16. *smut*

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A/N: 

Für alle die, die keine sexuellen Handlungen lesen wollen, ihr könnt das Kapitel skippen. 


Irgendwie entsteht eine peinliche Stille im Auto, während Lenny durch die Straßen fährt. Ein wenig unruhig rutsche ich im Sitz hin und her, darauf bedacht es nicht zu auffällig zu machen. Es fühlt sich endlos an, bis er in Megs Auffahrt parkt und zwei Versuche braucht um den Schlüssel ins Schloss zu stecken. Wir haben nicht darüber gesprochen, was wir machen wollen wenn wir schwänzen und deshalb stehen wir ein wenig desorientiert im Flur herum. Leandro nimmt sich gerade zum fünften Mal die Cap vom Kopf und fährt sich durch die Haare. Dann wirft er die Cap einfach achtlos auf den Boden und kommt erschreckend schnell auf mich zu. Die Intensität unseres Kusses lässt mich alle Himmelsrichtungen vergessen und zwangsläufig auch wie man seine Muskeln zum stehen benutzt. Mit einer Hand an meinem Hals und der Anderen knapp über meinem Hintern schiebt Leandro uns knutschend auf die Treppe zu seinem Zimmer zu. 
Ich will ihm nicht weh tun, also versuche ich sein Gesicht nicht anzufassen, oder zumindest die rechte Hälfte zu meiden. Bevor ich reagieren kann hat er mich hochgehoben und ich wie von selbst meine Beine um ihn geschlungen, lediglich ein kleines Quietschen verlässt meinen Mund. Leandro lässt mich erst wieder runter, als er mit einem Fuß seine Zimmertür hinter uns zu kickt und sich kurz von mir abwendet um abschließen zu können. Oh Gott. 
Ich hab das Gefühl in Flammen zu stehen. Bevor ich hier irgendwas falsch deuten kann ziehe ich mir mein Shirt über den Kopf und beiße mir auf die Lippe. Leandro lässt ziemlich laut seinen nächsten Atemzug entweichen bevor auch er sein Shirt über den Kopf zieht. Ganz leichte blaue Flecken sind auf seinem Oberkörper zu sehen und ich verfluche Joah dafür, dass er so verdammt viel Kraft hat. Andächtig fahre ich kurz über die Stellen und bin nicht schlecht erstaunt davon, als Leandro seinen Kopf in den Nacken legt und genießerisch aufstöhnt. 

"Du weißt echt nicht wie verrückt du mich jedes mal machst," flüstert er noch immer mit geschlossenen Augen und dem Kopf zurück an der Tür gelehnt. 

Mein Magen schlägt Purzelbäume und irgendwie blendet sich alles aus. Noch vorsichtiger als mit der Hand küsse ich die selben stellen wie eben. Ich spüre wie Lenny seine Muskeln anspannt und wieder lockert, jedes Mal wenn meine Lippen seine Haut berühren. Ohne groß darüber nachzudenken fahre ich einmal mit meiner Hand über seine ausgebeulte Jeans, was ihm ein tiefes Stöhnen entlockt. Ich spüre den Druck, der sich zwischen meinen Beinen anstaut, selbst wenn wir nur unsere Shirts ausgezogen haben. Leandro fängt sich ein wenig wieder und stößt uns von der Tür ab, zu seinem Bett wo er sich über mir aufbaut. Einen seiner Arme benutzt er um sich abstützen zu können, während er mit der Anderen Hand über mein Schlüsselbein und die Ränder meines BH's fährt. Sein Gesichtsausdruck ist so voller Bewunderung und ich kann nicht verhindern, dass ich wie von selbst mein Becken ein Stück anhebe und gegen seins presse. Irgendwie haben wir beide nicht damit gerechnet, dass sich das so unfassbar anfühlt, dass ich erschrocken laut aufstöhne und er ein Keuchen von sich gibt. Wenn es einen Weltrekord für sexuelle Anziehung geben würde hätten wir ihn offiziell gebrochen. Mir sind unsere Hosen zu viel Stoff und scheinbar sieht Leandro das nicht anders, denn er klettert vom Bett und fummelt hektisch an seinem Ledergürtel rum, während ich bestimmt ziemlich dämlich dabei aussehe wie ich mir die Hose vom Hintern schiebe und dabei auf dem Bett hin und her wälze. Ich bin schneller fertig als er weshalb ich beruhigend meine Hände auf seine lege. Irgendwie wirkt er ziemlich angespannt. Ich öffne seinen Gürtel, lasse dabei meinen Blick aber nicht von seinem Gesicht. Da ich sitze und er immer noch vor dem Bett steht, ist mein Gesicht auf der selben höhe wie sein Becken. Es kommt mir so vor als wären seine Augen nicht mehr nur grün sondern gelb. Mit einem dumpfen Klirren kommt die Gürtelschnalle mit dem Bund seiner Hose auf dem Boden an. Nur ganz kurz lasse ich den Blick über die wirklich große Beule in seiner engen Boxershorts gleiten, bevor ich wieder ihn ansehe. Lenny wirkt ein bisschen verloren, deshalb nehme ich die Entscheidung für den nächsten Schritt in die Hand. Oder viel eher ich nehme seinen Schwanz in die Hand. Ein unkontrolliertes Wimmern verlässt seinen Mund als ich meine Hand um seinen Schaft lege und mit der anderen noch das letzte Stück die Hose von seinen Beinen schiebe. Während ich meine Hand bewege keucht er ein paar Mal auf, bis es in ein lustvolles Stöhnen übergeht was zwischendurch leise über seine Lippen rollt. Woher auch immer ich den Mut nehme, aber ich senke meinen Mund ohne groß zu überlegen auf seine Spitze und lasse meine Zunge kreisen. Scheinbar erschrecke ich Lenny damit ein wenig, denn er fasst mir ein bisschen grob in die Haare.
"So halt ich nicht lange durch," erklärt er leicht beschämt. 
Fast hätte ich meine Augen verdreht, weil es ihm peinlich zu sein scheint. Wir hängen seit fast einen halben Jahr rum, da ist es mir irgendwie klar, dass unser erstes Mal keine Glanzleistung wird, außer er masturbiert ständig. 
Ich gehe nicht drauf ein, sondern ziehe ihn an den Schultern zu mir um ihn zu küssen. Er lässt sich wieder auf dem Bett nieder, leicht seitlich um komplett meinen Körper berühren zu können. Wir küssen uns noch immer, als ich seine Finger ganz sanft an meinem Oberschenkel wahrnehme. Vorsichtig winkelt er mein Bein an und fährt dann über die Innenseite nach oben. Als er nur hauchzart über den dünnen Stoff meines Slips fährt dreht sich bei mir alles. Unfassbar wie sehr ich ihn will. Meine Gedanken überschlagen sich und werden zu Matsch, als er mit seiner Hand den letzten Stoff zur Seite schiebt und vorsichtig einen Finger auf meiner Mitte kreisen lässt. Ich drücke mein Becken nach oben und lege den Kopf in den Nacken während er mal mit mehr Druck mal mit weniger meine Beine zum zittern bringt. Erst versuche ich leise zu stöhnen, doch das scheint ihn zu stören weil er daraufhin jedes Mal schneller wird, weshalb ich meine Geräusche nicht unterdrücke. Während meine Atmung immer flacher wird und ich mich wortwörtlich in seine Schulter kralle, lässt er auf einmal zusätzlich einen Finger in mich gleiten. Als würde mir das den letzten Stoß geben, drücke ich mein Becken noch einmal kurz feste in seine Richtung und lasse mich von einem unglaublichen Orgasmus überrollen. Eigentlich würde ich jetzt gerne einfach liegen bleiben und kuscheln, aber ich stoße ihn zur Seite um mich auf seinem Becken nieder zu lassen. 
"Lyra," mein Name ist nur ein tiefes Knurren. 
"Kondome?" Frage ich stattdessen und öffne meinen BH, den ich unachtsam einfach fallen lasse. 
Er deutet auf seinen Nachttisch, also strecke ich mich über ihm zur Schublade. Während ich mit der Packung rumhantiere küsst er meinen Bauch und saugt leicht dran. Ich rutsche von ihm herunter um auch das letzte Stück Stoff zu entfernen, dann beobachte ich ihn kurz dabei wie er das Kondom überzieht. Bilde ich mir das nur ein oder zittert er ein wenig? 
Seine großen Hände an meinen Hüften helfen mir mich an seine Größe zu gewöhnen und mich langsam auf ihm nieder zu lassen. Sein Atem rasselt währenddessen ziemlich stark. Es fühlt sich unfassbar gut ihm so unendlich nah zu sein, dass ich jede einzelne Bewegung genieße. So langsam wie nur möglich lasse ich meine Hüften kreisen, spüre seine Hände überall auf meinem Körper. Es dauert nicht allzu lange, da drückt Leandro seine Hände fester um meine Hüften und fängt an unkontrolliert zu stöhnen bis er plötzlich ein letztes Mal laut Stöhnt und ich das Gefühl habe er zerbricht mir gleich das Becken. 

Erschöpft lasse ich mich neben ihn ins Bett fallen, kann mir aber das Dauergrinsen nicht aus dem Gesicht wischen. Wie automatisch lege ich meinen Kopf auf seine Brust und höre seinem Herzschlag zu, der genau wie meiner immer noch einen Marathon zu laufen scheint. Wenn sich Sex jedes Mal so viel besser anfühlt, wenn man die Person liebt und sie einen, dann will ich nur noch so Sex. Geistesabwesend fährt mir Lenny ein paar Mal durch die Haare, bevor er sich kurz auf die Toilette entschuldigt. Da es ein wenig frisch ist ziehe ich mir einfach sein Shirt von eben über und werfe mich dann wieder aufs Bett. Ich kann nicht fassen, dass wir das gerade getan haben. Leandro kommt nur in Boxerhorts wieder zu mir und so legen wir uns beide auf der Seite mit dem Gesicht zueinander hin. 

"Tut mir leid, dass das nicht so berauschend war," vorsichtig streicht er ein paar Haarsträhnen zurück. 
Verärgert ziehe ich die Augenbrauen zusammen und schüttle so gut es geht meinen Kopf. 
"Das war der beste Sex meines Lebens," gestehe ich ehrlich. 
Alles andere war immer rein körperlich. Aber mit Gefühlen verbunden ist Sex eine ganz andere Dimension. 

How broken hearts breakWo Geschichten leben. Entdecke jetzt