Kapitel 3

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Langsam schlug Samu am nächsten Morgen die Augen auf und zog die wärmende Decke bis unter sein Kinn. Moment. Woher kam die überhaupt? Er konnte sich nicht daran erinnern, dass er sich gestern zugedeckt hatte. War das etwa... Riku gewesen? Ein kleines Lächeln huschte über sein Gesicht, als er daran dachte.
Der blonde Sänger erhob sich und verzog vor Schmerz das Gesicht. Sein Rücken schmerzte wirklich sehr, und die Nacht auf der Couch hatte wohl nicht gerade zur Genesung beigetragen.
Seufzend schleppte er sich in die Küche, machte sich Kaffee und aß eine Scheibe Brot mit Marmelade. Danach schnappte er sich sein Telefon um seine Masseurin anzurufen. Er konnte gleich vorbeikommen.

~Jetzt schon...? Wie spät war es denn?~, fragte er sich, nachdem er aufgelegt hatte und sein Blick huschte zur Uhr. 14:03 Uhr! Wie konnte er nur so lange geschlafen haben?!
Schnell machte er sich fertig, dann verließ er das Haus und lief zu seiner Masseurin, Eveliina, die zum Glück nicht besonders weit von ihm entfernt war.
„Da bist du ja", begrüßte sie ihn herzlich, als sie die Tür öffnete, nachdem er geklingelt hatte.
„Wie wars in Spanien?", fragte sie und bat ihn herein.
„Sehr warm. Viel wärmer als hier, und der Verkehr um einiges besser. Eigentlich war es ganz schön", antwortete er grinsend.
„Freut mich", meinte sie, „also, Rückenschmerzen, so wie immer?", fragte sie, woraufhin er nickte.
„T-Shirt aus, und ab auf die Liege", meinte sie grinsend und Samu befolgte brav die Anweisung. Eveliina verteilte Massageöl auf Samus Rücken, und begann dann damit ihn so zu massieren, dass die Verspannungen nach und nach gelöst wurden.
Nach etwa einer halben Stunde war die Massage vorbei, der Sänger zog sich sein T-Shirt wieder an, bezahlte Eveliina und ging gelöst und entspannt wieder nach Hause. Doch was sollte er jetzt machen? Einen Song schreiben? Wäre eigentlich keine schlechte Idee...

Die Sonne schien dem Dunkelhaarigen hell und freundlich ins Gesicht. Die Hitze, die sich unter der Decke angestaut hatte war schon nicht mehr angenehm und stöhnend drehte sich der Finne auf die andere Seite, schlug im Halbschlaf die Decke ein Stück zurück um sich Abkühlung zu verschaffen, doch erhoffte, kühlere Luft blieb aus. Er drehte sich noch ein paar mal hin und her, doch schließlich sah er ein, dass er nicht wieder würde einschlafen können. Mit abstehendem Haar setzte er sich auf und erkannte nun den Grund, warum es so warm war; Die Sonne schien in breit gefächerten Feldern in sein Schlafzimmer und erhitze den Raum gehörig. Das war wohl einer der wenigen Nachteile, wenn man ganz oben wohnte. Müde strich er sich durch das Gesicht und sein Blick glitt zu der Uhr. 13:48 Uhr. Er stand auf und streckte sich, nur um ein bisschen zu taumeln und sich im nächsten Moment am Türrahmen festzuhalten, der in seine Küche und das Wohnzimmer führte und in den Hauptraum seiner Wohnung.
„Hui...." murmelte er, ehe sich sein Körper wieder fing, nachdem er zu schnell aufgestanden war. So wie er war lief er in die Küche und griff voller Routine hinter die Kaffeemaschine, damit sie sich aufwärmen konnte, während er Neinari neues Futter gab. Dankbar strich die schwarze Katze ihm um die Beine und das erste Lächeln dieses Tages erreichte Rikus Lippen.
„Guten Morgen..." raunte er mit noch ganz belegter Stimme und kraulte den Kater, der sich nun über das Futter hermachte. Riku drückte auf das Knöpfchen der einzig wirklich luxosiösen Maschine seiner Wohnung, nach der Musikanlage, dem Fernseher und der Konsole, die ihren Platz ein Stück weiter weg hatten. Doch diese Dinge, welche seine Eltern ihm zum Auszug geschenkt hatten, hatte er noch von zuhause mitgebracht und damit zählte das nicht so richtig. Noch immer schlich sich ein Rest Müdigkeit durch seine Knochen und machte jede Bewegung schwerfällig, während er sich ein Müsli zubereitete und es und seinen Kaffee, den er, solange niemand zusah, mit sehr viel Milch trank, mit ins Wohnzimmer nahm. Ganz automatisch schaltete er den Fernseher an, zappte ein bisschen durch die Programme. Doch alles was lief war kompletter Blödsinn oder Langweilig. Also stand er auf, nahm sich den Controller und schaltete die Playstation an. Leichtfüßig sprang Ari auf das Sofa und schmiegte sich an seinen entblößten Oberkörper und wurde mit Streicheleinheiten belohnt, während Riku wahllos irgendein Spiel startete. So verbrachte er die nächsten paar Stunden in der Hitze seiner Wohnung nur in Shorts, während er, nachdem er zuende gefrühstückt hatte, seine Gitarre zur Hand genommen hatte, den Fernseher abschaltete und ein bisschen spielte. Die schwüle Hitze befeuchtete seine Haut und schließlich erhob er sich, legte die Gitarre neben Neinari, der bereits wieder auf dem Sofa eingeschlafen war und riss alle Fenster auf um wenigstens ein bisschen frische, wenn auch ebenso heiße Luft in die Wohnung zu lassen, bevor er duschen gehen würde. Das war wahrscheinlich der heißeste Tag seit Anfang des Jahres und der Startschuss in den Sommer. Der Geruch nach Blumen und Sommer erfüllte seine Wohnung, während er sich ein paar Sachen zusammensuchte und in seinem Badezimmer verschwand.

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