9

7.9K 378 22
                                        

„Mag sein." Stumpf sah er mich an „Aber sie scheint mir dir geredet zu haben. Nicht wahr? Und was hast du gemacht?" Er lachte, spöttisch.

Dieser verdammte-

„Glaubst du allen ernstes, dass es hier, an diesem Tisch, auch nur eine Person gibt die es gut findet, dass ihr im ständigen Kontakt miteinander steht?Keiner hier möchte das so wirklich. Aber sie möchte es, offensichtlich und wir akzeptieren und tolerieren das Ganze nur für sie. Weil sie zu uns gehört und wir sie nicht verletzen wollen, im Gegensatz zu dir." Potter sah zurück zu D/N, die ihn wenig später anfuhr als hätte er ihr größtes Geheimnis verraten;

„Harry! Lass es sein. Das ist ganz allein meine Sache."

„Ist es das?" Er schüttelte fassungslos den Kopf.

Was ging hier vor sich?

Es war belustigend, dass Harry Potter wirklich dachte, er hatte das Recht dazu sich einzumischen.

„Ja! Ja verdammt, das ist es. Es ist schließlich mein Leben. Ihr mögt meine Freunde sein, aber dennoch geht es hier um mich und mein Leben. Und zu dir-" sie drehte sich zu mir um „Du willst reden? Meinetwegen. Lass uns reden." Dann stand sie auf und lief an mir vorbei nach Draußen auf die Gänge, ohne ihre Freunde noch eines einzigen Blickes zu würdigen.

Ihr Geruch zog an mir vorbei und machte mich wahnsinnig. Doch unbeeindruckt folgte ich ihr und blieb wenige Minuten später vor ihr stehen.

Sie lehnte sich gegen die steinerne Wand und verschränkte die Arme vor ihrer Brust, so wie sie es immer tat „Also. Was gibt es so Dringendes, Malfoy?"

Erneut tauchte dieses Gefühl in mir auf, doch auch dieses mal konnte ich nicht genau sagen ob es Liebe gewesen war. Sie veränderte mich auf eine Art und Weise die ich selbst nicht kannte, damit hatte Blaise recht gehabt. Es war eine Art und Weise die mich schwach und stark zugleich machte.

Doch war das gut oder schlecht gewesen?

„Was da gestern passiert ist und wie ich zu dir gewesen bin. Das tut mir leid."

Dieses mal verlor ich nicht die Fassung und sah ihr direkt in ihre funkelnden Augen. Auf irgendeine Weise wollte ich mich in ihnen verlieren, doch ich tat es nicht. Konnte es nicht. Wollte es nicht. Ich war nicht schwach gewesen. Sie machte mich, Draco Lucius Malfoy, nicht schwach.

„Entschuldigt Draco Malfoy sich etwa gerade bei mir?" Es hörte sich spottend an, doch sie verzog keine einzige Miene dabei. Ihr Gesicht hatte einen stumpfen Ausdruck.

Hatte ich sie wirklich so sehr verletzt gehabt?

War es zu spät gewesen?

„Sehr lustig, aber ja. Das tut er wohl."

„Und was erwartest du jetzt von mir?" Sie beobachtete mich bei jeder einzelnen Bewegung und ließ nicht von mir ab.

Nicht einen kleinen Moment.

Es kam mir so vor als ob sie mich nervös machen wollte, doch davon konnte sie bloß träumen.

„Vorerst, dass du mir verzeihst."

„Das sollte ich hinbekommen, denn ich bin nicht sonderlich nachtragend. Noch etwas?"

Ja, sie war definitiv verletzt gewesen.

Und es war meine Schuld.

„Lass uns ein normales Verhältnis miteinander haben, ein freundschaftliches."

Ihre Miene veränderte sich für einen Moment ins unglaubwürdige „Was? Meinst du das ernst?"

„Ja."

Ich wusste, dass Blaise und alle Anderen sich bei diesem Gespräch vermutlich etwas anderes ausgemalt hatten, doch es waren meine Gefühle und meine Entscheidung gewesen. Es war einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt, ich war mir zu unsicher mit dem was da zwischen uns war. Und eine Freundschaft schien mir der richtige Anfang gewesen zu sein, um alles restliche herauszufinden.

„D-Du möchtest, dass wir befreundet sind?" Stammelte sie und es wirkte noch immer so, als konnte sie es kaum fassen.

„Ist das etwa so schlimm?"

„N-Nein-" schoss es sofort aus ihr heraus „Auch wenn du gehört hast, was Harry und die anderen darüber denken-"

Dieser verdammte Potter.

„Lass uns Freunde sein." Sie reichte mir ihre Hand und ich schüttele sie „Freunde?"

„Freunde."

Draco Malfoy - Mein emotionsloses HerzGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt