XI

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,,Sie haben was ?" schrie Stark entsetzt in sein Handy, das eher einer Glasscheibe ähnelte. ,,Clint, dass ist ein schlechter Zeitpunkt, für irgendwelche Witze !" ,,Es ist kein Scherz, Tony." hörte man vom anderen Ende. Der Milliardär nahm seine Brille von der Nase und rieb sich vor Verzweiflung die Stirn. ,,Wir beeilen uns." atmete er aus. Nach einem kurzen Zögern, machte er sich auf den Weg, zurück zu den anderen, die immer noch mit Strange über das Portal redeten. ,,Tony alles gut ?" fragte Natasha, nachdem sie sich zu ihm wendete. Sein blasses Gesicht verriet, dass etwas nicht stimmte. Auch Steve beugte sich, gespannt auf die Antwort, nach vorne. ,,Seven ist weg." bekam Stark mit angespannter Mimik heraus. ,,Was bedeutet weg ?" fragte Bucky. ,,Sie und Peter.." Tony strich sich über den Bart. ,,..Sie haben sich mit komischen blauen Aliens angelegt und ich habe es zugelassen." 

Er starrte das gegenüberliegende Regal monoton an. ,,Ihr solltet wohl wieder zurückkehren." sagte Strange in die Runde. ,,Er hat recht, wir können nicht riskieren dass noch schlimmeres passiert." mit diesen Worten, rüttelte Romanoff, den Milliardär wach. Ohne etwas zu sagen drehte Tony sich um und setzte seine Brille wieder auf ,,Friday ? Bring meinen Anzug hierher, ich will so schnell es geht, zum Tower zurück." 

Die anderen ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten. Auch Strange folgte ihnen. Allerdings blieb er an der Tür stehen, die nach draußen führte. ,,Danke." Rogers drehte sich noch einmal zu ihm um. ,,Dankt mir nicht zu früh. Ich habe das Gefühl dass es nicht das letzte Mal war, dass wir uns sehen." widersprach der Mann mit dem roten Umhang. ,,Bedeutet das jetzt etwas Gutes oder Schlechtes ?" schmunzelte Steve. ,,Das werden wir dann ja sehen." nach diesen Worten drehte Strange um und machte sich auf den Weg zurück zu seinen Büchern. Dabei ließ ihn sein Umhang, die große geschwungene Treppe hinauffliegen. Zumindest war dies das letzte was Rogers von ihm sah, bevor die Tür ohne einen Windschlag zufiel. ,,Steve ?" rief Sam, der bereits seine Flügel vorbereitet hatte um los zu fliegen. Bucky und Natasha saßen schon auf ihren Mottorädern, während Steve's noch auf ihn wartete. Auch Tony steckte längst in seinem, von Friday, geschickten Anzug. Immer noch schmunzelnd, schaute Cap das Gebäude an, bevor er sich auch endgültig umdrehte und zu ihnen lief.


Frisch gewaschen und verarztet, saß Amelia auf ihrem Bett und versuchte sich etwas mit dem Fernsehprogramm abzulenken. Immerhin konnte sie, solange die anderen nicht da waren, nichts an dieser schrecklichen Situation ändern. Doch auch der Fernseher war keine gute Idee. Es liefen die Nachrichten und das Hauptthema von New York war, wie auch schon die letzten Tage, die Zerstörung und der Neuaufbau der Straße, die Amelia vor einer Woche fast zur Asche verwandelt hatte. Immer noch wurde der Asphalt von Löchern gemustert, Läden waren geschlossen und das Chaos wollte kein richtiges Ende nehmen. Obwohl die junge Frau sich an nichts mehr erinnern konnte, fühlte sie sich so schuldig, dass sie sich am liebsten unter ihre Bettdecke verkriechen und nie wieder herauskommen wollte. 

Bis jetzt waren ihre Kräfte an diesem Tag am aller stärksten gewesen. Jedoch auch nicht unter Kontrolle. Die Blonde wollte sich gar nicht ausmalen, hätte sie Menschen verletzt oder sogar getötet. Mit glasigen Augen schaute sie auf ihre Hände. Man hatte ihr gesagt, sie sei die Göttin der Elemente. Aber zu den Elementen gehörte doch viel mehr als nur Feuer ? Mit einer ruckartigen Bewegung, ließ sie ihre Hand unter der Wolldecke verschwinden. Wer wusste schon, wozu sie noch fähig sein würde.

,,Ich weiß wie du dich fühlst." eine Stimme mit russischem Akzent erklang hinter Amelia. Ihr Blick wendete sich zur Tür ihres Zimmers. Wanda kam mit vorsichtigen Schritten näher. Die Zwanzigjährige schaute sie fragend an. Maximoff setzte sich neben sie aufs Bett, nahm die Fernbedienung in die Hand und stellte den Ton auf stumm. ,,Damals hatte ich meine Kräfte auch nicht unter Kontrolle, sie wurden einschließlich durch meine Emotionen geleitet und ich habe vieles Zerstört, was ich nicht zerstören wollte." ,,Was soll ich jetzt tun ?" biss Amelia sich auf die Lippe. ,,Als die Avengers mich aufnahmen, habe ich angefangen an mich selbst zu glauben, an das Gute zu glauben. Das war ein großer Schritt um meine Kräfte besser zu kontrollieren. In manchen Situationen ist es gut, seine Emotionen zu benutzen, doch vor allem brauchst du deinen Verstand." lächelte Wanda um sie aufzuheitern und fasste ihr leicht an die Stirn. 

The Avengers - Day of absolution [1]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt