„Aufwachen mein Engel“, flüsterte Sev mir am nächsten Morgen ins Ohr.
„Noch fünf Minuten“
„Nein steh auf, die Pancakes werden sonst kalt.“
Ich war schlagartig wach. „Hab ich Pancakes gehört?“
„Ja ich hab dir welche gemacht.“
„Womit hab ich einen Mann wie dich nur verdient?“ er lächelte mich an, gab mir einen Kuss und ich konnte kaum fassen wie sehr ich diesen Mann doch liebte.
Wir lachten viel während wir frühstücken. Ich war in Sevs Gegenwart so glücklich. Er gab meinem Leben wieder Sinn und nachdem ich die Hoffnung auf ein zufriedenes Leben schon lange aufgegeben und den Glauben an die wahre Liebe längst verloren hatte, trat dieser wundervolle Mann in mein Leben und belehrte mich eines besseren.
Nachdem wir geduscht hatten und ich eine Jeans und einen Pulli angezogen hatte hüpfte ich in meine Stiefel und Sev half mir in meinen Mantel. Ich warf mir meine Tasche über die Schulter und wir verließen Hogwarts Hand in Hand durch unseren geheimen Tunnel.
In Hogsmeade angekommen apparierte Sev mit mir bevor uns jemand sehen konnte. Den ganzen Weg durch den Tunnel hatte ich versucht etwas über unser Ziel aus ihm heraus zu bekommen, doch er schwieg eisern und lächelte mich nur an.
„Was sagst du Liebling?“, fragte Sev, kaum das wir angekommen sind.
Ich war sprachlos. Wir standen in einem verschneiten Wald und vor uns führte eine breite, beleuchtete Holztreppe zu einem luxuriösen Chalet. Es stand auf Pfeilen zwischen Baumwipfel an einem Hang. Es war wunderschön.
Wir stiegen die Treppe hoch und standen auf einer Veranda die rings um das Chalet führte. Im Inneren brannte ein steinerne Kamin. Auf dem rustikalen Holzboden lagen wunderschöne flauschige Teppiche in weiß. Das Chalet bestand aus einem großen gemütlichen Raum mit einem riesigen Bett, dessen Fußende Richtung Kamin zeigte. In der Mitte des Raums stand ein Esstisch mit vier gemütlichen Sesseln. Auf der linken Seite war eine kleine Küche und die Tür zum Badezimmer. Gegenüber der Eingangstür war eine vierflüglige Terrassentür und davor stand ein großer Whirlpool.
Von der Terrasse konnte man in ein atemberaubendes Tal blicken, durch das ein reißender Fluss floss.
„Ich hab keine Ahnung wie du das hier gefunden hast Liebling aber ich will hier nie wieder weg.“
Ich konnte meinen Blick nicht von dem Tal losreißen und stand mit beiden Händen auf das Geländer gestützt einfach da und genoss die Ruhe des Waldes.
Severus stand dicht hinter mir und hatte beide Arme um meine Taille gelegt.
Nach einiger Zeit küsste er meinen Hals „Lass uns rein gehen Prinzessin. Es ist ganz schön kalt hier und ich will nicht dass du krank wirst.“ Drinnen zogen wir uns Schuhe und Mantel aus und kuschelte uns auf das Bett.
Ich konnte mein Glück kaum fassen. Hier saß ich, an diesem märchenhaften Ort, mit dem Mann meiner Träume.
„Soll ich uns was zu essen machen?“, fragte Sev nach einiger Zeit. „Nein ich bin dran. Du hast schon Frühstück gemacht.“
Ich küsste ihn noch einmal innig und stand auf um in die Küche zu gehen.
Der Kühlschrank und der Vorratsschrank war prall gefüllt und ich entschied mich für gebratenes Gemüse und Steak.
„Soll ich dir helfen?“
„Nein Liebling. Setz dich hin und genieße die Ruhe. Ich bin ohnehin fast fertig.“
Ich entkorkte eine Flasche Rotwein und goss ihn in zwei bauchige Weingläser, dann platzierte ich Gemüse und Fleisch auf den Tellern und ließ Besteck, Teller und Gläser sachte zum Tisch schweben.
„Ich dachte nicht, dass du so gut kochst, mein Schatz.“, stellte er überrascht fest.
Ich musste lachen und verschluckt mich am Wein.
„Wieso denn das?“, wollte ich wissen.
„Naja, du bist intelligent, wunderschön, humorvoll, eine talentierte Zauberin und du kannst kochen. Du bist mein Hauptgewinn und ich werde dich nie wieder gehen lassen.“
Ich lächelte in an, gerührt von seinen Worten „Ich hab auch nicht vor irgendwann wieder zu gehen. Sev Ich liebe dich und ich will mein Leben mit dir verbringen.“
Unser erster Abend war perfekt. Wir beschlossen ihn im Whirlpool ausklingen zu lassen. Das Wasser war wunderbar warm und ich saß lange mit dem Rücken an Sevs Brust gelehnt. Von unserem Platz im Whirlpool aus konnten wir Millionen Sterne am Nachthimmel funkeln sehen.
Wir hatten das Licht ausgemacht und Kerzen angezündet bevor wir uns mit unseren Weingläser in den Pool gesetzt hatten.
Nach einiger Zeit drehte ich mich zu Sev um und setzte mich rittlings auf seinen Schoß. Ich sah ihm in die Augen und strich ihm liebevoll eine Stähne seiner feuchten Haare aus dem Gesicht. Er packte mich im Nacken und zog mich zu einem leidenschaftlichen Kuss zu sich hinunter. Die Küsse wurden stürmischer und unsere Hände erkundeten den Körper des anderen.
Endlich als ich es kaum noch aushielt, stieß er in mich hinein und füllte mich komplett aus. Ich bewegte meine Hüften im selben Takt wie er. Unsere Lippen glitten über unsere Hälse und als wir gemeinsam zum Höhepunkt kämmen presste Sev seine Lippen fest auf meine. Erschöpft aber glücklich legte ich meinen Kopf auf seine Schulter und strich leicht über die Haare die in seinen Nacken hingen. Er küsste meine Schulter und wir blieben noch etwas so eng umschlungen sitzen.
Als unsere Hände und Füße schrumpelig waren gingen wir rüber ins Bett, kuschelte uns wieder aneinander und schliefen ein.
Der nächste Tag wahr Heiligabend und wir schliefen bis Mittag und blieben auch als wir aufwachen noch lange im Bett liegen bis der Hunger uns dazu brachte aufzustehen.
Ich zog mir schnell einen Slip und ein Shirt an und machte uns etwas zu essen während Severus dusche.
Ich fand, wir bräuchten einen Weihnachtsbaum also ließ ich einen kleinen, bereits geschmückten Baum neben dem Kamin erscheinen.
Das war das erste Mal seit 13 Jahren, dass ich Weihnachten nicht hasste.
Sev freute sich über unser spätes Mittagessen und den Weihnachtsbaum.
Als wir mit dem Essen fertig waren ging ich duschen. Ich entschied mich mein schlichtes schwarzes Kleid aus einem elastischen aber dicken Stoff anzuziehen. Es reichte bis zur Mitte meiner Oberschenkel, lag sehr eng an und war am Dekolleté und am Rücken tief geschnitten. Meine Haare ließ ich in sanften Locken über meine Schultern fallen und ich legte etwas schlichtes Makeup auf.
Als ich zurück in den großen Raum kam, saß Sev mit überschlagen Beinen auf dem Bett und las in einem Buch. Er hatte mich noch nicht bemerkt und ich lehnte mich in den Türrahmen um ihn ein wenig zu beobachten. Er war wirklich schön.
Nach wenigen Minuten sah Sev von seinem Buch hoch und mir in die Augen. Diese Augen, die einem direkt in die Seele zu blicken schienen. Dieser wunderbare Mann, der wusste wer ich bin und was ich getan hatte, liebte mich dennoch und ich dankte Gott jeden Tag dafür.
„Du siehst umwerfend aus Liebling und du trägst die Kette.“
„Ich nehm sie nie ab Liebling.“ Ich legte meine Arme um seine Mitte und er seine um meine Schultern.
Wie von selbst begannen wir ohne Musik zu tanzen. Es war magisch aber jeder magische Moment neigt sich irgendwann dem Ende und so mussten wir uns schließlich voneinander lösen wenn wir nicht verhungern wollten.
Als wir gegessen hatten, öffnete Sev eine Flasche Champagner und wir stießen auf unsere gemeinsame Zukunft an.
Ich fand, dass Zeit für Geschenke war also huschte ich zu meiner Tasche um seine zu holen.
Im ersten Päckchen war eine Kamera mit Stativ, damit wir unser gemeinsames Leben festhalten konnten. Im zweiten war ein Zaubertrankbuch auf aramäisch. Er sprach die Sprache schon ziemlich gut damit würde es ihm noch leichter fallen. Im letzten Paket war mein Lieblingsgeschenk für ihn. Es waren zwei Armbanduhren, eine für ihn und eine für mich. Auf der Rückseite waren die Worte ,forever and always‘ eingraviert sowie das Datum unseres Jahrestage. Die Uhren waren magisch miteinander verbunden und wenn man einen Ring um das Zifferblatt drehte öffnete sie sich und man konnte mit seinen Gedanken eine Nachricht an die andere Uhr schicken. So konnten wir uns immer und überall erreichen. Sev bekam feuchte Augen als ich ihm erklärte wie sie funktionieren.
Als ich seine Geschenke für mich öffnete wurde mir bewusst wie gut mich dieser Mann kannte. In dem ersten Paket war ein Buch über Zauberkunst das ich gut für die Unterrichtsvorbereitung im kommenden Jahr brauchen könnte. Dann gab er mir zwei kleine Schachtelchen. Das erste enthielt zwei Schlüssel. Ich sah ihm fragend an.
„Der hier ist für meine Räume in Hogwarts und der andere für das Stadthaus.“, gerührt von dieser großen Geste nahm ich seinen Kopf zwischen meine Hände und küsste ihn.
In dem zweiten war ein wunderschöner schwarzer Ring. Darauf war ein viergeteiltes Wappen, im linken oberen Teil war eine Schlange zu einer Unendlichkeitsschleife geschlungen, rechts daneben war ein Kreis mit einem Kreuz darin, in den unteren Teilen war links eine Blüte und rechts eine französische Lilie. Über dem Wappen sah ein Rabe in einem aufgeschlagen Buch. Das Wappen wurden zu beiden Seiten von Adlern in den klauen gehalten. Auf dem Banner darunter konnte man die Worte ,amor et virtus‘ lesen.
„Das ist das Familienwappen der Snapes.“
Ich lächelte ihn durch eine Tränenschleier an. Dieser Mann war ein Geschenk des Himmels. „Liebe und Stärke. Das passt zu dir.“
„Du sprichst Latein?“
„Ja“
„Liebling du überrascht mich jeden Tag mehr.“
Wir küssten uns lange und nach und nach landeten unsere Klamotten auf dem Boden. Wir schliefen in dem riesigen Bett miteinander und schließlich übermannte uns der Schlaf.
Der Urlaub verging viel zu schnell. Wir verbrachten die Tage damit, gemeinsam zu kochen, im Whirlpool zu entspannen und die Gesellschaft des anderen zu genießen.
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Unbreakable // Severus Snape ff
Fiksi PenggemarDie 17-jährige Aria kann ihrem alten, schrecklichen Leben entfliehen und findet in Hogwarts nicht nur ein echtes Zuhause, sondern erfährt auch was Freundschaft bedeutet. Sie verliebt sich unsterblich in ihren fiesen Tränkeprofessor Severus Snape. Do...
