XIV-Auf dem Dach

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 Gut, Freunde, stellt euch auf knapp 2000 Wörter ein. Jetzt kommen die Dramione Momente so langsam ins Rollen. Ich hoffe, es gefällt euch und entschuldigt mich für meinen total verantwortungslosen einmonatigen Stopp hehe

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Die nächsten Schultage zeichneten sich am meisten durch Hermines geistige Abwesenheit aus. Zwar wusste sie stets die richtigen Antworten auf die kniffligen Fragen der Lehrer, aber es funkelte kein Ehrgeiz in ihren Augen. Im Unterricht erschien sie müde und den Blick auf einen unbestimmten Punkt in der Ferne gerichtet. Neville und Luna wechselten untereinander ratlose Blicke aus, sprachen Hermine aber nicht auf ihre neue Merkwürdigkeit an. Doch als die wahrscheinlichst klügste Hexe der Zauberergeschichte, ausversehen Nelken anstatt Lokossoblüten in einen Wolfstrank schüttete, entschlossen sich die beiden Freunde Hermine anzusprechen. Nach der verpatzten Zaubertrankstunde, fing Neville Hermine vor dem Klassenraum ab und bot ihr an, gemeinsam zu Mittag zu essen. Hermine nickte abwesend und ließ sich von ihm durch die Gänge führen. Als die Treppen sich selbstständig machten und die zwei in eine völlig andere Richtung wirbelten, räusperte Neville sich, um Hermines Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Diese blinzelte ihn nur verwirrt an.

„Und wie fühlst du dich so?"

„Neville, es ist Mittagszeit. Wie wär's mit hungrig?", antwortete Hermine auf die peinliche Frage und konnte sich kein Lächeln verkneifen.

Neville lief rot an. Er hatte die Peinlichkeit dieser Frage wohl selbst begriffen und kam sich ziemlich blöd vor. Verlegen kratzte er sich am Ohrläppchen und entschloss sich dazu, einfach die Wahrheit zu sagen, um sich weitere Peinlichkeiten zu ersparen.

„Es ist nur so...Luna und ich...ähm...also ich und Luna..."

Hermine hob fragend die Augenbrauen und wartete auf das Ende von seinem Satz.

„Wir machen uns Sorgen um dich. Du bist ziemlich komisch in letzter Zeit.", sprudelte es aus ihm heraus und er sah sichtlich erleichtert aus.

Hermine geriet ins Schwanken. Aber nicht etwa, weil Nevilles Worte sie erschüttert hätten. Nein, es war die Treppe, die während des Gespräches stillstand, sich jetzt aber erneut herumwirbelte. Schließlich lenkte sie Richtung Große Halle ein und Hermine und Neville verließen hastig die an jenem Tag ziemlich wilde Treppe.

„Der Schulstoff ist zurzeit ist wirklich schwer, und auch ich muss manchmal lernen."

Nun sah Neville noch erleichterter aus. Hermine staunte über seine Leichtgläubigkeit, die ihr in dem Moment sehr zu Gunsten kam.

„Wie ich dir bereits gesagt habe, jeder kann mit etwas Lernen jede schulische Hürde meistern.", belehrte sie ihn.

„Gut, wie ich sehe, ist bei dir doch noch alles beim Alten.", kicherte er.

Hermine hakte sich bei ihm unter und stimmte in sein Kichern ein.

„Wie meinst du das, mein fauler Freund?"

„Du belehrst mich schon wieder, Mrs. Superklug!", rief er.

Dieser Ausruf löste bei ihnen eine neue Kicherwelle aus, die aber von einem strengen Hüsteln unterbrochen wurde.

„Mrs.Granger? Mr. Longbottom? Was ist der Grund für solch eine außergewöhnlich gute Laune?", sprach McGonagall schroff und blickte die beiden Schüler wütend an.

„Wir sind auf dem Weg zum Essen...", fing Neville an, aber McGonagall unterbrach ihn sofort.

„Mr.Longbottom, ich denke sie gefragt zu haben, wieso sie sich so amüsieren und nicht wohin ihr Weg geht."

A hidden year (Dramione FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt