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Sie zog mich weiter, durch die Gänge hinaus zur Brücke und ich blieb weiter stumm. Die Sonne strahlte uns grell entgegen und die Luft war angenehm warm gewesen. Der Zeitpunkt schien perfekt.

Zu perfekt-

Ekelhaft perfekt.

Ihre Haare fielen gleichmäßig über ihre Schultern. Ihre Augen funkelten als sie endlich stehen geblieben war und mich ansah, als würde sie mich zum allerersten mal sehen.

Sofort riss ich meinen Arm aus ihrer Hand und zog eine Augenbraue nach oben;

„Was willst du?"

„Uh, nicht gerade freundlich." Sie lehnte sich, mit dem Armen verschränkt, gegen einen steinernen Pfosten und grinste breit.

Keine Ahnung warum, doch dieser Anblick faszinierte mich;

Wie sie da stand als wäre sie sich total sicher in dem was sie tat und als würde sie wissen, wie gut sie in ihrem Outfit, bestehend aus einem schwarzen Rock, einem weißen Hemd, schwarzen Kniestrümpfen und ihrer Gryffindorkrawatte, aussah. Als würde sie wissen, was sie mit mir tat, was sie in mir auslöste.

Doch ich fasste mich wenige Sekunden später und verschränkte ebenfalls die Arme vor meiner Brust. Was auch immer sie wollte, es interessierte mich nicht- Genau so wenig wie sie mich interessierte.

„Ich wollte mit dir reden, Malfoy."

„Aus welchem Grund?"

Meine Augen wanderten an D/N hinunter und anschließend wieder hinauf, was sie offensichtlich etwas nervös machte. Und ich genoß es, sie nervös zu machen.

Sehr sogar.

„D-Das wegen heute.." stammelte sie „Das tut mir wirklich leid. Ich hatte nicht die Absicht dich fallen zu lassen, aber das was du da gesagt hast-"

„Lass mich raten-" unterbrach ich sie „Meine Worte haben dich ziemlich getroffen und verletzt."

„Ja." Antwortete sie mir, überraschender Weise.

Mit dieser Antwort hatte ich nicht gerechnet gehabt.

Natürlich wusste ich, dass es so gewesen war.

Aber, dass sie dazu stand, offen und ehrlich?

Ohne eine Antwort von mir abzuwarten fuhr sie fort;

„Draco..- Ich habe lange darüber nachgedacht ob ich dieses Gespräch hier mit dir führen sollte. Aber ich habe mich dazu entschlossen, es zu wagen."

Meine Zunge fuhr über meine Lippen und ich sah tief in ihre strahlenden Augen;

„Ich bin ja so gespannt. Also- Dann lass mal hören, D/N/N."

Sie stieß sich schwungvoll von der Wand ab und stellte sich genau vor mich „Das letztes Jahr, was da zwischen uns war-"

„War eine Wette mit Blaise, mehr nicht." Fiel ich ihr erneut ins Wort.

Einen winzigen Moment lang sah sie mich an, als wäre sie kurz davor zu weinen, doch dann schüttelte sie den Kopf und redete weiter;

„Das behauptest du und vielleicht war es das auch. Aber du hast so viel Zeit mit mir verbracht, mir Sachen von dir erzählt die sonst niemand wusste. Du hast mich behandelt als wäre ich besonders für dich und du kannst mir nicht wirklich weiß machen, dass das alles wirklich nur gespielt war."

„Ach nein? Was sollte es denn, deiner Meinung nach, sonst gewesen sein?"

„Liebe." Siegessicher sah sie mich an.

Ein spöttisches Grinsen überkam meine Lippen.

„Liebe?" Wiederholte ich fragend.

Es wurde lächerlich.

Diesmal würde ich nicht darauf hören, was mein Herz mir sagte. Ich wollte mich nicht in sie verlieben, ich konnte es einfach nicht. Es war Zeit dafür gewesen sie endlich aus meinem Leben zu verbannen, ein für alle mal.

„Ja. Liebe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du so etwas empfunden hast in diesen Momenten mit mir."

Langsam trat ich ein Stück näher an sie heran und sah ihr erneut tief in die Augen;

„Oh, D/N. Liebe." Mit meinen Fingern hob ich ihr Kinn an „Liebe ist nicht real. So etwas findest du auf den abgenutzten Seiten eines alten Buches aus der Bibliothek. Alles was das mit dir war, war aus purer Langweile. Eine kleine Beschäftigung für zwischen durch. Eine kleine Wette zum Spaß. Mehr nicht."

Draco Malfoy - Mein emotionsloses HerzGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt