Kapitel 16

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Kaum hatte sich die Tür hinter ihnen geschlossen nahm Sev mich wieder in den Arm. Wir saßen einige Zeit still da, hielten uns im Arm und genossen die Anwesenheit des anderen.
„Ich muss duschen Liebling und dann gehen wir schlafen. In Ordnung?“, brach Sev irgendwann das Schweigen.
„Aber beeil dich bitte. Ich will kuscheln.“ Wir lächelte uns an und er verschwand im Bad.
Ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viel gelächelt wie an diesem Tag. Ich war unfassbar glücklich. Sev beeilt sich wirklich und kurze Zeit später lagen wir schon eng umschlungen im Bett und schliefen zufrieden in den Armen des anderen.
Ich wachte früh am nächsten Morgen in Sevs Armen auf. Er schlief noch und sah so friedlich aus. Ich fühlte mich schon viel besser und deshalb beschloss ich zu versuchen ins Badezimmer zu gehen.
Das aufstehen war schwieriger als gedacht aber einmal auf den Beinen konnte ich ohne Probleme ins Bad gehen. Ich beschloss zu duschen und mich anzuziehen. Es dauerte länger als gewöhnlich aber ich schaffte es ganz allein mir nach dem Duschen ein Tanktop und eine Leggings anzuziehen.
Als ich zurück ins Zimmer kam schlief Sev noch. Die anderen wurden gleich Unterricht haben.
Panik stieg in mir hoch als es leise klopfte. Sev wachte davon nicht auf und ich schlich zur Tür um sie einen Spalt zu öffnen. Es war der Elf mit dem Frühstück.
„Guten Morgen Missis. Wir schön. es geht Ihnen gut.“
„Guten Morgen. Ja es wird besser. Danke“, lächelte ich die kleine Elfe an.
„Kinky bringt ihnen und dem Meister Frühstück.“
Wieso nannte dieses kleine Wesen mit den großen blauen Augen mich Missis und Sev den Meister? Seltsame Wesen diese Elfen aber es war mir unangenehm so genannt zu werden.
„Vielen Dank Kinky.“
„Ich wünsche der Missis einen schönen Tag. Ich komme wieder und hole das Geschirr ab.“
„OK bis später Kinky. Ach und bitte nenn mich einfach Aria.“
Die von Natur aus schon sehr großen Augen der kleinen Elfe wurden noch größer und Tränen stiegen in ihnen hoch.
„Ich darf die Missis beim Vornamen nennen?“
„Klar Kinky.“, ich musste lächeln. Mir wurde schon erzählt wie sensibel Hauselfen auf Freundlichkeit reagieren. „Komm kleine Freundin ich nehme dir das ab.“, sagte ich und jetzt brach die Elfe in Tränen aus.
„Freundin. Aria Underwood ist Kinkys Freundin.“
Verwirrt stellte ich das Tablett ab, ging in die Knie und nahm die aufgelöste Elfe in den Arm.
„Bitte Kinky hör auf zu weinen. Es ist dich alles gut.“
Langsam beruhigte sich das kleine Wesen in meinem Arm.
„Kinky ist überglücklich. Noch nie wollte eine Zauberin mit Kinky befreundet sein. Kinky ist die glücklichste Elfe der Welt. Kinkys Meister schimpft nie mit ihr und jetzt hat Kinky eine Freundin.“ Wieder brach sie in Tränen aus.
In meinem Rücken wurde die Tür aufgerissen und Sev stand voll bekleidet hinter mir.
Als er die Elfe in Tränen aufgelöst in meinen Armen sah und meinen verzweifelten und hilfesuchenden Blick, lachte er laut. „Was ist den hier los?“
„Hör auf zu lachen und hilf mir sie will nicht aufhören zu weinen.“, flehte ich ihn an.
„Kinky jetzt ist aber gut, hast du nichts zu tun.“, richtete er sich an die Elfe die sich sofort die Tränen von den Wangen wischt.
„Ja Meister, Kinky ist schon wieder weg.“
Kinky schnippte mit den Fingern und verschwand mit einem plopp.
Sev und ich setzten uns aufs Bett um zu frühstücken.
„Was hast du zu ihr gesagt?“
„Nichts ich hab sie nur gebeten mich beim Vornamen zu nennen.“ Wieder lachte er.
„Du hattest noch nicht viel mit Hauselfen zu tun oder?“
„Nein, noch nie.“ Ich zuckte mit den Schultern.
„Sie sind etwas seltsam. Mit solchen Gesten bringst Du sie vollkommen aus dem Konzept.“
„Ich wollte doch nur, dass sie aufhört mich Missis zu nennen.“ Zwischen zwei bissen fragte Sev „Hast du gut geschlafen?“
„Ja, wenn du da bist schlaf ich immer unglaublich gut. Wie hast du geschlafen?“
„So gut wie nie zuvor. Deine Anwesenheit beruhigt mich.“
Wir lächelte uns an und er beugte sich zu mir um mir einen Kuss zu geben.
„Wie fühlst du dich heute?“
„Schon so viel besser. Ich war sogar schon duschen als du noch geschlafen hast.“
„Wirklich? Ganz allein?“
„Ja, es war noch ziemlich anstrengend aber ich hab es geschafft.“ Als wir fertig gefrühstückt hatten klopfte es erneut. Es war Kinky. Sie wollte das Tablett abholen. Wie machte sie das nur? Sie war sofort zur Stelle, sobald wir gegessen hatten ohne das ihr jemand bescheid gab.
„Kinky hat allen anderen Elfen erzählt, dass Miss Aria jetzt Kinkys Freundin ist.“, erklärte sie glücklich bevor sie wieder mit einem plopp verschwand.
„Kinky wird vermutlich den Rest ihres Lebens erzählen, dass ihr Freunde seid.“, lachte Sev als er die Tür schloss
„Wenn es sie glücklich macht, soll sie das ruhig machen.“, antwortete ich während ich mich auf dem Bett ausstreckte. „Wieso nennt sie dich eigentlich Meister?“
„Kinky ist meine Hauselfen. Ich hab sie aus meinem Haus in London mit hierher gebracht, weil ich sie nicht allein dort lassen wollte. Jetzt unterstützt sie die Hauselfen von Hogwarts.“
„Ich find es irgendwie komisch ein Wesen mit eigenem Verstand zu besitzen. Klar ich weiß, dass die Elfen es nicht anders wollen aber seltsam ist das trotzdem.“
„Du gewöhnt dich daran Liebling.“
Sev setzte sich zu mir auf das Bett uns zog mich auf seinen Schoss. Ich legte meinen Kopf an seine breite Brust und er strich mir sanft über meine Haare, dann schob er mich ein Stück zurück und sah mir tief in die Augen.
„Du bist wunderschön Aria.“
Ich spürte wie die Röte mir ins Gesicht schoss. So etwas hatte mir noch nie jemand gesagt. Ich lächelte ihn an und wusste nicht was ich darauf antworten sollte deshalb schlang ich meine Arme um seinen Hals und küsste ihn lange.
Erschrocken sprang ich auf als es an der Tür klopfte. Ich sah auf die Uhr. Es war 11. Das musste Madam Pomfrey sein. Ich ging zur Tür und öffnete sie ihr sobald Sev auf dem Schreibtischstuhl Platz genommen hatte.
„ Miss Underwood, sie laufen ja schon wieder.“, stellte sie überrascht fest und trat ein.
„Ihre Genesung ist erstaunlich.“, stellte sie nach der Untersuchung fest.
„Ich lasse ihnen die Medikamente für den Abend hier. Es reicht wenn ich sie ab jetzt nur noch einmal täglich besuche.“, sagte sie bevor sie uns wieder allein ließ.
Sev setzte sich auf das Bett und zog mich zwischen seine Beine. Ich lehnte mich mit dem Rücken an seine Brust und er Umschlag meine Taille.
„Du erholt Dich wirklich erstaunlich schnell.“, flüsterte er.
„Naja, im Grunde hab ich mein Leben lang nichts anderes gemacht. Komische Substanzen zu mir genommen und mich wieder erholt.“, antwortete ich schulterzuckend.
Ich fühlte wie Sevs Muskeln sich anspannten „Das ist jetzt vorbei Liebling. Ich werde dafür sorgen, dass dir niemand je wieder weh tut.“
Ich fand es süß, wie beschützen er war und ich musste lächeln. „Ich weis, mein Schatz.“, lächelte ich und hob eine seiner Hände an meine Lippen und küsste sie.
Schweigend saßen wir so zusammen bis Kinky das Mittagessen brachte. Ich liebte es, dass wir nicht ständig reden mussten. Es war nicht seltsam wenn wir nichts sagten.
Als Kinky das Tablett wieder abhole, trat Professor Dumbledore neben ihr durch die Tür.
„Miss Underwood, wie ich sehe hat Madam Pomfrey nicht übertrieben als sie mir erzählte wie gut es Ihnen schon wieder geht.“, sagte der Schulleiter als er auf dem Hocker vor dem Klavier Platz nahm.
„Ja, ich fühl mich schon viel besser als gestern.“
„Das freut mich sehr, denn eigentlich wollte ich sie schon vor ihrem Unfall etwas wichtiges fragen.“
„Wirklich? Worum geht es?“ Ich würde etwas nervös. Was könnte Dumbledore wichtiges von mir wissen wollen.
„Nun, wissen Sie schon was sie nach ihrem Abschluss tun wollen?“
Ich war überrascht. Darüber hatte ich noch überhaupt nicht nachgedacht. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich zu Hause und der Gedanke Hogwarts in einigen Monaten schon wieder zu verlassen schmerzte sehr.
Deshalb antwortete ich wahrheitsgemäß „Nein Professor. Ehrlich gesagt hab ich darüber nie nachgedacht.“
„Das ist gut.“, lächelte er. „Professor Flitwick hat den Wunsch geäußert, nächstes Schuljahr in den Ruhestand gehen zu wollen und mir fehlt dann eine Lehrkraft für Zauberkunst. Er ist begeistert von ihren Fähigkeiten und hat Sie als seine Nachfolgerin vorgeschlagen. Ich muss zugeben, dass auch ich sofort an sie denken musste und deshalb möchte ich ihnen die Stelle gerne anbieten.“
Ich war sprachlos und starrte Professor Dumbledore mit offenem Mund an.
„Professor Dumbledore, das wäre wundervoll. Es wäre mir eine Ehre hier zu unterrichten.“
„Wundervoll. Dann werde ich den Vertrag aufsetzen und sie kommen in einigen Tagen und unterschreiben.“
Ich sah zu Severus hinüber. Er schien auch überrascht zu sein aber ich konnte sehen wie sehr er sich freute. Ich würde hier bleiben. Zusammen mit der Liebe meines Lebens.
„Miss Underwood ich habe noch eine wichtige Frage.“, fuhr er fort. „Wissen Sie was der Orden des Phönix ist?“
„Ja, ich hab davon gelesen. Der Orden hat gegen die Seite des dunklen Lords gekämpft.“
„In der Tat. Leider gibt es den Orden noch immer weil es den dunklen Lord noch immer gibt und er dabei ist sich zu alter Macht hoch zu kämpfen.“
„Woher wissen Sie, dass es den Orden noch gibt?“
„Weil ich ihn gegründet habe Miss Underwood. Sie kennen sogar viele der Mitglieder denn Sie haben ihre Ferien beim Orden verbracht.“
Wieder war ich überrascht.
„Wieso erzählen Sie mir das? Ich dachte der Orden wäre geheim.“
„Das ist er auch. Aber ich weiß wie mächtig Sie sind und ich kann spüren, dass sie alles Böse verabscheue. Eigentlich ist es Vorschrift, dass alle Mitglieder volljährig sind und die Schule abgeschlossen haben. Sie sind zwar noch nicht mit der Schule fertig aber Sie sind volljährig und angesichts dessen was Sie bereits erlebt haben möchte ich sie fragen, ob Sie sich vorstellen könnten sich dem Orden anzuschließen.“
„Selbstverständlich.“ Darüber müsste ich nicht nachdenken. Ich wusste besser als jeder andere zu was ich fähig war, denn ich habe nie erzählt was ich mit Magie alles bewerkstelligen konnte. Sev sah mich besorgt an
„Miss Underwood bitte bedenken Sie, dass es sehr gefährlich werden kann.“
„Dem bin ich mir bewusst Professor Snape aber noch gefährlicher wäre ein Leben in einer Welt die von Voldemort beherrscht wird.“ Mein Ton duldet keine Wiederrede und Severus versuchte es auch nicht.
„Ich kann darauf vertrauen, dass Sie dieses Gespräch vertraulich behandeln?“
„Natürlich Professor Dumbledore. Sie können mir vollkommen vertrauen.“
„Sehr schön.“
Dumbledore erhob sich und ging in Richtung Tür, doch auf halbem Weg drehte er sich noch einmal um.
„Sie wissen, dass eine Beziehung zwischen Schüler und Lehrer strikt verboten ist?“
Mir rutschte augenblicklich das Herz in die Hose und ich wurde kreidebleich. Wie hatte er davon erfahren? Severus und ich nickten stumm.
„Deshalb vertraue ich darauf, dass Sie ihre geheim halten bis Sie, Miss Underwood ihr Abschlusszeugnis in den Händen halten.“
Ich traute meinen Ohren nicht.
„Sie.. Sie verbieten es nicht?“
„Wenn ich eins mit Sicherheit sagen kann, dann dass man sich der wahren Liebe nicht in den Weg stellen darf.“
Dumbledore lächelte uns an.
Severus war aufgestanden und hatte mir seine Hand auf die Schulter gelegt. Ich sah ihm in die Augen und wir lächelte uns an. „Danke Professor. Aber wie haben Sie davon erfahren?“, wollte ich wissen.
„Miss Underwood, in Hogwarts geschieht nichts ohne das ich davon weiß.“ Mit diesen Worten verließ Dumbledore mein Zimmer.
Wie verrückt dieser Tag doch war. Glücklich umarmte Sev und ich uns.
Wir wurden unterbrochen als Ron, Hermine, Harry und Ginny klopfte. Im Bruchteil einer Sekunde hatte Severus sein lächelnd durch die strenge Lehrermiene ersetzt. Ich war immer wieder verwundert wie er das machte.
„Du siehst schon so viel besser aus Aria.“
„Danke Ginny ich fühle mich auch viel besser.“
Wir setzten uns auf mein Bett und Sev korrigierte Hausaufgaben an meinem Schreibtisch.
„Wie war euer Tag. Erzählt mir alles.“, begann ich.
Also erzählten mir die anderen wie der Unterricht war und das Pansy, Blaise und Draco mich besuchen wollten. Sie gaben mir die Hausaufgaben und nach einiger Zeit räusperte sich Severus, unbemerkt war er aufgestanden und an das Bett getreten.
„Das muss für heute reichen.“, sagte er an die Griffindors gerichtet mit der kühlen Professorstimme.
„Hier ist heute ganz schön was los.“, lachte er als die Tür geschlossen und wir wieder alleine waren. Er kam auf mich zu, beugte sich zu mir herunter und küsste mich leidenschaftlich. Wieder klopfte es und wir lösten uns widerwillig voneinander. Sev holte tief Luft, verdrehte die Augen und riss die Tür mit Schwung auf.
Erschrocken zuckten die drei Slytherins zusammen. „P-p-professor Snape, was machen sie denn hier?“, stammelte Pansy.
„Miss Underwood steht unter durchgehender medizinischer Beobachtung.“, erwiderte er kalt, mit hochgezogen Augenbrauen. Er ließ die drei rein und sie setzten sich, wie zuvor die Griffindors, zu mir aufs Bett während Sev sich wieder dem Korrigieren zuwandte.
Pansy fiel mir mit so viel Schwung um den Hals, dass sich mich zurück in die Kissen warf. Ich musste lachen.
„Oh Aria, ich bin so froh, dass du diesen Mordanschlag überlebt hast.“
„Pansy, niemand hat versucht mich umzubringen. Es war ein dummer Unfall.“
„Ich weiß ja nicht, Griffindors uns Slytherins konnten sich noch nie leiden.“, warf Draco ein. „Aria, ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich hab mich nach dem Spiel benommen wie ein Idiot. Das tut mir leid und ich hoffe, du willst trotzdem noch mit mir befreundet sein.“, stieß Draco plötzlich hervor und schielt in Severus Richtung, der sofort seinen Kopf hob, sich jedoch nicht umdrehte.
„Mir tut es auch leid. Ich hatte dich nicht so hart schlagen sollen. Klar sind wir noch Freunde.“ Ich beugte mich zu ihm rüber und umarmte ihn kurz.
Blaise versuchte angestrengt nicht zu lachen. Ihn hatte es sehr amüsiert, dass Draco von einem Mädchen verprügelt wurde.
Sev warf die Slytherins schon nach kurzer Zeit wieder raus, denn Kinky brachte das Abendessen.
„Miss Aria ist Kinkys Freundin.“, rief sie den Slytherins nach und ich musste lächeln. Wie leicht es doch war eine Elfe glücklich zu machen.
Nachdem Kinky die Reste des Abendessens abgeholt hatte und Sev duschen war, sah er sich meine Bücher an. Er hatte nur eine Hose an und ich bewunderte seinen erstaunlich muskulösen Oberkörper.
„Die sind ja alle in verschiedenen Sprachen.“, stellte er fest. „Sag bloß du kannst die alle lesen.“
„Natürlich kann ich die lesen. Was hätten Bücher denn für einen Sinn wenn man sie nicht verstehen kann.“, lachte ich auf dem Weg ins Bad.
Der Tag war ziemlich anstrengend und ich beschloss mich in die Badewanne zu legen. Es tat gut und ich war entspannt als ich das Bad in meinem Schlafshirt verließ. Sev stand noch immer bei meinen Büchern und blätterte darin.
„Welche Sprache ist das?“, fragte er beeindruckt. An den Türrahmen gelehnt blickte ich kurz auf den Einband.
„Das ist aramäisch. Die Sprache ist mittlerweile ausgestorben.“ Severus legte das Buch auf den Schreibtisch und setzte sich mir gegenüber auf die Bettkante. Wie wunderschön dieser Mann doch war.
„Du beeindruckt mich immer wieder. Du bist die unglaublichste Frau die ich je kennen lernen durfte.“
Ich ging zu ihm, stellte mich zwischen seine Beine und legte meine Hände auf seine nackten Schultern. Er packte mich an der Rückseite meiner Oberschenkel kurz über den Kniekehlen und zog mich näher an ihn. Wir sahen uns in die Augen und ich beugte mich zu ihm herunter um ihn zu küssen. Er zog mich noch näher und ich setzte mich rittlings, ohne den Kuss zu unterbrechen, auf seinen Schoß. Seine Hände wanderten an meinen Beinen hinauf und der Kuss wurde stürmischer. Seine Hände setzten ihren Weg über meinen Hintern fort. Er fuhr zärtlich, unter mein Shirt, meinen Rücken hoch und legte mir eine Hand in den Nacken während die andere um meine Taille lag. Ich konnte seine Erregung spüren und begann die Linie seines Unterkiefer und seinen Hals zu küssen. Langsam streifte er mir mein Shirt über den Kopf und ließ es auf den Boden gleiten. Er küsste die Stelle zwischen meinem Hals und meinem Schlüsselbein und ich zog scharf die Luft ein. Als er aufstand, schlang ich meine Beine um seine Hüfte. Er küsste sanft den Ansatz meiner Brüste als er sich umdrehte und über das Bett beugte. Vorsichtig legte er mich auf die Matratze, seine Lippen umschlossen meine Brustwarzen und ich stöhnte leise auf. Seine Finger fuhren unter den Bund meines Slips und ließen ihn langsam an meinen Beinen hinunter gleiten. Unfähig mich zu bewegen ließ ich es zu, dass er meinen Bauch küsste während er sich mit einer Hand seine Hose auszog. Langsam und zärtlich bahnen sich seine Lippen den Weg zurück zu meinem Mund. Unsere nackten  Oberkörper berührten sich als er meinen Hals liebkoste.
„Bist du dir sicher, dass du das willst?“, flüsterte er in mein Ohr und biss mir ganz leicht in mein Ohrläppchen.
„Ich liebe dich und ich will dich. Nur dich.“, stöhnte ich. Leidenschaftlich küsste er mich als er in mich eindrang. Ich stöhnte auf und bog ihm meinen Oberkörper entgegen. Immer und immer wieder zog er sich aus mir zurück um gleich wieder in mich einzudringen. Unaufhörlich küssten wir uns. Ich vergrub die Finger einer Hand in den Haaren an seinem Hinterkopf und wir sahen uns in die Augen als wir gleichzeitig zum Höhepunkt kamen.
Sev legte sich neben mich und zog mich an seine Brust. Schwer atmen lagen wir einige Zeit so umschlungen.
Als ich wieder einigermaßen zu Atem gekommen war sagte ich „Das war unglaublich. Fühlt sich das immer so an?“
„Nein, ich glaube, es fühlt sich nur so gut an weil unsre Liebe echt ist.“ Gab Sev zurück.
Dann schob er mich ein Stück von sich weg. „Warte mal. Heißt das, dass war dein erstes Mal?“
„Liebling ich war fast mein ganzes Leben lang eingesperrt. Natürlich war das mein erstes Mal.“
Ich sah seine Gesichtszüge entgleisen.
„Es tut mir so leid. Wenn ich das gewusst hätte. Ich hatte dir mehr Zeit gelassen. Ich hätte“
Ich fiel ihm ins Wort „Sev es war perfekt. Du bist ist perfekt.“ Ich sah ihm in die Augen und lächelte.
„Wirklich?“, fragte er unsicher.
„Ja wirklich.“, beruhigte ich ihn und kuschelte mich wieder an seine Brust. Überglücklich und völlig nackt schliefen wir ein.

Unbreakable // Severus Snape ff Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt