*Rechtschreibung&co noch NICHT überarbeitet*
Hermine wischte sich mit der Handfläche die Tränen aus den Augenwinkeln, vorsichtig, ohne das Gesicht rot zu reiben und somit danach jedem zu verraten, dass sie geweint hatte. Das Jahr war lang gewesen und demenstprechend auch die kurze gedankliche Reise in die Vergangenheit. Jedes einzelne Bild war so klar, als ob es sich um ein frisches Foto handelte.
Es drang bereits Musik aus dem Festsaal und ein warmes Licht drang bis zu Hermine durch. Sie holte Luft, ließ die abendliche Brise in ihre Lungen, reckte den wohl frisierten Kopf in die Höhe und machte sich auf den Weg. Scheinbar waren bereits alle da, denn der eigentlich so große und weite Saal schien absolut überfüllt zu sein. Bunte Kleider vermischten sich miteinander und bildeten gemeinsam eine kunterbunte Leinwand. Samt rieb sich an Seide und Tüll verdrehte sich mit glitzernden Pailetten. In dem bunten Durcheinander konnte Hermine kein bekanntes Gesicht ausmachen, ihre Freunde schienen wie vom Erdboden verschluckt. Doch das kam Hermine eigentlich nur recht, denn sie wusste nach wem sie eigentlich insgeheim Ausschau hielt.
Ein freudiges Pochen breitete sich in ihrem ganzen Körper aus, als sie Dracos Kopf in der sich bewegenden Menge erspähte. Blond und in die Höhe gereckt, genau wie er Hogwarts damals in der stürmischen Winternacht verlassen hatte, bahnte er sich nun sicher seinen Weg durch die lachenden, tanzenden und schwatzenden Schüler. Hermine schmunzelte und tupfte sich unmerklich erneut die Augenwinkel mit den Fingerspitzen ab. Schüler waren sie nun wahrlich nicht mehr. Etliche Wege standen ihnen nun frei und innerlich hoffte Hermine, dass sich der ihre eng mit Dracos verflechten würde. Vorsichtig glitt sie durch die Menge, wirkte gefasst und freundlich wie immer. Das nun glühende Pochen und die Anspannung verbarg sie, doch es fiel ihr mehr als schwer.
Auch Draco hatte sie nun entdeckt.
Obwohl um sie der gesamte siebte Jahrgang tänzelte, starrten sie sich direkt in die Augen und keiner der beiden schien die anderen Mitschüler vollständig wahrnehmen zu können. Hermines Blick wanderte über sein Gesicht, verlor sich in den grauen Augen, und schlich sich über die ihr noch unbekannte Narbe, die sich über seine Augenbraue zog. Sie unterdrückte das Bedürfnis zu ihm zu gehen und mit dem Daumen über diese Verformung der Haut zu streichen. Draco regte sich ebenfalls nicht, schaute Hermine bloß stumm an und an seinem Kehlkopf konnte man erkennen, dass er schwer schlucken musste. Dieser unbegreifliche Moment, der nur auf seine Auflösung gewartet hatte, wurde aber plötzlich auf eine wenig sanfte Art unterbrochen, zerstört und für immer begraben.
„Hermine! Da bist du ja!“
Rons vor Glück erfüllte Stimme ertönte direkt neben Hermines Ohr und sie spürte seine Hände an ihren Schultern.
„Wir haben dich überall gesucht! Man mussten wir uns durch die Leute drängeln...“
Harry.
Sie schenkte den beiden ein scheues Lächeln und fühlte ihre Handflächen wärmer werden.
„Was mach das Frettchen hier?“, fragte Ron plötzlich abfällig und musterte seinen ehemaligen Erzfeind argwöhnisch.
Dracos Blick verfinsterte sich, er räusperte sich und antwortete: „Ich bin ebenfalls erfreut dich zu sehen...“
Ron verstärkte seinen Griff um Hermines Schultern und wollte zu einer neuen Bemerkung ansetzen, als Harry zu sprechen anfing.
„Ron, auch wenn ich deine Einstellung verstehe...Das tue ich wirklich...“, er sog scharf die Luft ein während er Draco einen bösen Blick zuwarf, „Vielleicht sollten wir zumindest an solch einem schönen und feierlichen Tag die weiße Fahne schwenken.“
„Ich muss dir da wahrlich zustimmen, Po-...Harry.“, reichte dieser ihm die Hand. Sie war angespannt, beinahe verkrampft, doch gleichzeitig so entschlossen stark. Verdattert streckte Harry auch seine Hand aus.
Malfoy und Potter.
Ron verschluckte sich an dem Jelly Bean, welches er zu seiner eigenen Überraschung in der Tasche seines Jacketts ertastete.
Und obwohl er Harrys Namen sprach galt jedes Wort Hermine, ebenfalls wie sein Blick. Er hatte es nicht vergessen, schoss es durch ihren Kopf, nein. Zögernd lächelte sie, doch ihr Lächeln wurde nicht erwiedert. Draco nickte den Freunden kurz zu, drehte sich auf dem Absatz um und ging in der Menge unter.
Schneekugeln sind ein ziemlich schönes und magisches Spielzeug. Ein eigenes Universum in unserem, das perfekt scheint. Man schüttelt es kurz auf und es erfreut das Auge. Doch wenn so eine Kugel durch ein Ungeschick aus der Hand gleitet, vielleicht weil man doch zu viel und zu stark geschüttelt hat, dann zerspringt sie binnen weniger Sekunden und bleibt in Scherben auf dem Boden liegen.
Die Schneekugel des letzten Winters lag in Scherben vor Hermines innerem Augen. Ebenfalls wie ihr Herz.
„Was war denn das bitte?“, murmelte Ginny und Harry zuckte zur Antwort mit den Schultern.
„Egal was es war, es war erwachsen und sehr sehr überraschend.“
Ron schnaubte vor sich hin und zischte eine Anreihung von nicht sehr aristokratischen Worten.
„Ich wollte da noch jemandem zum Abschluss gratulieren...“, stammelte Hermine und löste sich von ihren Freunden.
„Kannst du das denn nicht später machen? Ich...ich meine wir, haben dir so viel zu erzählen.“, nörgelte Ron und versuchte nach ihr zu schnappen um sie zu sich zu ziehen.
„Aber später will ich doch eben mit euch sein. Schließlich sprechen alle von einer geheimen Überraschung von den Professoren...“, rechtfertigte sich Hermine und mischte sich bevor Ron protestieren konnte unter die anderen Schüler. Vielleicht wenn er alleine war, ohne Harry, Ginny und Ron...Vielleicht wenn sie beide alleine waren ohne fremde Augenpaare um sich....
Simona Bohell trat ihr aus dem Weg und ließ Hermine in ein zartes, von schwarzen Locken umrahmtes Gesicht blicken, welches ganz sicher nicht das von Draco Malfoy war. Das reizende Gesicht gehörte zu einer jungen Frau, welche ihren Arm um den von Draco geschlungen hatte. Hermine spürte beinahe, wie sich ihre Augen weiteten und wie sich ihre Mundwinkel in einem puppenhaft überraschten Schrei nach unten zogen.
Walzermusik setzte plötzlich ein und Paare, die bereits gebildeten waren oder sich schnell spontan zusammen fanden, fingen an die passenden Schritte auszuführen. Draco hatte seine Hand an der Taille seiner Partnerin positionniert, sein Gesicht war ausdruckslos und sein Körper schien von dem des Mädchens distanziert. Und trotzdem war jede spielerische Drehung die dieses Paar zur sanften Musik vollführte, unerträglich für Hermine. Sie schwebten wie zwei schwarze Schwäne über das glänzende Parkett. Und es ist bekannt, dass schwarze Schwäne dazu verdammt sind auf ewig bei ihrer Farbe, dem verfluchten Schwarz zu bleiben.
Erneut tauchte Ron, wie aus dem Nichts auf und packte Hermine an der Hand. Ein dümmliches, wie es Hermine plötzlich schien, Lächeln zierte sein rundes Gesicht, als er versuchte sich mit ihr in die tanzende Menge einzugliedern. Er hatte noch mehr Sommersprossen bekommen, fiel es Hermine auf, als sein Gesicht ihrem nahe kam. Doch diese Nähe erschien ihr nicht mehr selbstverständlich, viel mehr fühlte sie sich bedrängt und unzufrieden. Ron war wahrlich kein Inbegriff der Grazie, das konnte wohl jeder Schüler von Hogwarts bestätigen. Deshalb stellte er sich beim Tanzen auch alles andere als geschickt an. Hermine fühlte jedesmal, wie ihr die Hitze zu Kopf stieg, als sie mit Ron an Draco und seiner Partnerin vorbeistolperte. Während die beiden elegant über das Parkett glitten, trat Ron beinahe bei jedem Versuch einer Drehung auf Hermines Füße. Doch trotzdem schien er äußerst mit sich zufrieden zu sein und grinste Hermine leichtsinnig an. Beinahe jedesmal überwand sie sich zu einem Lächeln, schluckte die aufkommenden Tränen herunter und schielte auf den Ring, welcher gekonnt getarnt ihren Ringfinger schmückte.
Das Wappen der Malfoys schimmerte bei dem hellen Licht, das der protzige Kronleuchter spendete, leicht durch den falschen Smaragd durch, den Hermine vor dem Ball schnell befestigt hatte. Jedesmal als Rons schwitzige Hand auf ihrer Seite auf und ab rutschte schien das grünliche Licht ihr Hoffnung zu zu blinken.
Die Musik verstummte langsam, der Tanz löste sich auf und ein permanentes Wispern und Flüstern setzte ein. Dieser Tanz sollte als kurze Einführung dienen, so war es vorgesehen. Doch nun, nachdem die Schüler sich flüchtig begrüßen und den symbolischen Walzer beenden konnten, betraten die Lehrkräfte den Saal und augenblicklich verstummten die unzähligen Stimmen. Denn auch wenn jeder der jungen Leute im Raum stolz von sich behaupten konnte kein Schüler mehr zu sein, war der Respekt vor den Lehrern nicht erloschen.
Professor Paffel hatte sich nach seinen schweren Verletzungen in der letzten Schlacht prächtig erholen können, wie es schien. Er war nun um einen dritten Kinnansatz reicher, so flüsterte es Harry schelmisch lächelnd seinen Freunden zu. Ron prustete in seine Handfläche und erntete eine Mahnung von Ginny, während Hermine sich von diesem harmlosen Geschwätz entzogen hatte. Ihre Augen tasteten aufs Neue Dracos Gesichtszüge ab, suchten nach der kleinsten Spur von Gefühlen in diesen Augen, dem kleinsten Schatten von Erinnerungen in den dunklen Augenringen und nach demselben Schmerz wie sie ihn empfand.
Sie wurde nicht fündig.
Höflichkeit war eine Qualität, die man Hermine immer zuschreiben konnte und so schaffte sie es auch in dem Moment sich aus dem Sumpf ihrer eigenen Gedanken zu befreien und die Aufmerksamkeit ganz auf die Lehrer zu lenken.
Neben dem nun wahrlich kugelrunden Professor stand, stattlich und streng gekleidet wie immer, Professor McGonagall. Die alte Dame hatte, trotz einer immerhin leicht feierlichen Robe aus grauem Samt, ihre Haare wie gewohnt streng zurückgekämmt und blickte die Schüler leicht herrisch und liebevoll zugleich an. Jede dieser jungen Persönlichkeiten hatte sie beim Erwachsenwerden beobachten können. Und einige von ihnen hatte sie trotz vieler Schwiereigkeiten sogar in ihre Herz schließen können.
Die Direktorin räsuperte sich.
„Willkommen!“, hallte ihre klare Stimme durch den festlich geschmückten Saal und alle Blicke richteten sich auf sie.
„Willkommen, liebe Schüler und werte Kollegen! Willkommen bei dem diesjährigen Abschlussball des siebten Jahrganges.“
McGonagall legte eine Pause ein, um den ausgebrochenen tösenden Applaus ausklingen zu lassen.
Ron legte seinen Arm um Hermines Schultern und sie klappte beinahe zusammen, als hätte man ihren Nacken mit Blei übergossen, so schwer fühlte sich die einst vertraute Berührung an.
Fortsetzung folgt...
Ich habe Wattpad seit Herbst nicht mehr aufgemacht.
Ich habe keine Ahnung, warum ich dieses Buch (?) noch überhaupt fertig schreibe. Es ist zweifelhaft, dass noch irgendjemand das hier liest. Aber das ist okay. Schließlich sollte man, wenn man in gewisserweise Verantwortung übernimmt. Es auch bis zum Ende und vorallem geregelt durchziehen. Es ist okay. Ich hätte um ehrlich zu sein auch dieses Geschriebsel aus meiner Bibliothek entfernt, wäre ich ein enttäuschter Leser.
Aber vielleicht interessiert es jemanden, warum das so lange gedauert hat.
Ich habe in kürzester Zeit fast über 10 Kilo abgenommen, BMI 14.5.
Ich bin ein Mensch der nach Kontrolle lechzt, der möglicherweise Schutz in der Zerbrechlichkeit gesucht hat. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht mal mehr, warum ich nicht geschrieben habe. Ich weiß überhaupt nichts mehr, außer dass meine Nägel blau waren. Der Kreis zieht einen wie ein Tornado in sich rein und man bemerkt es wirklich nicht. Stress, Perfektionismus und plötzlich reden alle wie feige Aasfresser hinter deinem Rücken. Aber das ist okay.
Ich habe keinen Sinn im Schreiben gesehen, aber jetzt brauche ich es erneut. Ich muss hier weg und jeder Klick auf der Tastatur bringt mich in andere Welten, zu besseren Menschen und vielleicht auch zu der Perfektion, die eigentlich jeder sucht. Ich weiß nicht warum ich das unter das Kapitel packe. Vielleicht will ich mich einfach rausreden, weil ich mich eigentlich für diese Auszeit vom Schreiben schäme. Auf jeden Fall hoffe ich, dass sich wenigstens ein oder zwei Leser für die kommenden letzten 2 Kapitel interessieren werden. Aber auch wenn nicht, es ist okay. Obwohl ich ein Fluchttier bin, bringe ich Angefangenes zum Ende. Prinzipien.
Sehen wir es als einen Lichtblick in dem Jahr in dem Emojis der Film rauskommen soll.
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A hidden year (Dramione FF)
Fiksi Penggemar"Der Familienname sagt gar nichts über einen aus, Granger." Seit neustem auch mit Fortsetzung: A hidden hour
