Kapitel 14

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Nachdem wir auch dieses Lied, vertig, gesungen hatten, ging Eli nach Hause. Melissa und ich saßen still auf der Bank.

Melissa: Wie soll es weitergehen?

Talia: Was meinst du?

Melissa: Alles.

Talia: Ich weiß es nicht, aber ich möchte eine Veränderung in meinem Leben.

Melissa: In welche Richtung?

Talia: Ich möchte nicht mehr mit den anderen reden. Auf meine Mutter habe ich auch keine Lust mehr; sie interessiert es schließlich nicht mal.

Melissa: Und da gibt's noch bestimmt was.

Talia: Ich i-

Melissa: Du stehst auf Mert.

Talia: Wo h-

Melissa: Es war mir klar, dass irgendwann so etwas kommt.

Bei Seda Abla

Als ich bei meiner Schwester ankam, fragte sie mich, wie mein Tag war.

Seda: Hey, wie war dein Tag?

Talia: Sehr schön.

Seda: Das freut mich.

Plötzlich klopfte es sehr fest an der Tür. Meine Schwester ging zur Tür und öffnete sie. Ali Abi stand richtig sauer vor der Tür.

Ali: Talia, komm, wir gehen. (wütend)

Seda: Ali, was soll das?

Ali: Talia, komm.

Seda: Talia geht nirgendwo hin; sie bleibt hier.

Ali: Ach ja, ich soll sie hier lassen, damit sie genauso wie du wird?

Seda: ALI, REDE VERNÜNFTIG.

Ali: WARUM SOLLTE ICH? ICH HABE KEIN GRUND.

Seda: ICH BIN ÄLTER ALS DU, DAN HAST DU AUCH RESPEKT VOR MIR.

Sie wurden immer lauter, bis sie schließlich im Flur des Hauses standen. Mir liefen wieder die Tränen über die Wangen. Ich konnte das alles einfach nicht mehr ertragen. Ich verließ das Haus, ohne dass sie es bemerkten, denn sie waren immer noch damit beschäftigt zu streiten.

Ich stand mitten auf der Straße und starrte auf den Boden. Dann ging ich nach Hause. Ich öffnete die Tür und betrat das Haus. Von ihnen rief Cem Abi: „Ali, bist du es?" Währenddessen kam er auch zum Eingang und sah, wie sehr ich mit Tränen überfüllt war.

Cem Abi: „Talia, noldu?" (Was ist?)

Talia: „Ali Abi und... abla haben sich gestritten." (weint)

Cem Abi umarmte mich, und Tarik Abi kam auch und versuchte, mich zu beruhigen. Tarik Abi brachte mich dann in mein Zimmer und sagte, ich solle mich ausruhen und dass alles wieder gut werden würde.

Aber ich wusste, dass nichts mehr gut sein würde. Ich schlief mit Tränen in den Augen ein.

Am Morgen wachte ich durch Cemabis Schreie auf.

Cem Abi: „Keiner von euch drei wird mit ihr reden! Ihr habt gesehen, wie sehr Talia gestern traurig war. Sie macht, was sie machen will."

Ali: „Aber Ab-"

ᴛᴀʟɪᴀ   Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt