XXV-Abschied

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Nachdem die Todesser sich wie feige Kojoten ergeben hatten, waren Kräfte vom Ministerium eingetroffen. Plötzlich waren sie da, die grimmig dreinblickenden Zauberer, die die Todesser mit sicheren Zauberstab Bewegungen entwaffneten. Und während Verräter für Verräter vom Hofe der Schule geführt wurden, wurden die Schüler wie eine Herde Schafe in das Schulgebäude gescheucht. Hermine hatte sich noch empört umgesehen und versucht zu protestieren. Schließlich hatten die Schüler selbst den Großteil zum Sieg beigetragen. Sie hatten Seite an Seite mit den Lehrern gegen die Überreste der dunklen Armee gekämpft.

Und Neville, Luna, Draco und Hermine hatten nun wirklich den Kampf für sich entschieden. Doch niemanden schien es in der Sekunde zu interessieren. Die Mitarbeiter des Ministeriums drängten die Schüler dazu, sich ins Gebäude zu begeben und so verloren sich Hermine und ihre Freunde aus den Augen. Aber Hermines Sorge war nicht das Verlieren von Luna und Neville. Nein, die junge Zauberin suchte vergeblich nach Draco in der hektischen Menge. Der Blondschopf war jedoch nirgends zu finden.

„Miss, bitte, sie behindern unsere Arbeit.“, redete ein Mann mit rotem Schnauzer auf sie ein.

„Ich, ich suche jemanden...“, rechtfertigte sich Hermine, jedoch ohne Erfolg. Der Zauberer drückte sie bloß beiseite, tiefer ins Schulgebäude hinein und widmete sich wieder seiner Aufgabe. Die scheinbar nur aus dem Rumstehen und Befehle Austeilen bestand, wie Hermine abwertend feststellte.

Hermine schaffte es, sich aus der Schülerflut zu befreien und blieb etwas abseits an der Mauer stehen. Die Schülerschar drängte sich an ihr vorbei in den Speisesaal, doch Draco war keinesfalls in der Menge zu erkennen. Verzweifelt drückte Hermine ihre Schläfe gegen das kalte Gestein, als sie plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter spürte.

„Draco?“, drehte sie sich hoffnungsvoll um, wurde aber bitter enttäuscht. Sie erblickte nämlich bloß die klägliche runde Figur von Professor Paffel.

„Miss Granger,“, schnappte er sie am Handgelenk und zog sie zu sich runter. Sein rußverschmiertes Gesicht war nun direkt vor Hermines Augen, in die der Lehrer ernst dreinblickte.

„Miss Granger, ich muss Ihnen von der werten Direktorin McGonagall ausrichten, dass sie sich im Augenblick, um Ihren, nun ja, Freund kümmert.“, flüsterte er ihr zu.

Erschrocken starrte Hermine ihren Lehrer an. Sie wusste nicht, ob sie es als gut befinden sollte, dass Draco bei McGonagall war. Er hatte immerhin den Todesfluch benutzt, auch wenn es dazu gedient hat, die Schule zu retten und einen äußerst widerwärtigen Mann zu stürzen. Und jedes Zaubererkind, auch das, was aus einer Muggelfamilie stammt, wusste, was für eine Strafe denjenigen erwartete, der diesen Fluch über die Lippen brachte.

„Keine Sorge, es wird sehr wohl in Ihrem Interesse gehandelt, Miss Granger. Mister Malfoy wird Schutz benötigen und diesen werden wir ihm geben können.“, beendete Paffel seine Botschaft und trabte schwerfällig davon, ohne das Hermine ihm auch nur eine Frage stellen konnte. Sie hatte also keine Wahl, als den anderen zu folgen und sich in den großen Saal zu begeben. Dort wurden die Schüler aber nicht etwas von McGonagall in Empfang genommen sondern von Professor Paffel, der unsicher die Hände knetete, als er aufstand, um seine kurze Ansprache zu halten. Er bat die Schüler stammelnd sich in ihre Zimmer zu begeben und morgen wie gewohnt zum Frühstück anzutreten.

„Morgen werden wie gemeinsam alles weitere besprechen. Dann auch unter der Aufsicht unserer werten Direktorin Professor McGonagall. Und nun, wünsche ich ihnen eine ruhige und erholsame Nacht.“, beendete er seine Rede und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Alle Schüler waren erschöpft, verwirrt und teils stets verschreckt, also begaben sich alle ohne großen Protest in ihre Betten. Zwar blieben einige noch in den Gängen stehen, um die Erlebnisse gemeinsam zu verarbeiten und wild über den morgigen Tag zu spekulieren; diese wurden dann aber innerhalb kürzester Zeit von den Schulsprechern verscheucht.

A hidden year (Dramione FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt