfen Unterton, der kein Schweigen zuließ.
„Was ist passiert?“
Stellte Steve die Gegenfrage.
„Wir machen uns Sorgen um dich, Flo! Wir wollen einfach wissen wohin du immer verschwindest und woher diese Stichwunde kommt, die dich beinahe umgebracht hätte!“
Die Frage versetzte ihm einen Stich. Sie hatten ein Recht es zu erfahren, doch die Angst war zu groß. Die Angst, dass sie ihm nicht glauben könnten und, dass sie dasselbe versuchen würde wie seine Eltern damals. Ihn in eine Psychiatrie abzuschieben. Also sagte Flo nichts, sondern durchbohrte Steve mit seinen braunen Augen und fragte, langsam und drohen
„Wie lange?“
„2 Wochen.“
Rutschte es Felix heraus. Für Flo fühlte es sich an wie ein Schlag in den Magen. Er hatte 2 Wochen im Koma gelegen? Mit dem leisen Anflug von Hoffnung fragte er
„Und Frodo? Habt ihr Frodo gesehen?“
Die Antwort schnitt ihm noch mehr ins Fleisch, als Ganondorfs Schwert.
„Wer ist Frodo?“
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Make it Rain, Floid
FanfictionLeFloid erzählt also, dass die Narben an seinem rechten Arm von einer verpfuschten OP kommen. Er sagt er weiß nicht, warum er so schlecht schlafen kann und woher diese Liebe zu der Zahl 3 kommt. Er erzählt er wäre ein Einzelkind. Nun, er lügt. Er lü...
