Ich schaffte es gerade noch die vier Griffindors abzufangen.
„Hey Leute, was macht ihr?“
„Wissen wir noch nicht. Hast du eine Idee?“, fragte Hermine.
„Hab ich. Ich würde euch gerne einen alten Freund von mir vorstellen. Kommt mit.“
Alle folgten mir und waren gespannt wer mein alter Freund wohl sein würde. Als wir an Hagrid Hütte vorbei kamen war Hagrid gerade dabei Kürbisse zu ernten.
„Hallo ihr, wo wollt ihr denn hin?“
„Hallo Hagrid, ich wollte den anderen Blackjack vorstellen.“
„Seid vorsichtig da drin und Grüß ihn von mir.“
Wir fünf setzten unseren Weg fort.
„Ohje mir schwant böses. Dein Alter Freund lebt im verbotenen Wald und Hagrid kennt ihn. Wir werden doch da drin nicht gefressen oder?“, fragte Ron ängstlich.
Ich lachte „Vertraut mir. Es wird euch gefallen.“
Ängstlich folgten meine Freunde mir durch die Bäume immer tiefer in den Wald.
„Wir sind da.“, sagte ich als wir durch die letzte Reihe Bäume auf die Lichtung traten.
„Hey Blackjack, ich hab meine Freunde mitgebracht. Willst du sie begrüßen?“, rief ich in die leere Lichtung.
Sekunden später begann die Erde zu beben.
„Oh nein, wir werden sowas von sterben.“, hörte ich Ron’s ängstliche Stimme hinter mir.
Im selben Moment stürmte die Herde, angeführt von Blackjack auf die Lichtung.
„Wow“, war das letzte was ich von Hermine hörte bevor ich dem schwarzen Hengst entgegenlief.
Er stoppte vor mir und zog mich, mit seinem Kopf über meine Schulter, an seine Brust und ich vergrub mein Gesicht in seiner langen Mähne.
Schüchtern waren die Griffindors mir auf die Lichtung gefolgt und standen nun ganz in unserer Nähe.
Als ich mich aus der pferdigen Umarmung löste fing ich an meine Freunde einander vorzustellen.
„Leute das ist Blackjack, mein ältester Freund und mein Vertrauter. Blackjack, dass sind Hermine, Ron, Harry und Ginny meine Freunde aus der Schule. Ach ja und ich soll dich von Hagrid grüßen.“
Blackjack begann zu bummeln und ich übersetzte für die anderen. „Er sagt, es ist ihm eine Ehre euch kennenzulernen und dass er euch gerne etwas anbieten würde aber er nicht auf Menschenbesuch vorbereitet ist.“
„Warte, verlierst du den Verstand oder kannst du ihn wirklich verstehen?“, fragte Harry.
„Ich kann ihn verstehen. Er euch übrigens auch.“, gab ich zurück. Wir setzten uns mit Blackjack ins Gras und unterhielten uns bis die Sonne begann zu sinken. Dann machten wir uns auf den Rückweg um in der großen Halle zu Abend zu essen.
Ich verabschiedete mich nach dem Essen erst von den Slytherins und dann von den Griffindors, die versprochen hatten niemandem von Blackjack und den anderen zu erzählen.
Meine Ausrede war, dass ich noch Schulsachen packen und mich auf den Unterricht vorbereiten müsse, das hatte ich zwar schon erledigt aber ich vermisste Sev und wollte schnellstmöglich zu ihm.
Ich schnappte mir eine Schuluniform und meine Schultasche aus meinem Zimmer und machte mich auf den kurzen Weg zu Sevs Privaträumen.
Ich klopfte etwas nervös an seine Tür und als er öffnete zog er mich sofort in seine Arme.
„Hallo Prinzessin, schön dass du da bist. Du hast mir schon gefehlt.“
Ich sah mich um und war überrascht wie schön und gemütlich er eingerichtet war. Links und rechts neben einem imposanten Kamin standen deckenhohe Bücherregale, davor stand ein riesiges Sofa und auf einem langflorigem Teppich stand ein schlichter Couchtisch und ein hoher Ohrensessel aus dunklem Leder. An den Wänden zu beiden Seiten waren je zwei Türen und halbhohe Schränke. Sev hatte uns Tee gekocht und wir setzten uns auf die Couch um uns von unserem Tag zu erzählen.
Ich fühlte mich hier sofort wie zu Hause.
Da wir am nächsten Tag früh raus mussten gingen wir relativ schnell in sein Schlafzimmer. In der Mitte des Raumes stand ein riesiges, schlichtes Bett, auf beiden Seiten hingen Nachttisch an der Wand. Vor den zwei großen Fenstern standen zwei bequem aussehende Sessel und ein Kaffeetisch. Auch in diesem Zimmer lag ein langfloriger Teppich und an der Wand gegenüber des Bettendes waren zwei Türen. Die linke führte in einen riesigen begehbaren Kleiderschrank und die rechte in ein geräumiges Bad mit Wanne, Dusche und Doppelwaschtisch.
In den vergangenen zwei Wochen hatten wir uns angewöhnt nackt zu schlafen und so legten wir uns völlig entkleidet in sein Bett. Er hielt mich im Arm und zeichnete kleine Kreise mir den Fingerspitzen auf meinen Rücken bis ich einschlief.
Früh am nächsten Morgen riss der Wecker uns aus dem Schlaf. Ich musste wieder in den Unterricht und so machte ich mich nach dem Frühstück mit den Griffindors auf zu den Klassenräume.
In den letzten Wochen war so unglaublich viel passiert, dass ich das alles noch gar nicht begreifen konnte.
Ich konnte an einen sicheren Ort fliegen, ich habe Freunde gefunden, ich war mit der Liebe meines Lebens zusammen, ich hatte meinen ersten Job bekommen und wir kämpften hier gegen das Böse.
Ich war völlig in Gedanken und hatte Hermine gar nicht zugehört aber sie sah mich erwartungsvoll an was bedeutete, dass sie mir eine Frage gestellt hat und ich antworten musste.
„Bitte entschuldige ich war in Gedanken. Was hast du gesagt?“
„An wen hast du den gedacht?“, stellte sie eine neue Frage und sah mich vielsagend an.
„Daran wie schnell ich mich hier eingelebt habe und wie froh ich bin Freunde wie euch gefunden zu haben.“ Das war schließlich nicht ganz gelogen.
Hermine legte mir einen Arm um die Schultern und lachte „Sicher, und deine neue Kette haben die Elfen dir geschenkt.“
Oh Gott die Kette. Sie hatte sie also gesehen. Ich konnte spüren wie mein Gesicht feuerrot wurde.
„Jetzt erzähl schon. Wer ist es?“
„Das verrat ich nicht.“, lächelte ich sie an um meine in mir aufsteigende Panik zu verstecken.
„Man bist du fies. Sagst du es mir wenn ich es errate?“
„Sicher.“ Erraten würde sie es nie. Ginny vielleicht aber die war in ihrer Freizeit so mit Harry beschäftigt, dass ich mir sicher war sie würde sich nicht den Kopf über mein Liebesleben zerbrechen. Hoffte ich zumindest.
Der Unterricht verging wie im Flug und obwohl ich viel verpasst hatte fand ich ohne Probleme den Anschluss. Sev war ganz der strenge Lehrer und wir spielten unsere Rollen perfekt.
Da ich letzte Woche alle Hausaufgaben erledigt hatte und ich diese erst die Woche danach abgeben musste hatte ich, nach Schulschluss etwas Freizeit.
Hermine hatte auch schon alles erledigt und wir wollten in die Bibliothek gehen. Ich hatte beschlossen mehr über Voldemort herauszufinden. Doch die Bücher in denen etwas über ihn stand waren alle in der verbotenen Abteilung. Dafür bräuchte man die Erlaubnis eines Lehrers. Sev hatte sie mir sicher gegeben aber ich war nun schon in der Bibliothek und wollte wirklich nicht zurück laufen.
„Das kannst du vergessen. Ohne Erlaubnis gibt die dir nie eins der Bücher.“, versuchte Hermine mich zu überzeugen.
„Doch. Ich glaube das wird sie. Ich kann ziemlich überzeugend sein.“, ich zwinkerte ihr zu und ging selbstsicher auf Madam Pince zu.
Hermine lief unsicher neben mir her.
„Madam Pince ich bräuchte einige Bücher aus der verbotenen Abteilung.“
„Die schriftliche Erlaubnis?“
„Die hab ich nicht.“
„Ohne Erlaubnis keine Bücher aus der Verbotenen Abteilung.“, antwortet die Bibliothekarin kühl ohne ihren Blick von dem Buch vor ihr zu heben.
„Madam Pince sehen sie mich an.“, sagte ich mit einem Ton in der Stimme, den ich durch eine der Injektionen bekommen hatte. Damit war ich in der Lage, Leute tun zu lassen was ich wollte und ihnen andere Gedanken oder Realitäten in den Kopf zu setzten. Madam Pince hob den Kopf und sah mich gelangweilt an.
„Ich denke nicht, dass eine Erlaubnis nötig ist.“
Unsere Blicke kreuzten sich und ich Gesicht verloren jeglichen Ausdruck, ihre Augen wurden leer und sie sprach langsam und monoton.
„Nein, die ist nicht nötig.“
„Vielen Dank, ich wusste ich kann mich auf sie verlassen.“
Ich lächelte ihr zu und zog Hermine mit in die verbotene Abteilung.
„Wie zur Hölle hast du das gemacht Aria.“
„Ich sagte doch, dass ich sehr überzeugend sein kann.“
Ich nahm mir drei Bücher mit in denen ich am ehesten etwas zu erfahren vermutete und wir setzten uns in eine ruhige Ecke an einen der Tische.
Nach einigen Stunden hatte ich alles was ich brauchte und ich musste dringend mit Albus reden.
„Hermine ich muss los.“
„Wieso? Hast du was gefunden?“
„Ich glaube ja.“
Ich rannte los in den Keller. Zuerst wollte ich Sev davon erzählen und wissen was er davon hielt. Er war schließlich Todesser gewesen und gab noch immer vor einer zu sein. Wenn mein Gedanke zu abwegig war würde er es mir sagen.
Ohne zu klopfen stürmte ich in sein Büro. Er war nicht allein. Einige Schüler aus dem vierten Jahrgang mussten Nachsitzen und die Kessel schrubben.
„Miss Underwood was fällt ihnen ein hier einfach so hereinzuplatzen?“, schrie er schon bevor ich richtig durch die Tür war.
Ich japste nach Luft. „Verzeihung Professor aber ich muss sie wirklich dringend sprechen. Es ist sehr wichtig.“
Severus sah die Nachsitzer an und sagte leise aber sehr bedrohlich „Verschwinden sie. Das Nachsitzen ist beendet.“
So schnell sie konnten drückten sie sich an mir vorbei durch die Tür.
Ich schloss die Tür und Sev zog mich in eine Umarmung. Er gab mir einen Kuss und fragte „Was ist los Liebling?“
„Ich denke ich weiß wie wir Voldemort vernichten können.“
Er sah mich schockiert an und ich begann zu erzählen was ich überlegt hatte.
„Wir müssen mit Albus reden. Wenn du recht hast haben wir eine realistische Chance.“
„Du glaubst also auch, dass es so sein könnte?“
„Ich weis nicht wie Du darauf gekommen bist aber ja so etwas hätte Voldemort tun können.“
Wir machten uns so schnell es ging ohne aufzufallen auf den Weg ins Schulleiter Büro.
„Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann denkst du, dass Voldemort nicht nur einen Horkrux hergestellt hat sondern sieben?“
„Ja Albus ich bin mir sogar fast sicher.“
„Ich muss zugeben ich habe auch schon über die Möglichkeit nachgedacht, dass es mehrere gibt aber sieben? Aria weißt du was es mit der Seele eines Menschen anstellt wenn man sie in sieben Teile reißt?“
„Acht. Es sind acht Teile. Einer muss noch in ihm sein.“
„Ich werde das mit einigen Ordensmitgliedern besprechen und wir werden uns auf die Suche machen. Wenn es so ist wie du denkst, dann könnte das der Durchbruch sein. Unsere Chance Voldemort endgültig zu besiegen. Leider wurde das bedeuten, dass die Prophezeiung wahr wäre und Harry Potter mit Voldemort sterben muss.“
Ich sah Albus schockiert an. „Nein. Es muss doch einen anderen Weg geben. Albus ich bitte dich lass es mich versuchen. Er ist doch noch fast ein Kind und er ist mein Freund. Ich werde eine Lösung dafür finden.“
„Aria, so sehr ich mir wünsche, dass du einen Weg findest, möchte ich dir nicht zu viele Hoffnungen mache aber dir bleibt noch genug Zeit um es zu versuchen. Wir werden erst alle anderen Horkrux finden und zerstören bevor wir Harry’s Gesundheit aufs Spiel setzen.“
„Danke Albus.“
Severus und ich erhoben uns von unseren Stühlen.
„Ich muss euch beide bitten, Stillschweigen gegenüber jedem über dieses Gespräch zuhalten.“
„Natürlich Albus.“
Wir gingen Schweigend in Severus Räume und baten Kinky uns das Abendessen hierher zu bringen.
„Liebling lass uns bitte nicht mehr über Voldemort reden. Zumindest heute nicht mehr.“, sagte Sev nachdem wir schweigend zu Ende gegessen hatten.
„Ich bin froh, dass du das sagst. Ich will auch nicht mehr davon reden.“
„Was hältst du davon, wenn wir über Weihnachten ein paar Tage wegfahren? Nur du und ich!“
„Das ist die beste Idee die du je hattest.“
„Wohin will meine Prinzessin?“
„Such du dir was aus. Ich will einfach nur da sein wo du auch bist.“
Die Tage vergingen und langsam zog der Winter in Hogwarts ein. Ich hatte den Weasleys versprochen den zweiten Teil der Ferien mit Ihnen in London bei Sirius zu verbringen, denn am 23 Dezember würden ich und Severus für eine Woche weg fahren. Er hatte mir noch nicht verraten wo er mit mir hin fahren wollte aber am letzten Schultag schickte er mir eine Eule zum Frühstück. „Von wem ist der Brief?“, fragte Pansy neugierig als die Eule auf meinem Teller landete.
„Äh… Er ist von meinem Freund.“
„Du hast einen Freund und mir noch nichts davon erzählt?“, sagte sie mit gespielter Enttäuschung.
„Sorry. Pans Ich wollte es nicht an die große Glocke hängen. Wir sind auch noch nicht so lange zusammen.“
„Was schreibt er?“
Nachdem ich mich versichert hatte, das Sev ihn nicht unterschrieben hatte gab ich ihn an Pansy weiter, die ihn so vorlas, dass auch Draco und Blaise mithören konnten.
„Guten Morgen Prinzessin, du glaubst gar nicht wie sehr ich mich auf unseren Urlaub freue. Ich kann er kaum erwarten. Ich liebe dich.“
„Ihr fahrt zusammen weg?“, fragte Draco entsetzt.
„Ja wieso?“
„Nur so.“
Der Unterricht verging wie im Flug und viele der Schüler reisten direkt danach zu ihren Familien. So konnte ich ganz entspannt meine Sachen packen und zu Severus Räumen gehen.
Er wartete schon auf mich und wir setzten uns auf die Couch um uns wie jeden Abend von unserem Tag zu erzählen.
Ich war so aufgeregt vor dem Urlaub der am nächsten Tag beginnen sollte, dass ich kaum einschlafen konnte. Doch irgendwann fiel ich im Arm meiner großen Liebe in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
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Unbreakable // Severus Snape ff
FanfictionDie 17-jährige Aria kann ihrem alten, schrecklichen Leben entfliehen und findet in Hogwarts nicht nur ein echtes Zuhause, sondern erfährt auch was Freundschaft bedeutet. Sie verliebt sich unsterblich in ihren fiesen Tränkeprofessor Severus Snape. Do...
