Wir benutzten einen Geheimgang der direkt nach Hogsmeade führte. Der Weg durch den Gang kam mir viel kürzer vor als der überirdische und wenige Minuten später apparierten Sev und ich Hand in Hand auf die oberste Stufe vor Sirius Haustür.
„Der Orden trifft sich bei Sirius?“
„Ja, sein Haus ist das Hauptquartier. Liebling, bevor wir reingehen will ich dich noch was fragen.“
„Was denn?“
„Was hältst du davon, wenn wir die Nacht in meinem Haus hier in London verbringen und erst morgen wieder nach Hogwarts apparieren?“
„Das fände ich wirklich schön.“
„Gut, dann lass uns jetzt reingehen und dich dem Orden vorstellen.“
„Ich bin nervös Sev.“
„Das musst du nicht, die meisten kennst du bereits und ich bin die ganze Zeit bei dir.“
Er nahm mich in den Arm und küsste mich bevor er mir die Tür öffnete und wir eintraten.
Ich ging hinter Severus Richtung Küche. Er legte die Hand auf die Türklinke und nickte mir über seine Schulter zu, dann drückte er die Tür auf und ich konnte Albus sagen hören „Ah, da seid ihr ja. Ich habe den anderen gerade mitgeteilt, dass wir heute ein neues Mitglied begrüßen dürfen.“
Ich holte tief Luft und trat lächelnd an Severus vorbei in die Küche. Die Weasleys, Sirius, Tonks, Remus und ein paar Fremde Gesichter starrten mich an.
Keiner sagte etwas und ich flüsterte Sev über meine Schulter zu „Wieso starren die mich alle an?“
Er beugte sich ein Stück näher an mein Ohr damit nur ich ihn hören konnte „Weil du atemberaubend schön bist.“
Wir sahen uns kurz in die Augen und er lächelte kaum merklich. Tonks brach das Schweigen „Wow Süße, du siehst umwerfend aus.“ Sie umarmte mich und nun wachte alle anderen aus ihrer Starre auf.
„Was für ne Frau.“, sagte Sirius an die Zwillinge gerichtet und zog mich an seine Brust.
Nach und nach umarmte mich die bekannten Gesichter und die unbekannten schüttelte meine Hand und stellten sich vor.
Als alle Platz genommen hatten erhob Molly das Wort „Albus, das kann nicht dein ernst sein. Aria geht noch zur Schule. Sie sollte sich nicht über so etwas Gedanken machen müssen.“
„Ich verstehe deinen Einwand Molly aber Aria hat bestimmte Fähigkeiten die uns den Vorteil über Voldemort bringen könnten. Außerdem bin ich mir sicher, dass sie die Reife besitzt die sie benötigt um damit umgehen zu können.“
So ging es noch einige Zeit weiter, doch irgendwann gab Molly auf. Sirius und die Zwillinge sahen mich immer wieder an und ich konnte sehen, dass Sev neben mir immer eifersüchtiger wurde. Die Ordensmitglieder teilten sich die Neuigkeiten der vergangenen Wochen mit und als alles besprochen war schenkte Sirius allen Feuerwhiskey ein.
Er setzte sich auf die andere Seite von mir und begann Smalltalk mit mir zu betreiben und kurz darauf gesellten sich die Weasleys zu uns.
„Deine Kette ist schön .“ Stellte Sirius plötzlich fest.
„Danke, mein Freund hat sie mir geschenkt.“ Im Augenwinkel sah ich wie Sev sich ein Lächeln verrückte.
„Du hast einen Freund?“, fragte Fred und bemühte sich seine Enttäuschung zu verbergen.
Ich nickte.
„Oh Liebes, dass hast du uns noch gar nicht erzählt. Ist er ein Mitschüler von dir?“, fragte Molly.
„Nein er ist etwas älter als ich und schon länger mit der Schule fertig.“
„Was heißt älter?“, beteiligte sich jetzt auch Bill am Gespräch.
Ich lachte, stützte mich mit dem Ellbogen auf den Tisch und sagte „Alter als du Billy.“
Molly und Arthur sahen mich erschrocken an, denn Bill war zehn Jahre älter als ich.
„Jetzt bin ich neugierig. Wie alt ist er?“, wollte Sirius jetzt genau wissen.
Ich lächelte ihn an und zog eine Augenbrauen hoch. „Er dürfte so ziemlich in deinem Alter sein Sirius.“
Molly verschluckt sich an ihrem Feuerwhiskey und musste Husten.
Neben mir erhob sich Severus von seinem Stuhl und sagte genervt. „Miss Underwood, es wird Zeit zu gehen.“
Ich sprang erleichtert von meinem Stuhl auf, verabschiedete mich schnell von den Anderen und ging hinüber zu Albus und Severus. Wir verabschiedeten uns von ihm und Sev teilte ihm mit, dass wir die Nacht in London verbringen würden und erst morgen wieder nach Hogwarts apparieren wollten. Sev hielt mir die Tür auf als wir die Küche verließen.
Kaum hatten wir das Haus verlassen nahm er meine Hand.
„Es sind nur fünf Minuten zu Fuß von hier zu meinem Haus. Lass uns gehen.“
„Liebend gern. Ich hasse apparieren.“
Hand in Hand liefen wir durch die menschenleeren Straßen zu Severus Stadthaus. Es war ein wunderschönes altes Haus aus Stein und obwohl so selten jemand hier war, wirkte es sehr gepflegt.
Im Inneren war es noch schöner. Der dunkle Holzfußboden, die vielen Bücher, die massiven Möbel und die bequemen Ledersofas machten es sehr gemütlich.
Sev entzündete den Kamin und schenkte uns Rotwein ein. Er legte eine Schallplatte auf und reichte mir seine Hand.
„Tanz mit mir.“
Ich lächelte ihn an. Wie romantisch er sein konnte.
Ein paar Lieder lang tanzten wir langsam und eng umschlungen, dann drückte er mich plötzlich gegen die Wand und begann mich fordernd zu küssen. Wir zogen uns gegenseitig aus und schliefen direkt auf dem Boden vor dem Kamin miteinander.
Lange blieben wir nackt auf dem Teppich liegen tranken Wein und redeten. Nach dem zweiten Glas Wein hob Sev mich vom Boden und trug mich in das Schlafzimmer. Dort legte er mich zum Schlafen in ein großes, massives Holzbrett. Ich konnte seinen Körper direkt hinter mir spüren und schlief beruhigt und etwas angetrunken in seinen Armen ein.
Als ich am Morgen meine Augen öffnete war Sev nicht mehr im Bett. Ich stand auf und tapste, noch immer noch nackt, durch das Erdgeschoss um ihn zu suchen. Schließlich fand ich ihn in der Küche.
„Guten Morgen du Frühaufsteher.“
„Guten Morgen Prinzessin. Na hast du gut geschlafen?“
Ich stellte mich hinter ihn, legte meine Arme um seine Mitte und küsste die Stelle zwischen seinen Schulterblättern.
„Wie konnte ich neben dir nicht gut schlafen?“
Er zog mich nach vorne an seine Brust und strahlte mich an „Was hältst du davon, wenn wir in London frühstücken gehen bevor wir uns auf den Weg nach Hogwarts machen?“
„Du meinst so richtig als Paar?“
„Ja, hier kennt uns niemand und wir müssen uns nicht verstecken. Also was hältst du davon?“
„Das wäre wirklich toll.“
„Gut, dann sollten wir uns was anziehen und losgehen. Ich hab nämlich Hunger.“, sagte er zwischen all den Küssen die er auf meinem Gesicht verteilte.
In wenigen Minuten waren wir beide fertig und verließen Arm in Arm das Stadthaus.
Wir frühstücken lange in einem kleinen Café nicht weit von Sevs Haus und genossen es uns für einen Moment nicht verstecken zu müssen. Viel zu schnell verging die Zeit und wir mussten uns auf den Weg nach Hogwarts machen. Sev führte mich in eine verlassene Seitenstraße und schon wurde ich durch den Schlauch nach Hogsmeade gezogen. Wir nahmen den selben Geheimgang den wir am Tag zuvor in die entgegengesetzte Richtung gegangen sind und kamen kurze Zeit später wieder im Keller von Hogwarts an.
Als wir um die letzte Ecke vor meinem Zimmer Boden konnte ich Hermine besorgte Gesicht sehen. Sie stand mit Harry, Ginny und Ron vor meiner Tür. Als sie mich sahen kamen sie Sev und mir entgegen.
Hermine fiel mir um den Hals „Aria, Merlin sei dank dir geht’s gut. Wo warst du? Wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht?“
„Ähm, ich…“ hilfesuchend sah ich Sev an, was Ginny nicht entging. Sie sah mich mit hochgezogen Augenbrauen an.
„Wieso hast du dich so herausgeputzt?“, wollte sie wissen.
„Schon gut Miss Underwood, die vier wissen vom Orden.“, kam mir Severus endlich zur Hilfe.
„Du warst beim Orden?“, beteiligte sich jetzt auch Harry am Gespräch.
„Ja, Professor Dumbledore hat mich gebeten dem Orden beizutreten.“, antwortete ich.
„Was? Aber du gehst noch zur Schule. Das ist unfair.“, rief Ron. „Das Leben ist nicht fair Mr. Weasley. Professor Dumbledore wird seine Gründe dafür haben.“, unterbrach Sev ihn mit seiner Lehrerstimme.
„Wenn Sie uns jetzt entschuldigen.“, Sev legte mir eine Hand zwischen die Schulterblätter, sah die Griffindor böse an und schob mich auf mein Zimmer zu.
„Danke Liebling. Du hast mich gerettet. Ich wusste wirklich nicht was ich sagen sollte.“
„Ja das war knapp.“
„Denkst du Ginny hat was bemerkt?“
„Nein, die Ordensmitglieder erledigen oft Aufgaben zu zweit und dürfen nicht darüber sprechen.“
„Das wird unser Glück sein. Ich geh baden. Kommst du mit?“ ich sah Sev fragend an als ich mir auf dem Weg ins Bad das Kleid vom Körper gleiten ließ.
Er lächelte mich mit hochgesogener Braue an und begann sich auszuziehen. Mit dem Rücken an seine Brust gelehnt blieben wir in der Wanne bis das Wasser kalt wurde. Sev hatte mittlerweile Klamotten in meinem Schrank versteckt.
„Wollen wir heute bei mir schlafen?“
„Ja, gern.“
Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich noch nie in seinen Privaträume war und ich wurde neugierig.
„Ich sollte mich heute aber dringend bei den Griffindors blicken lassen sonst werden sie noch misstrauisch.“
„Das solltest du wirklich und ich muss mich auf den Unterricht vorbereiten. Morgen müssen wir beide wieder unserem Alltag nachgehen.“
Ich zog mir Jeans und einen Pulli an, verabschiedete mich von Sev und machte mich auf zum Mittagessen in die große Halle.
„Hey Aria, endlich kommst du wieder mit uns essen.“, freute sich Pansy.
Die ganze Zeit während des Essens erzählte sie mir den neusten Tratsch aber ich hörte kaum zu.
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Unbreakable // Severus Snape ff
FanfictionDie 17-jährige Aria kann ihrem alten, schrecklichen Leben entfliehen und findet in Hogwarts nicht nur ein echtes Zuhause, sondern erfährt auch was Freundschaft bedeutet. Sie verliebt sich unsterblich in ihren fiesen Tränkeprofessor Severus Snape. Do...
