Am nächsten Morgen verschliefen wir das Frühstück und wurden erst wach als schon Zeit für das Mittagessen war. Nachdem wir gegessen und geduscht hatten beschloss ich meine Hausaufgaben zu machen und Sev setzte sich zum Lesen auf das Bett.
Die zwei Wochen unterrichtsfreie Zeit vergingen wie im Flug. Ich erledigte alle meine Hausaufgaben, die mir die Griffindor jeden Tag nach dem Unterricht brachten.
Sie blieben immer etwas um mir zu erzählen was ich verpasste. Sev und ich genossen die gemeinsame Zeit und konnten kaum die Finger von einander lassen.
Am Freitag Abend bevor ich wieder am Unterricht teilnehmen sollte, begleitete Severus mich in Dumbledores Büro. Ich sollte meinen Arbeitsvertrag unterschreiben und war schrecklich aufgeregt. Kaum hatten wir die Treppe zu seinem Büro erreicht und die Wasserspeier versperren den Schülern den Blick auf uns, griff er nach meiner Hand und so legten wir den Rest des Weges zurück.
Dumbledores Büro hatte sich nicht verändert seit ich das letzte mal hier gewesen war. Ich liebte diesen Raum, den hier hatte ich Severus zum aller ersten Mal gesehen.
Wir setzten uns an Dumbledores Schreibtisch und er gab mir ein Pergament. Ich überflog es und unterzeichnete.
„Herzlichen Glückwunsch meine Liebe Aria. Von nun an bist du Teil der Lehrerschaft von Hogwarts. Bitte nenn mich in Abwesenheit anderer Schüler Albus.“
Ich war überrascht über diese Bitte aber es freute mich, dass er mich so herzlich willkommen hieß.
„Der Orden wird morgen Abend im Grimmaultplatz zusammenkommen und ich würde dich gerne als neues Mitglied vorstellen Aria. Die meisten von ihnen kennst du bereits, doch einige noch nicht. Da du noch etwas langsam machen musst wird Severus dich sicher gerne mit dort hin nehmen.“, fuhr er fort.
Als die Details besprochen waren machten Sev und ich uns wieder auf den Weg zurück in mein Zimmer. Er hatte mich schon Tage zuvor gebeten ihm aramäisch beizubringen, da ihn die Sprache faszinierte und seitdem brachte ich ihm jeden Tag ein paar neue Wörter bei.
Er lernte schnell und nach wenigen Tagen konnten wir schon kurze, einfache Gespräche führen.
Es ist schnell Routine geworden, dass wir am Abend im Bett lagen und uns unterhielten.
„Sev, warst du schon mal so verliebt wie jetzt?“
„Ich dachte lange, dass ich Harry’s Mutter lieben würde aber als du damals Albus Büro betreten hast, da wusste ich, dass alles davor keine Liebe war. Erst durch dich habe ich erfahren was Liebe ist. Aria ich hab noch nie so für jemanden empfunden wie für dich.“
Er küsste mich und ich glaubte ihm jedes Wort.
„Aria, willst du eigentlich mal Kinder?“, fragte er mit den Lippen an meiner Schläfe und den Armen um meinen Oberkörper.
„Ja, am liebsten zwei. Und du?“
„Mit dir schon Liebling. Je mehr desto besser.“
Ich musste lachen bei dem Gedanken an Sev mit einem Baby im Arm.
Wir unterhielten uns noch lange über unsere gemeinsame Zukunft und lachten viel bis wir irgendwann, fest aneinander gekuschelt, einschliefen.
Am nächsten Tag begleitete Sev mich zu Blackjack in den verbotenen Wald. Während ich mich mit ihm unterhielt und ihm erzählte was in den vergangenen zwei Wochen alles passiert ist, sammelte Sev Zutaten für seine Tränke.
Als Blackjack mir seine Erlebnisse erzählte strich ich gedankenverloren durch das Gras in dem ich saß und holte Goldnuggets für ihn aus dem Boden.
„Womit fütterst du ihn da?“, riss Sevs Stimme mich aus meinen Gedanken.
„Mit Gold. Das frisst er am liebsten.“, antwortete ich noch etwas verwirrt.
Sev setzte sich neben mich ins Gras, nahm eines der Goldnuggets in die Hand und fragte fasziniert
„Woher hast du das?“
Ich musste lachen „Stimmt, das weißt du ja noch gar nicht. Was dachtest du denn woher ich mein Geld habe?“, fragte ich ihn.
„Ich weiß nicht, geerbt vielleicht?“
Ich küsste sein verdutztes Gesicht. „Ich zeig es dir.“, sagte ich, kniete mich hin und legte meine Handflächen auf den Boden. Rings um mich bekam die Erde kleine Risse und Gold und Edelsteine erschienen an der Oberfläche, wie Blütenknospen im Frühling.
„Ich dachte, ich hätte in meinem Leben schon alles gesehen aber du junge Dame überrascht mich immer wieder.“
Ich musste lachen, wenn ihn das schon so beeindruckte was würde er sagen wenn er wüsste was ich sonst noch so kann.
Wir hatten uns von Kinky einen Picknickkorb packen lassen, damit wir nicht zum Mittagessen zurück ins Schloss mussten.
Sev breitete eine Decke auf der Wiese auf und wir aßen in den vermutlich letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres zu Mittag. Am Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg. Sev ging in seine Räume um sich zu duschen und ich machte das selbe nur in meinem Zimmer. Ich ließ meine Haare offen und schminke mich etwas. Ich entschloss mich für mein schlichtes, königsblaues, schulterfreies Cocktailkleid. Es endete kurz über meinen Knien und hatte Ärmel aus Spitze. Dazu trug ich schwarze High Heels mit einem dünnen Riemen um die Knöchel und meine schwarze kleine Handtasche, die wie alle meiner Taschen ein unglaubliches Fassungsvermögen hatte, an einem Riemen über der Schulter. Mein Makeup hielt ich schlicht.
Ich war kaum fertig da klopfte es. Ich öffnete die Tür und lächelte in Sevs dunkle Augen. Er sah mich an öffnete den Mund aber sagte nichts. Als er eintrat brachte er endlich einen Ton hervor „Wow“ er starrte mich noch immer an also fragte ich „Kann ich so gehen?“
„Du siehst unglaublich aus Liebling. Wie soll ich da so tun als wärst du nur meine Schülerin?“
Ich lachte „Na das wirst du schon schaffen. Ich glaub an dich.“
Er nahm mich in den Arm und küsste mich lange, dann ließ er mich los und griff sich in die Manteltasche.
„Ich hab was für dich.“
Er gab mir eine schmale, längliche Schachtel und als ich sie öffnete war ich die die sprachlos war.
In der Schachtel lag eine feingliedrige Silberkette. Der Anhänger war ein Diamant in Herzform.
Ich küsste ihn liebevoll und sagte „Sev, sie ist wunderschön.“
„Freut mich, dass sie dir gefällt. Komm ich mach sie dir um.“
Ich gab ihm die Schachtel zurück und drehte ihm den Rücken zu. Er legte mir die Kette um und gab mir einen Kuss auf die nackte Schulter.
„Komm wir müssen los.“ Mit diesen Worten verließen wir mein Zimmer.
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Unbreakable // Severus Snape ff
FanfictionDie 17-jährige Aria kann ihrem alten, schrecklichen Leben entfliehen und findet in Hogwarts nicht nur ein echtes Zuhause, sondern erfährt auch was Freundschaft bedeutet. Sie verliebt sich unsterblich in ihren fiesen Tränkeprofessor Severus Snape. Do...
