Heyy:) Leider ist das Kapitel wieder nicht soooo arig lang, aber ich hoffe es gefällt euch trotzdem?
Ich wusste nicht ganz genau, was ich bei dem Kapitel für ein Bild hochladen sollte, deshalb wundert euch nicht:)
Hoffentlich mögt ihr Lucys Mutter nach diesem Kapitel etwas mehr und könnt verstehen, warum sie so ist wie sie ist.
Viel Spaß!! Und KOMMENTIEREN und VOTEN bitte <3
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Kapitel Neunzehn
If we really want to love we must learn how to forgive.
- Mother Theresa
Mein Herz klopfte wild in meiner Brust, als ich die Hotelkarte für unser Sweet aus meiner Tasche holte. Ich atmete einmal tief durch, bevor ich sie an den Scanner hielt und zuckte dann leicht zusammen, als dieser ein leises piependes Geräusch von sich gab. Nachdem die Tür mit einem Klicken aufgegangen war, trat ich zögerlich einen Schritt in das Zimmer. Sofort hörte ich aus dem Wohnbereich Stimmen, die nur von einem Fernseher stammen konnten und augenblicklich stutzte ich. Meine Mutter sah nie fern. Niemals. Sie war davon überzeugt, dass es sinnlose Zeitverschwendung war und man nützlichere Dinge in dieser Zeit tun konnte.
Verwirrt zog ich leise meinen Blazer aus und hängte diesen an die Garderobe im Flur. Die Stimmen mussten von irgendeiner Comedy-Show stammen und ich bezweifelte stark, dass meine Mom diese Art von Humor verstand. Vorsichtig, als hätte ich Angst das stetige Lachen der Moderatoren zu unterbrechen, ging ich zum Wohnzimmer und fand meine Mutter sitzend auf dem Sofa vor. Neben ihr stand ein unberührtes Glas Whiskey und augenblicklich war ich froh, dass sie nichts getrunken hatte. Diese Schuldgefühle hätten mich wahrscheinlich mein ganzes Leben lange begleitet, da meine Mom ein starker Gegner von Alkohol war. Genau wie ich.
Als ich ihr Gesicht von der Seite betrachtete, wurde mir bewusst, dass ich meine Mutter noch nie so gesehen hatte, noch nie so . . . hilflos. Sie hatte dunkle Ringe unter den Augen und das unglaubwürdigste daran war, dass sie sich noch nicht einmal bemüht hatte, sie zu überschminken. Außerdem war die ganze Wimperntusche, die sie am Tag zuvor benutzt hatte, verschmiert und zog schwarze Streifen über ihre Wangen. Sie hatte geweint. Ich stutzte erneut. Meine Mutter weinte nie, niemals.
Ihr Gesicht war auf den Fernseher gerichtet, allerdings schien sie eher durch die flimmernden Bilder hindurch zusehen, als die Show zu verfolgen. Schuldbewusst biss ich mir auf meine Lippe. Ich hätte wirklich nach Hause kommen sollen, auch wenn wir uns gestritten hatten. Nein, ich bereute nicht ihr meine Meinung gesagt zu haben. Ich bereute es, nicht abends zum Hotel zurück gefahren zu sein.
Langsam bewegte ich mich weiter in das vom Fernseh erhellte Zimmer und ich fragte mich, ob sie überhaupt schon bemerkt hatte, dass ich da war. Wenn ja, ließ sie es sich nicht anmerken. Nachdem ich ein paar Minuten unschlüssig hinter der Couch gestanden hatte, entschloss ich mich wenigstens irgendetwas zu sagen, da ich das Gerede des Moderadtors nicht mehr aushielt.
„Mom?“ sagte ich leise, jedoch laut genug für sie zu hören. Ich konnte genau sehen, wie ihr Körper bei meiner Stimme zusammenzuckte und ihr Kopf in meine Richtung fuhr. Ihre Augen weiteten sich und bevor ich wusste was passierte, sprang sie auf und schloss mich in ihre Arme.
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Und auf einmal warst du da . . .
RomansaEin kleiner, nicht geplanter Unfall kann ein komplettes Leben verändern. Das stellt Lucy sofort fest, nachdem ein Jetski-Ausflug in ihrer Heimat Australien anders ausgeht als gewollt . Bis jetzt war Lucy immer das Mädchen, das das gemacht hat, was i...
