Kapitel 18

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Merts Sicht

Cem Abi und der Rest waren außer sich, als sie erfuhren, dass Talia die ganze Nacht nicht zu Hause war. Genau als Cem Abi sich auf den Weg zu ihrer Freundin machen wollte, kam Talia an. Sie sah erschöpft und müde aus.

Cem: "WO WARST DU?"

Talia: "Bei Melissa." (ängstlich)

Cem: "Warum sagst du uns nicht Bescheid? Warum hast du nicht auf die Anrufe geantwortet?"

Talia: "Mein Akku war leer. Ich hatte mein Handy bei Eli vergessen. Tut mir leid."

Man merkte an ihrer Stimme, dass sie gleich anfangen würde zu weinen. Irgendwas war mit ihr; man sah, dass sie vor etwas Angst hatte.

Taylan: "Talia, was hast du?"

Talia: "Nichts."

Ali: "Talia, sag die Wahrheit."

Talia: "Nix. Ich bin nur müde."

Cem: "Warum schwänzt du die Schule?"

Talia: "Tu ich nicht."

Cem: "Hör auf zu lügen. Deine Lehrerin hat mich angerufen. Ab jetzt werden wir dich zur Schule fahren und darauf warten, dass du in das Gebäude reingehst."

Ohne etwas zu sagen, ging sie in ihr Zimmer.

Talias Sicht

Ich hatte so große Angst, dass meine Brüder davon erfahren würden. Ich weinte so sehr; ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich verstand nicht, warum ich so dumm war und die Wahrheit nicht gesehen hatte.

Nächster Tag

Tarik Abi brachte mich zur Schule und wartete darauf, dass ich das Gebäude betrat. Dann fuhr er auch schon wieder weg.

Während des Unterrichts konnte ich mich nicht auf die Aufgaben konzentrieren. Ich konnte Melissa und Eli nicht in die Augen sehen. Sie hatten mich gewarnt, doch ich hatte ihnen nicht zugehört.

Plötzlich bekam ich eine Nachricht von Cenk.

Triff mich um 14 Uhr in der Gasse hinter der Schule.

Ich hatte den ganzen Tag damit verbracht, mir Gedanken darüber zu machen, was er sagen würde.

Später sah ich ihn in einer Ecke stehen, eine schwarze Tasche in der Hand.

Cenk: Nimm diese Tasche und bring sie zu der Adresse xxxxx. Dort steht ein Junge mit einem blauen Hoodie und einer schwarzen Kappe. Er wird dir einen Umschlag geben. Bring ihn zu mir nach Hause.

Talia: Was ist in der Tasche?

Cenk: Das geht dich nichts an. Tu, was ich dir sage.

Und dann verschwand er, und ich machte mich auf den Weg. Doch bevor ich die Adresse erreichte, konnte ich der Neugier nicht widerstehen und schaute in die Tasche hinein.

Als ich sie öffnete, traute ich meinen Augen nicht. In der Tasche befanden sich mehrere Tüten mit Drogen. Ich schloss die Tasche sofort wieder und ging zur Adresse. Ich sah den Jungen und ging auf ihn zu.

Junge: Hat dich Cenk geschickt?

Talia: Ja.

Junge: Wie alt bist du?

Talia: 16.

Junge: Allahim, wie tief muss man gehen? (sagte er leise und angespannt)

Ich gab ihm die Tasche, und er gab mir den Umschlag. Dann verschwand er in Sekundenschnelle. Als Letztes gab ich Cenk den Umschlag. Als er ihn sah, sagte er:

Cenk: Wow, hast du es ja geschafft. Komm, lass uns als Belohnung ein bisschen Spaß haben.

ᴛᴀʟɪᴀ   Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt