Wir kamen gerade rechtzeitig zum Abendessen in der großen Halle an. Hier musste ich mich von meinen neuen Freunden trennen. Ich hatte Freunde gefunden, zum ersten Mal in meinem Leben. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag. Sie wollten mir das Gelände von Howards zeigen und mir den Wildhüter Hagrid vorstellen. Ich freute mich auf den nächsten Tag und setzte mich glücklich aber erschöpft zu den anderen Slytherins. „Musstest du Arme wirklich den ganzen Nachmittag mit dem Griffindor-Abschaum verbringen?", begrüßte mich Draco.
Ich sah ihn kalt an, die anderen hatten mich schon vor Dracos Arroganz gewarnt, aber ich konnte spüren, dass das nur eine Fassade war und er im Inneren nur ein missverstanden kleiner Junge war der verzweifelt die Aufmerksamkeit und Liebe seiner Eltern suchte.
„Ich musste nicht, ich durfte Draco.", antwortete ich so kalt ich konnte.
„Wie war euer Tag?", wandte ich mich an Pansy.
„Ach, ziemlich langweilig ich musste Hausaufgaben machen und die haben echt lang gedauert.", gab sie zurück.
Ich beeilt mich mit dem Abendessen denn ich war wirklich müde und die Gesellschaft der Slytherins strenge mich viel mehr an als der Nachmittag mit den drei Griffindors.
Endlich konnte ich mich auf mein Zimmer zurückziehen. Ich packte meine neuen Sachen aus und sortierte sie in den Schrank. Jemand hatte mir meine Schuluniformen auf mein Zimmer gebracht. Im Unterricht mussten alle Schüler die selbe Uniform tragen. Diese bestand aus einer weißen Bluse und einem grau-schwarz karierten Rock für die Mädchen und ein weißes Hemd und eine schwarze Stoffhose für die Jungs. Nur die Farbe der Krawatte war in den Farben der Häuser gehalten. Darüber trugen alle schwarze Umhänge.
Ich ging duschen und zog mir mein Schlafshirt an bevor ich mich in mein Bett kuschelte. Ich war hundemüde aber ich konnte nicht einschlafen. Immer wieder schlichen sich die selben dunklen Augen in meine Gedanken. Was war nur mit mir los?
Irgendwann muss ich doch eingeschlafen sein, denn das Nächste, dass ich wahrnahm war die Morgendämmerung die ich durch mein Fenster sah. Es war noch zu früh um zu frühstücken, deshalb beschloss ich zu duschen. Ich zog mir eine hellblaue Skinny Jeans, ein weißes Tanktop und einen gestrickten, altrosa Oversize Pulli an. Ich setzte mich aufs Bett und überlegte was ich tun sollte.
Als ich so in meinem Zimmer umher schaute fiel mir auf, dass ich gar keinen Schreibtisch hatte. Ich beschloss das zu ändern. Dinge erscheinen zu lassen war ein leichtes für mich. Einen Augenblick später stand ein schlichter schwarzer Schreibtisch mit silbernen Beschlägen unter dem Fenster. Gleich davor stand ein gemütlicher grauer Ledersessel auf Rollen. Ich fand, dass sich ein Klavier an der leeren Wand neben dem Schrank gut machen würde und ließ ein wunderschönes, schwarzes Klavier mit einem bequem gepolsterten Hocker erscheinen. Ich ging und setzte mich an den Flügel. Langsam begann ich willkürliche Tasten zu drücken und nach und nach begannen meine Finger eine Melodie zu spielen. Mittlerweile war es 8:45 Uhr und ich zog mir meine schwarzen Chucks an, denn um neun wollten die anderen frühstücken gehen. Als ich die große Halle betrat setzten sich Ron, Harry und Hermine geraden den Tisch der Griffindors. Ich winkte ihnen zu, dann suchten meine Augen den Tisch der Lehrer ab aber er war nicht da.
Etwas niedergeschlagen ging ich an den fast leeren Tisch der Slytherins. Ich beeilt mich mit dem Frühstück, denn ich konnte es kaum erwarten mit meinen Freunden Hogwarts zu erkunden.
15 Minuten später verließen wir zu viert das Schloss. Meine Freunde zeigten mir den schwarzen See, das Quidditchfeld, die Gewächshäuser und den verbotenen Wald. In den Wald gingen wir nicht, denn wie der Name schon verriet was das verboten. „Komm Aria, wir wollen dir unbedingt Hagrid vorstellen. Du wirst ihn sicher mögen, er ist toll.", sagte Harry auf dem Weg zu Hagrid Hütte.
Hermine klopfte an die Tür der kleinen Hütte an der nichts gerade zu sein schien. Als sich die Tür öffnete stand uns ein bärtiger Riese mit langen braunen Haaren und einem gewaltigen Vollbart gegenüber.
„Ah, da seit ihr ja. Ich hab schon Tee für uns gekocht. Kommt rein und machts euch gemütlich.", begrüßte er uns freundlich.
Das Innere der Hütte bestand aus nur einem großen Raum in dem alles riesig war. Kräuter hingen zum trocknen an der Decke und es roch nach Wald. Freudig mit dem Schwanz wedelnd lief ein großer dunkler Hund auf mich zu.
„Das ist Fang, der tut nix.", sagte der große Mann.
„Du musst Aria sein. Ich bin Hagrid. Schön dich kennenzulernen.", fuhr er fort während er mir seine Pranke entgegenstreckte.
Ich schüttelte ihm die riesige Hand und antwortete lächelnd, während ich mit der anderen Hand Fang hinter dem Ohr kraulte: „Hallo Hagrid, die Freude ist ganz meiner Seite, ich hab schon viel von dir gehört."
„Hoffentlich nur gutes.", lachte er. „Naja, du scheinst auf jeden Fall in Ordnung zu sein. Fang ist sonst eigentlich eher schüchtern aber an dir scheint er einen Narren gefressen haben.", fuhr er fort.
„Ja, mit Tieren konnte ich schon immer besser als mit Menschen. Ich liebe alle Tiere, denn sie sind immer ehrlich zu einem.", ließe ich ihn wissen.
„Da hast du vollkommen recht. Ich glaube wir zwei beiden werden und gut verstehen.", stellte er fest.
„Da bin ich mir sogar ziemlich sicher Hagrid.", sagte ich als ich mich zu den anderen setzte. Wir blieben lange in Hagrid Hütte und ich schloss ihn fast augenblicklich in mein Herz. Dieser sanfte Riese war die wohl großherzigste und liebenswürdigste Person die ich je kennenlernen durfte.
Wir unterhielten uns über Gott und die Welt und Hagrid erzählte mir viel über die Tiere die im verbotenen Wald lebten. Ich beschloss, ihm irgendwann von meinem Freund Blackjack zu erzählen aber noch nicht jetzt.
Ich vermisste ihn sehr und sorgte mich um ihn. Ich hatte ihn seit dem Abend im Ministerium nicht mehr gesehen aber ich wusste er war irgendwo da draußen und wir würden uns wiedersehen. Hagrid lud uns zum Mittagessen ein und wir beschlossen zu bleiben, da wir wirklich Spaß hatten und viel redeten.
Am Nachmittag wollten Harry und Ron ein bisschen Quidditch trainieren denn die beiden wollten auch dieses Jahr wieder in die Hausmannschaft und das Auswahltraining sollte am nächsten Wochenende stattfinden. Hermine und ich nahmen auf den Zuschauerrängen Platz.
„Du bist das erste Mädchen mit dem ich mich wirklich verstehen Aria.", stieß sie unerwartet hervor.
„Du bist auch meine erste richtige Freundin Hermine.", erwiderte ich lächelnd.
„Ich bin froh, dass du jetzt hier bist. Und ich würde dich gerne was fragen."
„Du glaubst gar nicht, wie froh ich bin hier zu sein.", sagte ich. „Was willst du mich fragen?", fragte ich etwas neugierig.
„Es geht um Ron. Denkst du er mag mich? Also... ich mein nicht nur als Freundin sondern... mehr?", wollte Hermine wissen. Ihr Gesicht verfärbt sich dunkelrot.
„Er wäre verrückt wenn nicht Hermine. Du bist unglaublich.", beruhigte ich sie.
Sie strahlte mich an „Denkst du echt?"
„Ja, und wenn du willst kann ich mal unauffällig nachforschen.", bot ich ihr an.
„Das würdest du für mich tun?", fragte sie während sie mich anstrahlte.
„Aber sicher, du bist meine beste Freundin.", gab ich schulterzuckend zurück. Sie fiel mir um den Hals und hatte uns beinahe über das Geländer in die Tiefe gestürzt.
„Aria ich hatte noch nie eine beste Freundin und ich bin wirklich froh, dass du von jetzt an meine beste Freundin bist."
„Ich auch Hermine." Still lächelte wir uns an.
Wir sahen den Jungs zu bis es anfing zu dämmern. Dann gingen wir zum Abendessen in die große Halle.
An den Tischen mussten wir uns wieder trennen doch nach dem Abendessen wollten wir uns nochmal treffen.
„Wo wollen wir jetzt hin?", wollte Harry wissen als wir die große Halle gemeinsam verließen.
„Wir können in mein Zimmer wenn ihr wollt.", schlug ich den anderen vor.
„Ich weiß nicht, was werden deine Mitbewohner sagen wenn du Griffindors mitbringst.", fragte Ron besorgt.
„Ähm ich hab ein Einzelzimmer.", sagte ich leicht verunsichert. „Wirklich? Wie cool ist das denn?", warf Hermine ein.
„Also abgemacht Arias Zimmer wird zum Hauptquartier.", lachte Harry. Ich führte die drei hinunter in den Keller zu meinem Zimmer.
„Aria dieses Zimmer ist wunderschön. Du hast sogar einen Schreibtisch und ein Klavier.", stieß Hermine hervor.
„Ja, ach übrigens Hermine, die ist für dich.", ich gab Hermine eine kleine schwarze Handtasche, die man auch über die Schulter hängen konnte.
„Wow. Ist das die Tasche die ich mir gestern angeschaut habe?", fragte sie mit großen Augen.
„Ja, sie hat dir doch gefallen oder?"
„Natürlich die ist wunderschön aber viel zu teuer. Du kannst mir die nicht schenken.", sie streckt mir die Tasche wieder entgegen. „Hab ich doch schon. Außerdem hab ich sie mit dem selben Zauber belegt wie meine.", lachte ich.
„Danke.", nuschelte sie in meine Haare als sie mich umarmte.
Wir quatschen und lachten bis die drei dringend losmussten, wenn sie noch vor der Nachtruhe in ihrem Gemeinschaftsraum sein wollten.
Ich ging duschen und machte mich fertig fürs Bett. Meine Sachen für den ersten Schultag hatte ich schon am Morgen gepackt. Ich schlüpfte in mein großes Schlafshirt und legte mich in mein Bett. Plötzlich klopfte es leise an meiner Tür. Ich sah auf die Uhr. Es war viertel nach elf also Nachtruhe. Wer konnte das sein? Ich stand auf, schlich zur Tür und öffnete sie einen Spalt.
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Unbreakable // Severus Snape ff
FanfictionDie 17-jährige Aria kann ihrem alten, schrecklichen Leben entfliehen und findet in Hogwarts nicht nur ein echtes Zuhause, sondern erfährt auch was Freundschaft bedeutet. Sie verliebt sich unsterblich in ihren fiesen Tränkeprofessor Severus Snape. Do...
