Schneeflocken mischten sich mit Ruß und fielen als ein schwarz-weißes Duo auf den vereisten Boden, auf die Köpfe der Kämpfenden und deren Mäntel. Schon bald war alles in ein Aschegrau gehüllt und schien von oben wie versteint.
Und inmitten der kämpfenden Schüler und Todesser lag ein steifer Körper, die weißen langen Haare wie ein Fächer um den Kopf verteilt. Der Schreck zeichnete noch die Züge des bereits eiskalten Gesichts. Weit aufgerissene Augen, die nur noch aus de Weißen zu bestehen schienen und der Mund zu einem Schrei angesetzt. Der Todesfluch hatte wohl das Oberhaupt der zerrütteten Malfoy Familie erwischt und diesem den Lebensgeist entnommen.
Hermine starrte den leblosen Körper an, sah den Zauberstab, der neben dem Toten lag und offensichtlich nicht diesem gehörte, und wusste, wen sie zu suchen hatte. Schnell bückte sie sich, um den Stab aufzuheben und verstaute diesen in einer ihrer Manteltaschen.
Sie drängte sich durch die Menge, wich Zauberstrahlen aus und gelangte so schnell in das Innere des Gebäudes. Dort waren kaum Kämpfende, doch die lauten Geräusche von Draußen hallten trotzdem durch die leere Schule.
„Stupor!", sprach Hermine im Rennen und rettete somit einem Fünftklässler, welcher von einem Todesser gegen eine Wand gedrängt wurde, das Leben. Ehe der Todesser sich von dem Schlag erholen konnte, hatte der Fünftklässler schon den nächsten Zauberspruch auf ihn abgefeuert. Den weiteren Verlauf des ungleichen Kampfes konnte Hermine nicht mehr mitverfolgen, denn sie steuerte bereits den Schlafraum der Slytherins an. Den Zauberstab sicherheitshalber nach vorne gerichtet stürzte sie in das Zimmer und senkte den Stab, als sie bemerkte, dass dort niemand war.
„Wo ist er bloß?", flüsterte sie zu sich selber und raufte sich die Haare.
Während Schreie und Explosionen Hogwarts umsponnen hatten, saß Hermine, eine Gryffindor, auf dem Bett von irgendeinem Slytherin Jungen und verzweifelte.
Doch plötzlich richtete sich die Schülerin auf und rannte aus dem Zimmer. Zielstrebig steuerte sie das Verschwinde-Kabinett an. Sie hatte sich nämlich erinnert, wie Harry ihr einst erzählt hatte, dass er Draco dort weinen gesehen hat. Es ist also möglich, dass er erneut dort ist, dachte sich Hermine während sie durch die Flure rannte. Beinahe wäre sie an der richtigen Tür vorbeigesprintet, doch sie kriegte noch im richtigen Moment die Kurve. Vorsichtig betrat sie den abgedunkelten Raum und räusperte sich. Es war bedrohlich still und Hermine fing an an ihrer Idee zu zweifeln. Was wenn sie sich geirrt hatte? Was wenn Draco ganz woanders war? Doch ihre Zweifel schwanden, als sie in der hintersten Ecke des Raumes eine Lichtkugel enstehen sah.
„Draco?", flüsterte sie unsicher und ihr Flüstern wurde erhört.
„Hermine?", kam es zaghaft aus der Ecke, doch das Mädchen stürmte bereits dahin.
Draco saß auf dem kahlen Boden, den Rücken gegen die Wand gelehnt und seine Augen waren rot, die Haut jedoch noch bleicher als sonst.
„Draco!", rief sie und schlang ihre Arme um ihn.
Doch der junge Malfoy rührte sich nicht.
„Ich habe ihn umgebracht.", hauchte er und Hermine sah wie seine Unterlippe zu beben anfing.
„Ich habe meinen Vater getötet!"
Dracos Stimme wurde lauter und seine Gesichtszüge verzogen sich.
„Ich habe ihn getötet!", schrie er und sein ganzer Körper erzitterte.
Hermine legte ihre Handflächen auf seine Wangen und schaute ihm in seine wässrigen Augen.
„Du hast das Richtige getan. Diesmal hast du das Richtige getan.", redete sie auf ihn ein, während sie sein Gesicht in den Händen hielt.
Draco schüttelte bloß den Kopf und versuchte sich aus Hermines Griff zu befreien, doch diese zog sein Gesicht bloß an ihre Brust und sank mit ihm auf den Boden.
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A hidden year (Dramione FF)
Fanfiction"Der Familienname sagt gar nichts über einen aus, Granger." Seit neustem auch mit Fortsetzung: A hidden hour
